Neu: Nutzen Sie neue Funktionen auf finanzen.net als Erstes - hier informieren!
05.05.2021 15:36

EnBW-Chef: Verbraucher sollten nicht für Netzausbau zahlen - EnBW zieht Schlussstrich unter Streit um Russlandgeschäfte

Steuerzahler im Blick: EnBW-Chef: Verbraucher sollten nicht für Netzausbau zahlen - EnBW zieht Schlussstrich unter Streit um Russlandgeschäfte | Nachricht | finanzen.net
Steuerzahler im Blick
Folgen
Verbraucher sollten aus Sicht des Energiekonzerns EnBW nicht die Kosten für Ausbau und Sanierung der Stromnetze schultern müssen.
Werbung
Das sei nicht die Aufgabe des Steuerzahlers, sagte EnBW-Chef Frank Mastiaux am Mittwoch bei der Online-Hauptversammlung des Karlsruher Versorgers.

Zwar sei angesichts der nötigen Arbeiten und den damit verbundenen Kosten in den kommenden Jahren ein Anstieg der durchschnittlichen Netzentgelte zu erwarten, so Mastiaux. Die Folgen seien aber auch von politischen Entscheidungen der neuen Bundesregierung abhängig. "Aus Verbrauchersicht muss es daher nicht zu einer Kostenlawine kommen."

Auch Konsequenzen für die EnBW aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Nachbesserungen beim Klimaschutz seien noch nicht absehbar, sagte der Konzernchef. Die Klimaziele dürften nachgeschärft werden, aber dies mache der Gesetzgeber voraussichtlich nicht mit Blick auf die individuellen Ziele einzelner Unternehmen.

Die EnBW baut ihr Geschäftsfeld seit Jahren um, weg von Kohle- und Atomstrom hin zu erneuerbaren Energien. Deutliche Zuwächse von 8 bis 15 Prozent erwartet der Konzern in diesem Jahr deshalb vor allem im Geschäftsfeld "Nachhaltige Erzeugungsinfrastruktur". Mastiaux stellte hier einen Ergebnisbeitrag von 1,38 bis 1,48 Milliarden Euro in Aussicht. "Dabei wird der größte Teil mit etwa 900 Millionen Euro auf die erneuerbaren Energien entfallen."

EnBW zieht Schlussstrich unter Streit um Russlandgeschäfte

Der Karlsruher Energiekonzern EnBW hat einen Schlussstrich unter den Rechtsstreit mit Technik-Vorstand Hans-Josef Zimmer um umstrittene Russlandgeschäfte gezogen. Es ging um Forderungen von fast 90 Millionen Euro. Hintergrund waren fragwürdige Verträge mit dem russischen Lobbyisten Andrey Bykov, für die es keine ausreichende Gegenleistung gegeben habe und die dem Konzern nach früheren Angaben etwa 130 Millionen Euro Schaden verursacht haben.

Mit einer deutlichen Mehrheit von 99,99 Prozent stimmte die Hauptversammlung am Mittwoch einem Vorschlag von Aufsichtsrat und Vorstand zu, einen Vergleich mit Zimmer einzugehen. Wegen "mehrerer Ereignisse" wie Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft habe die Lage neu bewertet werden müssen, erklärte Vorständin Colette Rückert-Hennen bei der digitalen Veranstaltung. Demnach seien die Erfolgsaussichten für den Konzern inzwischen geringer als für Zimmer.

In einem Bericht von Aufsichtsrat und Vorstand - ohne Zimmer - heißt es: "In der Gesamtschau überwiegen (...) das Interesse der EnBW AG und des Unternehmens, die rechtliche Aufarbeitung der Russlandgeschäfte endgültig abzuschließen und einen Schlussstrich zu ziehen." Dem Vergleich zufolge nehmen die EnBW und ihre Tochter EnKK ihre Haftungsklagen zurück, Zimmer stimmt dem zu. Alle Beteiligten verzichten auf einen Kostenausgleich.

Zimmer hatte im Sommer 2010 nach Bekanntwerden der Vorwürfe seinen Vorstandsposten niedergelegt. Anfang 2012 kehrte er in sein Amt zurück. Ende Mai geht der 62-Jährige in den Ruhestand. Die Aufgaben werden erweitert und aufgeteilt auf die neuen Vorstandsposten "Systemkritische Infrastruktur" und "Erzeugungs-Infrastruktur".

(dpa-AFX)

Ausgewählte Hebelprodukte auf EnBW
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf EnBW
Long
Short
Hebel wählen:
5x
10x
Name
Hebel
KO
Emittent
Bildquellen: EnBW

Nachrichten zu EnBW

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu EnBW

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
08.12.2010EnBW holdSociété Générale Group S.A. (SG)
14.09.2010EnBW Energie Baden-Württemberg holdSociété Générale Group S.A. (SG)
01.07.2010EnBW "hold"Société Générale Group S.A. (SG)
21.04.2010EnBW "hold"Société Générale Group S.A. (SG)
17.09.2009EnBW buySociété Générale Group S.A. (SG)
17.09.2009EnBW buySociété Générale Group S.A. (SG)
08.12.2010EnBW holdSociété Générale Group S.A. (SG)
14.09.2010EnBW Energie Baden-Württemberg holdSociété Générale Group S.A. (SG)
01.07.2010EnBW "hold"Société Générale Group S.A. (SG)
21.04.2010EnBW "hold"Société Générale Group S.A. (SG)
31.07.2009EnBW holdSociété Générale Group S.A. (SG)

Keine Analysen im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.

Eventuell finden Sie Nachrichten die älter als ein Jahr sind im Archiv

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für EnBW nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Ukraine-Krieg im Ticker: DAX geht etwas fester ins Wochenende -- US-Börsen schließen stark-- Siemens nimmt Milliarden-Abschreibung auf Siemens Energy vor -- Commerzbank, TUI, JENOPTIK, BMW im Fokus

BMW: Empfindlicher Dämpfer bei US-Verkäufen. USA bestellt erneut Affenpocken-Impfstoff bei Bavarian Nordic. Porsche setzt in den USA im zweiten Quartal mehr Autos ab. Salmonellen-Schokolade von Barry Callebaut ist nicht in Läden gelangt. BASF und MAN wollen gemeinsam riesige Wärmepumpe in Ludwigshafen bauen.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

mehr Top Rankings

Umfrage

Goldpreis im Fokus der Anleger: Sind Sie in Gold investiert?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln