17.03.2019 16:39

Buffetts-Lieblinge: Diese Beteiligungen von Berkshire sind gerade günstig zu haben

Schnäppchenjäger aufgepasst: Buffetts-Lieblinge: Diese Beteiligungen von Berkshire sind gerade günstig zu haben | Nachricht | finanzen.net
Schnäppchenjäger aufgepasst
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Studien belegen, dass Privatanleger, die das Portfolio von Berkshire Hathaway "nachbauen", erstaunliche Ergebnisse erzielen können. Aus diesem Grund lohnt es sich nun, einen Blick auf die günstigsten Lieblingsaktien von Warren Buffett zu richten.
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Mit der weltbekannten Value Investing-Anlagestrategie, welche Warren Buffett von seinem Lehrmeister Benjamin Graham erlernen durfte, gelang es dem Orakel von Omaha den Gesamtmarkt langfristig zu schlagen. Eine Studie zeigt sogar, dass Privatanleger, sofern sie die Aktien von Buffett zwischen 1976 und 2007, am letzten Tag des Monats an dem die Käufe veröffentlicht wurden, ebenfalls gekauft hätten, eine durchschnittliche Rendite von 24,58 Prozent pro Jahr hätten erzielen können.

44 Titel im Portfolio von Buffett

Ob sich eine derartige Strategie auch in Zukunft als lohnenswert erweisen wird, ist zwar nicht völlig ausgeschlossen, aber auch nicht absolut sicher. Dennoch kann es sich nun lohnen, einen genauen Blick in das Portfolio von Berkshire Hathaway zu werfen. Aus dem am 14. Februar 2019 von der US-Börsenaufsichtsbehörde veröffentlichten F-13 Formular, welches die Portfoliozusammensetzung des Starinvestors offenlegt, kann entnommen werden, dass Buffett gegenwärtig mindestens 44 unterschiedliche Aktien in seinem Depot hält.

Die drei günstigsten Aktien von Berkshire Hathaway

Von diesen 44 Aktien aus dem Portfolio von Berkshire Hathaway stechen Value-Investoren dabei drei Titel besonders ins Augen. Mit einem gegenwärtigen Kurs-Gewinn-Verhältnis für das aktuelle Geschäftsjahr von 4,9 bei American Airlines, 8 bei Goldman Sachs und 6 bei Teva Pharmaceutical sind nämlich genau diese drei Unternehmen aktuell diejenigen, welche aus fundamentalen Gesichtspunkten am günstigsten bewertet sind.

Goldman lockt mit Einstiegschance

Mit insgesamt 18.253.635 Goldman Sachs Aktien, die aktuell einen Gegenwert von rund 3,6 Milliarden US-Dollar haben, hält Berkshire Hathaway im Vergleich zu Wells Fargo oder der Bank of America nur eine kleine Position an der US-Investmentbank Goldman Sachs. Trotz der relativ geringen Positionsgröße lassen die Aktien von Goldman ihre Peergroup aus dem Buffett-Portfolio alt aussehen. Denn mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,8 sowie einer aktuellen Dividendenrendite von rund 1,8 Prozent sind die Anteilsscheine weit günstiger als die der Bank of America, Bank of New York, JPMorgan, Wells Fargo und der U.S. Bancorp.

Hoher Umsatz und wenig Gewinn

Mit einem aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 4,9 sind auch die Aktien von American Airlines gegenwärtig sehr günstig zu haben. Trotz einer relativ geringen Marktkapitalisierung von rund 14,26 Milliarden US-Dollar erzielte die Fluggesellschaft im Geschäftsjahr 2018 einen Umsatz von 44,54 Milliarden US-Dollar. Da der Nettoertrag im zurückliegenden Jahr jedoch von 2,59 Milliarden US-Dollar aus dem Vorjahr auf 2,12 Milliarden US-Dollar zurückging, stürzte auch der Aktienkurs in den Keller. Während die Anteilscheine vor rund 52 Wochen noch auf einem Niveau von 55 US-Dollar pendelten, notieren sie nun bei nur noch 32 US-Dollar.

