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12.10.2021 14:54

QIX Dividenden Europa: Alzheimer-Mittel von Roche und Partner MorphoSys steht vor möglicher US-Zulassung

QIX aktuell: QIX Dividenden Europa: Alzheimer-Mittel von Roche und Partner MorphoSys steht vor möglicher US-Zulassung | Nachricht | finanzen.net
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Die gefährliche Spirale aus steigenden Energiepreisen und zunehmenden Inflationssorgen bremst am Dienstag den QIX Dividenden Europa Index erneut aus. Folglich liegt der Index am Nachmittag kaum unverändert bei 12.650 Punkten.
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Nach den starken Kurszuwächsen der letzten Tage notiert im Dividenden-Index die Aktie von Roche am Dienstag wieder leicht im Minus bei 334,30 Euro. Die Papiere des Schweizer Pharmaherstellers befinden sich damit aber weiter in der Nähe ihrer Jahreshöchststände. Für neuen Schwung sorgte am Montag vor allem die Hoffnung auf eine baldige US-Zulassung des mit dem deutschen Partner MorphoSys entwickelten Alzheimer-Medikamentenkandidaten Gantenerumab. Das Mittel habe den Status eines Therapiedurchbruchs erhalten, teilte Roche bereits am Freitagabend mit. Letztlich ist Gantenerumab ein in Entwicklung befindlicher IgG1-Antikörper von MorphoSys. Dieser soll bestimmte Ablagerungen im Gehirn entfernen, die als Merkmal der Alzheimer-Erkrankung gelten. Sollten die Schweizer die Arznei aber schließlich auf den Markt bringen können, dann wird das deutsche Biotechunternehmen auch am Verkaufserfolg beteiligt. Laut Morphosys ist Roche im Rahmen der abgeschlossenen Lizenzvereinbarung vollständig für die klinische Entwicklung und mögliche Vermarktung von Gantenerumab verantwortlich. Das Münchner Unternehmen hätte dabei einen Anspruch auf gestaffelte Tantiemen zwischen 5,5 und 7,0% der Nettoumsätze, die mit dem Alzheimer-Medikament erzielt werden sowie auf potenzielle erfolgsabhängige, regulatorische Meilensteinzahlungen. Die jüngste Statuserteilung beruhe auf bereits publizierten Studiendaten, gab Roche zudem am Freitag bekannt. Die Ergebnisse von 2 zulassungsrelevanten Studien mit Gantenerumab würden nun voraussichtlich in der 2.Jahreshälfte 2022 abgeschlossen.

Erst im Juni hatte die US-Arzneimittelbehörde FDA mit dem Mittel Aducanumab des Biotechunternehmens Biogen erstmals seit fast 20 Jahren wieder ein neues Medikament gegen Alzheimer zugelassen. Folglich schoss die Aktie des amerikanischen Wettbewerbers um fast 40% nach oben, was daran liegt, dass das Medikament rund 56.000 USD kosten soll und sich die Umsätze und Nettogewinne von Biogen dadurch künftig massiv nach oben entwickeln könnten. Und da Roche ebenfalls an Alzheimer-Präparaten forscht, hoffen viele Investoren nun, dass der Pharma- und Diagnostikspezialist auf diesem Gebiet in Zukunft ebenfalls gute Geschäfte machen dürfte. Der globale Markt für Mittel gegen die Alzheimer-Krankheit bietet für die Schweizer ein jährliches Einnahmepotenzial von geschätzt vielen Milliarden Franken. Weshalb mittelfristig die durchaus realistische Chance auf ein wieder dynamischeres Wachstum für Roche besteht. Zumal Alzheimer eine tödlich verlaufende Erkrankung des Gehirns ist, die durch eine Abnahme des Gedächtnisses, der Sprache und anderer Denkfähigkeiten gekennzeichnet ist. Dank der seit Jahren schon erfolgreichen Übernahmepolitik und der dadurch beständig wachsenden Pharma- und Diagnostiksparte zählt das Unternehmen jedenfalls auch zu den Dividendenaristokraten. Und die gegenwärtige Kapitalrendite liegt dementsprechend auch bei soliden 2,0% und damit weit über dem derzeitigen Zinsniveau Europas.

Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

In dem eher ruhigen Marktumfeld verzeichnet am Dienstag im Dividenden-Index auch die Aktie von Vonovia leichte Kursverluste auf 51,70 Euro. Zwar laufen die Vermietungsgeschäfte für Deutschlands größte Immobiliengesellschaft angesichts der starken Nachfrage nach Wohnraum weiterhin gut. Auch die geplante Übernahme der zweitgrößten Wohnimmobilienfirma Deutsche Wohnen ist dem Unternehmen im dritten Anlauf gelungen. Damit scheint sich das Management aber nicht zufrieden zu geben, denn Vonovia prüft derzeit offenbar den Einstieg bei dem in schweres Fahrwasser geratenen Wettbewerber Adler Group. Die Bochumer haben sich in einer Vereinbarung mit dem Adler-Großaktionär Aggregate Holdings das Recht gesichert, einen Anteil von 13,3% an Adler zu erwerben, wie es vom Luxemburger Immobilieninvestor Ende vergangene Woche hieß. Zieht Vonovia die Kaufoption, dann würde sich der Anteil von Aggregate an Adler damit halbieren. Zudem will Adler nun externe Prüfer einschalten, um die Vorwürfe eines Leerverkäufers mit Blick auf die Bilanz prüfen zu lassen. Der Shortverkäufer und Börsenspekulant Fraser Perring hatte zuvor mit seiner Investmentfirma "Viceroy" schwere Vorwürfe gegen das Unternehmen erhoben, was den Kurs daraufhin um ein Viertel auf zeitweise unter 10,00 Euro abstürzen ließ. Das Management der Adler-Gruppe wies die Beschuldigungen in der Vorwoche aber auf das Schärfste zurück, und betonte zugleich, dass die Prüfung des Portfoliowertes sowie von Zukäufen durch externe Prüfer erfolgt sei.

Vonovia wiederum teilte am vergangenen Freitag mit, die Kaufoption zu 14,00 Euro je Aktie über die nächsten 18 Monate ausüben zu können. Mit dem Finanzdeal habe man eine Gelegenheit im Markt ergriffen, so der Bochumer Wohnungsverwalter. Ohne Zeitdruck könne man nun den Immobilienbestand der Adler Group prüfen und auf diese Weise entscheiden, ob ein Einstieg bei Adler für das Unternehmen Sinn mache oder nicht. Die Immobilienbranche habe kein Interesse an einer instabilen Adler Group, hieß es weiter. Zusammen mit involvierten Banken hat Vonovia der Aggregate Holdings, der Meldung zufolge, offenbar einen Kredit zu marktüblichen Konditionen gewährt. Das Kreditvolumen würde sich im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich bewegen. Auf das operative Geschäft des Unternehmens sowie die Dividendenqualität dürfte dies aber keine Auswirkungen haben. Immerhin bietet die Aktie nach wie vor solide 3,2% an verlässlicher Rendite.

Wenn Sie den QIX Dividenden Europa Index nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Dividenden Europa Index von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Dividenden Europa. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

Bildquellen: Traderfox

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