SENTIMENT/US-Anleger bullisch - Deutsche gespalten
DOW JONES--Fast unverändert bullisch zeigen sich Anleger an der Wall Street. Wie die aktuelle Umfrage des US-Anlegerverbandes AAII zeigt, erhöhte sich das Bullenlager in der vergangenen Woche sogar noch leicht auf 42,5 nach 42,0 Prozent. Bei den Bären ging es auch nach oben auf 30,0 nach zuvor 27,0 Prozent. Dies liegt jedoch noch immer unter dem historischen Durchschnitt. Die ausgeprägten Richtungsmeinungen der US-Anleger gingen auf Kosten der Neutralen, deren Marktanteil auf 27,5 Prozent schrumpfte. Unter dem Strich ist damit an den US-Börsen kein Ende der Hausselaune erkennbar.
Auch in Deutschland zeigt sich ein gesunder Optimismus der Anleger ohne Anzeichen von Übertreibungen. Wie Sentiment-Experte Joachim Goldberg im Rahmen seiner Umfrage im Auftrag der Börse Frankfurt feststellt, gibt es keine Euphorie trotz Allzeithochs.
Im Lager der Profi-Anleger hätten sogar 6 Prozent Aktien verkauft und ebenso viele seien auf die Short-Seite gewechselt. Goldberg vermutet hier aber unterschiedliche Motive, jedenfalls keinen abrupten Wechsel in den Pessimismus. Der Sentiment-Index dieser Gruppe stehe auf plus 4 Punkten. Ganz anders sehe es bei der Gruppe der Privatanleger aus. Hier haben 14 Prozent Aktien gekauft, 4 Prozent ihre Short-Positionen geschlossen. Der Sentiment-Index dieser Gruppe steigt auf plus 25 Punkte.
Die Erwartungen beider Gruppen klaffen damit weit auseinander: Für Goldberg liegt das vor allem an sehr aktiven Profis, die möglichst schnell von einem Rücksetzer profitieren möchten - aber nicht um echte Skeptiker. Unter dem Strich sieht der Sentiment-Experte daher einen leicht positiven Unterton für den Jahresbeginn.
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mod/flf
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January 08, 2026 05:43 ET (10:43 GMT)