Schnäppchenaktie - American Airlines

Dieser enorme Kursrücksetzer führte nun dazu, dass American Airlines die günstigste Beteiligung im Bereich der Fluggesellschaften von Berkshire Hathaway geworden ist. Andere Investitionen in diesem Sektor, wie zum Beispiel die Beteiligungen an Delta Air Lines, Southwest Airlines sowie United Continental, weisen hingegen KGVs von 7,56, 10,18 und 7,26 auf. Mit einer gegenwärtigen Positionsgröße von insgesamt 43.700.000 American Airlines-Aktien, die nun einen Wert von 1,4 Milliarden US-Dollar aufweisen, stellt jedoch auch die amerikanische Fluggesellschaft keine Basisinvestition im Portfolio von Buffett dar.

Buffett spekuliert auf den Turnaround bei Teva

Mit insgesamt 43 Millionen Anteilsscheinen von Teva Pharmaceutical, die einen aktuellen Gegenwert von rund 680 Millionen US-Dollar besitzen, hält Berkshire Hathaway auch am israelischen Generika-Hersteller nur eine spekulative Position. Trotz dieser minimalen Gewichtung im Gesamtportfolio sieht Buffett bei Teva scheinbar eine lukrative Turnaround-Chance. Diese Chance wird auch durch ein aktuelles Kurs-Gewinn-Verhältnis von 6 unterstrichen.

Die Kurse pendeln 75 Prozent unter ihrem Allzeithoch

Die Aktie der Ratiopharm-Mutter befindet sich seit Mitte 2015 in einem massiven Abwärtstrend. Mit einem aktuellen Kurs von 15,75 US-Dollar pendelt der Preis pro Aktie rund 75 Prozent unter seinem Höchstkurs aus dem Jahr 2015. Grund für den enormen Kursrücksetzer war die Übernahme der Generika-Sparte des irischen Pharmakonzerns Allergan, die im Jahr 2015 durchgeführte Akquisition kostete Teva insgesamt 40,5 Milliarden US-Dollar, davon wurden 33,75 Milliarden US-Dollar in bar ausbezahlt und 6,75 Milliarden in Aktien des eigenen Konzerns. Dadurch erhielt Allergan rund zehn Prozent an den ausstehenden Anteilen von Teva.

Milliardenübernahme belastet die Bilanz

Die milliardenschwere Übernahme von Allergan kam den israelischen Generikaproduzenten jedoch bitter zu stehen. Im Jahr 2017 musste der Konzern einen Netto-Fehlbetrag in Höhe von 16,4 Milliarden US-Dollar bekanntgeben. Mit aktuellen Nettoverbindlichkeiten in Höhe von 27,1 Milliarden US-Dollar schiebt der Konzern außerdem auch noch im Jahr 2019 einen riesigen Berg an Schulden vor sich her. Mit einem prognostizierten Erlös für das laufende Geschäftsjahr in Höhe von rund 17,2 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn pro Aktie zwischen 2,20 und 2,50 US-Dollar, befinden sich die Anteilsscheine nun jedoch auf einem sehr günstigen Niveau.

Nichts für schwache Nerven

Die drei ermittelten Schnäppchenaktien aus dem Portfolio von Berkshire Hathaway sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt zwar fundamental sehr günstig bewertet, dennoch eignen sie sich aktuell nur für sehr spekulative Investoren. Denn die preiswerten Bewertungen der drei genannten Unternehmen kamen ausschließlich durch erhebliche Kursverluste und nicht durch höhere Gewinne pro Aktie zu Stande.

Pierre Bonnet / finanzen.net

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Bildquellen: Paul Morigi/Getty Images for Fortune/Time Inc, NICHOLAS ROBERTS/AFP/Getty Images

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