Der niederländische Einzelhandelskonzern Ahold hat auch im zweiten Quartal den harten Wettbewerb und einen starken Euro zu spüren bekommen.
Die Umsätze des vor allem in den USA und den Niederlanden starken Supermarktbetreibers sanken im Jahresvergleich unerwartet kräftig um gut vier Prozent auf 7,42 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Zaandam mitteilte. Ohne Wechselkurseffelte hätte das Minus gut ein Prozent betragen. Zudem drückten eingeleitete Sparmaßnahmen und Preissenkungen zunächst auf die Ergebnisse: So fiel der Nettogewinn um fast 30 Prozent auf 147 Millionen Euro, das operative Ergebnis um mehr als ein Fünftel auf 260 Millionen Euro. Aus den Vergleichswerten des Vorjahrs hat Ahold das verkaufte Geschäft in der Slowakei herausgerechnet.
Besonders schwach erwies sich das wichtige Geschäft in den USA mit einem Umsatzrückgang von über sechs Prozent, wobei maßgeblich - aber nicht nur - der starke Euro ins Gewicht fiel. In den Staaten erzielt der Konzern rund sechs Zehntel seiner Erlöse. Auch hier werde der Wettbewerb härter, sagte Konzernchef Dick Boer in einer Telefonkonferenz. In den Niederlanden hielten sich die Verkäufe mit einem kleinen Plus zwar stabil. Preissenkungen und der Konkurrenzkampf im Handel schmälerten aber die Marge, zudem fielen Kosten für den Organisationsumbau an. Lichtblick im Konzern war insbesondere der Onlinehandel. Auf vergleichbarer Basis zogen die Umsätze im Internet um 19 Prozent an. Nach wie vor steht das Ziel, in diesem Jahr konzernweit wie im vergangenen Jahr rund 300 Millionen Euro einzusparen - die wiederum direkt in die Wettbewerbsfähigkeit investiert werden sollen./men/stkZAANDAM (dpa-AFX)