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07.01.26 07:16 Uhr

Viel Bekanntheit, wenig Alltag: Kryptowährungen bleiben Nische - /

Vertrauenslücke öffnet Tür für Digitale Zentralbankwährungen (FOTO)

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Frankfurt am Main (ots) - Studie: Trotz Rekord-Bekanntheit bleiben

Kryptowährungen in Deutschland ein Nischenthema. Staatliche Währungen und Gold

dominieren weiterhin als Zahlungsmittel und Wertaufbewahrung. Digitale

Zentralbankwährungen stoßen auf eine Marktlücke.

Die neue BearingPoint-Studie zur Akzeptanz von Kryptowährungen in Deutschland

zeigt: Der große Durchbruch von Bitcoin & Co. bleibt auch 2025 aus. Zwar ist die

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Bekanntheit von Kryptowährungen mit 92 Prozent nahezu flächendeckend - doch im

Alltag, als Zahlungsmittel, zur Wertaufbewahrung oder als Recheneinheit spielen

sie weiterhin nur eine Nebenrolle. Die Deutschen setzen nach wie vor auf

staatliche Währungen und Gold.

Kryptowährungen: Bekanntheit hoch, Nutzung bleibt Nische

Fast alle Menschen in Deutschland kennen Kryptowährungen - ein Wert, der sich

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seit Jahren auf hohem Niveau hält. Waren zu Beginn der BearingPoint-Befragung im

Jahr 2016 nur rund jedem zwanzigsten Befragten Kryptowährungen ein Begriff,

schoss deren Bekanntheit 2017 rasant in die Höhe und pendelte sich in den

letzten Jahren bei über 90 Prozent ein. Diese Entwicklung in der Bekanntheit

blieb allerdings bei der Nutzung gänzlich aus. Während im Jahr 2016 rund fünf

Prozent der Befragten angaben, Kryptowährungen tatsächlich zu nutzen, sind es

2025 immer noch lediglich acht. Die Mehrheit (51 %) hat zwar schon von

Kryptowährungen gehört, weiß aber nicht, wie sie funktionieren.

Digitales Gold, aber kein Massenzahlungsmittel

Kryptowährungen werden zunehmend als "digitales Gold" wahrgenommen und immerhin

20 Prozent der Befragten in Deutschland sehen Kryptowährungen als geeignetes

Wertaufbewahrungsmittel an. Dennoch werden Gold (84 %) und staatliche Währungen

(77 %) als Wertaufbewahrungsmittel deutlich bevorzugt.

Auch bei den anderen klassischen Funktionen von Geld - Zahlungsmittel und

Recheneinheit - schneiden Kryptowährungen wesentlich schlechter ab als

staatliche Währungen oder Gold. Nur neun Prozent der Befragten bewerten

Kryptowährungen als gutes oder sehr gutes Zahlungsmittel. Staatliche Währungen

liegen mit 85 Prozent unangefochten an der Spitze. Gold kommt auf 11 Prozent und

liegt damit ebenfalls noch vor Kryptowährungen. Auch als Recheneinheit, also als

Maßstab für Preise und Werte, bleibt Krypto ein Randthema: 14 Prozent der

Befragten vergleichen Preise in Kryptowährungen, während Gold auf 33 Prozent und

staatliche Währungen auf 77 Prozent kommen.

