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23.04.2018 20:13
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Analyst: Darum hat Warren Buffett sein Investment in Wells Fargo vergeigt

Schwache Performance: Analyst: Darum hat Warren Buffett sein Investment in Wells Fargo vergeigt | Nachricht | finanzen.net
Schwache Performance
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Auch Starinvestoren sind vor Fehlentscheidungen nicht gefeit: Warren Buffett hat bei seinem Investment in Wells Fargo einen entscheidenden Fehler gemacht, glaubt ein Experte.
Die Bilanz zum ersten Geschäftsquartal überzeugte auf den ersten Blick: Wells Fargo hat einen überraschend guten Jahresstart hingelegt und den Gewinn auf 5,5 Milliarden US-Dollar gesteigert. Doch Aktionäre konnten sich an den Zahlen nicht allzu lang erfreuen, denn kurz darauf haben US-Aufsichtsbehörden das Bankhaus zu einer Strafzahlung von 1,0 Milliarden US-Dollar verdonnert. Damit kommt den Wall-Street-Riesen der Skandal um fingierte Konten und andere dubiose Geschäftspraktiken teuer zu stehen. Und nicht nur Wells Fargo sieht seine Gewinne schrumpfen, auch Anteilseigner - allen voran der Starinvestor Warren Buffett - haben schon seit geraumer Zeit keine Freude mehr an ihrem Investment.

Aktie läuft seitwärts

Seit rund drei Jahren läuft die Aktie von Wells Fargo seitwärts. Auf zwischenzeitlich massive Kurseinbrüche folgten zwar Erholungsbewegungen, aber in den Depots der Anleger kam davon nicht allzu viel an: 4,2 Prozent hat die Aktie innerhalb der vergangenen drei Jahre verloren, in den letzten zwölf Monaten betrug das Minus noch rund zwei Prozent. Damit entpuppt sich die ehemalige Lieblingsaktie von Warren Buffett als faules Ei, während andere Investments des "Orakels von Omaha" der Bankaktie um Längen davonlaufen.

Analyst nennt Buffetts größten Fehler

Glücklich dürfte die Investorenlegende mit seiner Wells-Fargo-Beteiligung aktuell also nicht sein. Doch ein Verkauf der Aktien ist schwierig, was den Starinvestor zur Flucht nach vorne treibt: Er ziehe seine Beteiligung als Langfrist-Investment nicht in Zweifel, so Buffett noch im Herbst. Wells Fargo sei "eine großartige Bank, ebenso wie die Bank of America". Zwar seien Fehler gemacht worden, die würden nun aber korrigiert.

Fehler hat aber nicht nur das Management von Wells Fargo gemacht, ein Analyst gibt auch Buffett eine Mitschuld daran, dass er nun auf Anteilsscheinen der Skandalbank sitzt. "Warren Buffett hat es einfach vergeigt", so Dick Bove, Bankenexperte im Analystenteam von Hilton Capital Management. "Die Leute, die er damit beauftragt hatte, ihm Informationen über dieses Unternehmen zu geben, haben den Konzern nicht genau genug beobachtet, deshalb wurden immer wieder einige ungeheuerliche Fehler auf einer konstanten Basis gemacht, und diese wurden nie ausgemerzt", so Bove gegenüber dem US-Fernsehsender "FOX".

Bankaktien vor schwierigen Zeiten

Doch die Skandale bei Wells Fargo sieht der Experte nicht als einzigen Grund für die schwache Performance: Er sieht die Branche allgemein in schwierigem Fahrwasser. Auch wenn die Zahlen der Wall-Street-Riesen die Markterwartungen mehrheitlich schlagen konnten, Bove glaubt nicht daran, dass sich dies auch in der Entwicklung der Banken-Aktienkurse niederschlagen wird. "Wenn man das Kapitalmarktgeschäft und die einmaligen Ereignisse ausblendet, zeigt sich, dass diese Banken keine Geschäfte machen, und das ist das Hauptproblem", so der Experte kürzlich gegenüber "CBNC". "Das einzige, was funktioniert, ist die Kreditvergabe an den Mittelstand", zeigte sich Bove skeptisch.

Warren Buffett sollte das Team, das er mit der Beobachtung seiner Investments beauftragt hat, vor diesem Hintergrund möglicherweise etwas genauer hinschauen lassen. Denn der Starinvestor hat neben Wells Fargo mit der Bank of America, der Bank of New York Mellon und U.S. Bancorp noch weitere Finanzhäuser im Depot seiner Investmentholding Berkshire Hathaway.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Kristall Kennell / Shutterstock.com, Michael Buckner/Getty Images

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