ServiceNow-Aktie im Check: CEO plant Aktienkauf für Ende Februar und stoppt geplante Verkäufe

Trotz eines massiven Kursverlustes im laufenden Jahr setzt ServiceNow-CEO Bill McDermott mit einem Aktienkauf ein deutliches Ausrufezeichen hinter das KI-Potenzial seines Unternehmens.
Werte in diesem Artikel
• CEO Bill McDermott plant für Ende Februar Aktienkauf und stoppt geplante Verkäufe
• Vertragsvolumen der AI-Plattform "Now Assist" sprang im Jahresvergleich massiv an
• Operatives Wachstum bei Abo-Erlösen - Angst vor disruptiver KI belastet dennoch
CEO zeigt Vertrauen mit Insider-Kauf
ServiceNow erlebt derzeit eine ungewöhnliche Entwicklung: CEO William R. McDermott und vier weitere Mitglieder des Top-Managements haben ihre automatisierten Verkaufspläne für Aktien überraschend zurückgezogen. McDermott plant stattdessen einen persönlichen Aktienkauf in Höhe von drei Millionen US-Dollar am 27. Februar 2026 - das früheste Datum, an dem der Kauf steuerlich möglich ist. Die Kaufabsicht von McDermott "scheint eines der ersten nennenswerten Insider-Kaufsignale im gesamten Softwaresektor zu sein", schrieb Evercore ISI-Analyst Kirk Materne laut MarketWatch in einer Mitteilung am vergangenen Dienstag. Die Ankündigung sei ein "klares und bewusstes Vertrauensvotum des Managements", fügte er hinzu.
Preissprung der ServiceNow-Aktie verpufft nach kurzer Rally
Die Börse reagierte zunächst positiv: Nach der Ankündigung kletterte der Kurs der ServiceNow-Aktie am vergangenen Dienstag vorübergehend um vier Prozent. Doch der Schwung hielt nicht lange - bis Handelsschluss sank die Aktie um drei Prozent. Das Jahr 2026 zeigt bislang ohnehin wenig Grund zur Freude: ServiceNow hat bereits rund 32 Prozent an Wert verloren, da am Markt Sorgen aufkamen, dass künstliche Intelligenz das Geschäftsmodell des Unternehmens zerstören könnte.
Vor dem Wochenende ging es für die ServiceNow-Aktie an der NYSE letztlich 2,89 Prozent abwärts auf 104,27 US-Dollar. Am Montag notiert das Papier zeitweise 3,81 Prozent tiefer bei 100,30 US-Dollar.
AI-Geschäft von ServiceNow wächst rasant
Mitten in den Turbulenzen stechen die operativen Erfolge von ServiceNow hervor. Das Kerngeschäft rund um künstliche Intelligenz läuft auf Hochtouren: Die AI-Plattform "Now Assist" erzielte im Jahresvergleich ein Wachstum des Vertragsvolumens von 250 auf 600 Millionen US-Dollar. Die wiederkehrenden Umsatzerlöse aus Abonnements stiegen um 19,5 Prozent und lagen damit über der eigenen Prognose.
"ServiceNow hat die Erwartungen für das vierte Quartal deutlich übertroffen, das Neugeschäft beschleunigt und eine außergewöhnliche Prognose für 2026 abgegeben", wird Bill McDermott, Chairman und CEO von ServiceNow, in der Pressemitteilung des Unternehmens zitiert. "Wir verzeichneten ein erhebliches Wachstum bei den lizenzierten Nutzern, Workflows und Transaktionen auf unserer Plattform. Mit unserem konsistenten Rule of 55+ Profil gibt es kein KI-Unternehmen, das besser für ein nachhaltiges profitables Umsatzwachstum positioniert ist als ServiceNow. Wir bauen den KI-Kontrollturm für die Neugestaltung von Unternehmen auf, damit diese in einer agentenbasierten KI-Welt sicher agieren können."
Was bedeutet das für ServiceNow-Anleger?
Für Investoren bleibt die Lage zwiespältig. Die Zahlen aus dem operativen Geschäft sind stark, insbesondere das AI-Wachstum setzt neue Maßstäbe. Gleichzeitig dominiert nach wie vor Unsicherheit, ob und wann die Börse das Potenzial wieder honoriert. Wer auf den Turnaround setzt, findet im Insider-Kauf ein starkes Signal - sollte aber die Branchenrisiken im Blick behalten.
Redaktion finanzen.net
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