Vertrauen in Kryptowährungen als Anlageform noch immer niedrig

Auch wenn es um das Thema Geldanlage und damit um den Aspekt der Wertsteigerung

geht, schneiden Kryptowährungen nach wie vor im Vergleich zu anderen

Anlageformen schlecht ab. Im Jahr 2025 gaben 18 Prozent an, bereits in

Kryptowährungen investiert zu haben. Grundsätzlich sehen 27 Prozent der

Befragten Kryptowährungen als geeignete Anlage an, Aktien (68%), Gold (72%) und

Staatliche Währungen (73%) schneiden allesamt wesentlich besser ab. Seit dem

Jahr 2017 haben sich diese Zahlen nicht wesentlich verändert. Gefragt nach dem

Inflationsschutz, geben ebenso nur 14 Prozent der Befragten an, dass sie

Kryptowährungen als geeigneten Schutz gegen die Geldentwertung ansehen - das

sind auch nochmals signifikant weniger Personen als noch im Vorjahr (18%). Die

Skepsis gegenüber Kryptowährungen ist damit weiterhin groß - insbesondere

angesichts der hohen Wertschwankungen und der Unsicherheit bei Regulierung und

Verwahrung. Über die Hälfte der Befragten (51 %) nennt zu hohe Wertschwankungen

als Hauptgrund gegen ein Investment, gefolgt von regulatorischer Unsicherheit

(41 %) und Unsicherheit bei der Verwahrung (41 %). Alle Werte sind im Verglich

zur Umfrage im Jahr 2024 sogar nochmals gestiegen.

Digitale Zentralbankwährungen stoßen auf Marktlücke

35 Prozent der Befragten würden eine digitale Zentralbankwährung (z. B. den

digitalen Euro) als Zahlungsmittel nutzen - mehr als Kryptowährungen (15 %),

Stablecoins (14 %) oder tokenisierte Bankeinlagen (15 %). Stablecoins und

tokenisierte Bankeinlagen bleiben damit deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Sie erreichen keine potenzielle Beliebtheit, die über Kryptowährungen

hinausgeht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass digitale Zentralbankwährungen

eine Marktlücke im Bereich digitaler Währungen schließen könnten. Denn im

Vergleich zu den bereits am Markt vorkommenden Kryptowährungen, Stablecoins und

tokenisierten Bankeinlagen geben mehr als doppelt so viele Menschen an, digitale

Zentralbankwährungen nutzen zu wollen.

"Unsere aktuelle Studie zeigt, dass Kryptowährungen in Deutschland zwar eine

hohe Bekanntheit genießen, die tatsächliche Nutzung aber weiterhin gering

bleibt. Die Menschen vertrauen beim Bezahlen und beim Werterhalt nach wie vor

auf staatliche Währungen und Gold. Bemerkenswert ist, dass digitale

Zentralbankwährungen auf eine echte Marktlücke stoßen und von den Befragten als

vielversprechende Alternative wahrgenommen werden. Private digitale Währungen

wie Stablecoins oder Tokenized Deposits können diese Lücke bislang nicht

schließen. Die Ergebnisse zeigen: Kryptowährungen sind in Deutschland angekommen

und sie haben sich als eine Art digitales Gold etabliert, aber der Sprung zum

Massenzahlungsmittel bleibt aus. Digitale Zentralbankwährungen haben hingegen

eine signifikante Chance, diese Funktion auszufüllen", resümiert Dr. Robert

Bosch, Partner und Globaler Leiter Banking & Capital Markets bei BearingPoint.

Über die Studie

Die Daten basieren auf einer Online-Umfrage von BearingPoint über das

Marktforschungsinstitut YouGov. Für die Befragung wurden im Zeitraum 25. bis 28.

November2025 insgesamt 2.006 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter,

Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend

gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in

Deutschland ab 18 Jahren. Die Umfrage wurde in vergleichbarem Set-up auch in den

Jahren 2016 bis 2024 durchgeführt und erlaubt die Ableitung von Entwicklungen.

Über BearingPoint

BearingPoint ist eine unabhängige Management- und Technologieberatung mit

europäischen Wurzeln und globaler Reichweite, die Unternehmen mithilfe moderner

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indem wir fundiertes Branchenwissen mit starken Kompetenzen in Strategie,

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dabei in unterschiedlichsten Industrien - immer nah am Kunden. Spezialisierte

SAP- und Microsoft-Einheiten, ein starker Fokus auf KI sowie ergebnisorientierte

Softwarelösungen ermöglichen maßgeschneiderte, innovative Lösungen für die

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Zu BearingPoints Kunden gehören viele der weltweit führenden Unternehmen und

Organisationen. Das globale Netzwerk von BearingPoint mit mehr als 15.000

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hohe soziale und ökologische Standards erfüllt.

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