15.07.2016 15:25

Mit Pokémon Go Geld verdienen - so geht’s

Traumberuf Pokémon-Trainer: Mit Pokémon Go Geld verdienen - so geht’s | Nachricht | finanzen.net
Traumberuf Pokémon-Trainer
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In den 90er-Jahren wollten viele Kinder gerne Pokémon-Trainer werden. Nun - 20 Jahre später - ist das tatsächlich möglich. Unter anderem. Denn es gibt viele Wege, mit der gefeierten App Pokémon Go nebenbei Kasse zu machen.
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"Pokémon-Trainer" könnte unter Umständen bald zu einem völlig legitimen Posten in Lebensläufen werden. Denn kaum ist die App Pokémon Go wenige Tage auf dem Markt, existieren tatsächlich bereits Stellenausschreibungen, die genau das suchen: Einen erfahrenen Pokémon-Trainer - gegen Bezahlung, versteht sich. Eine solche Stelle schrieb beispielsweise das Start-Up "maple apps" aus Köln aus. Das Unternehmen, dessen neuestes Produkt eine Trainings-App für Pokémon Go ist, sucht einen Pokémon Go-Trainer, der jedoch nicht nur seine eigenen Pokémon trainieren soll, sondern auch Pokémon Go-Spieler rund um den Globus via Chat.

Anforderungen: Ein Nerd sein

Was eventuelle Bewerber mitbringen müssen? "Wir sind alle Nerds, du solltest auch einer sein", steht unter anderem wortwörtlich in der Stellenbeschreibung. Außerdem sind neben "gute(n) Kommunikationsskills" und "außergewöhnlich gute(n) Englischkenntnisse(n)" aber selbstverständlich auch ein exzellentes Pokémon-Fachwissen sowie ein höheres Spielelevel als das aller anderen Mitarbeiter gefordert. Dem erfolgreichen Bewerber winken dabei unter anderem "ein Team voller Nerds" und "ein Arsenal von ungefähr 50 Nerv Guns". Wer sich zu diesem Posten berufen fühlt, solle das Unternehmen jedoch lediglich auf Englisch kontaktieren und in exakt vier Sätzen kreativ beschreiben, was einen für den Trainer-Posten qualifiziert - herkömmliche Bewerbungsunterlagen werden nicht benötigt.

Die Pokémon von anderen trainieren

Auch Einzelpersonen haben bereits begonnen ihre Trainer-Fähigkeiten zu Geld zu machen. Eine 24-jährige New Yorkerin schaltete beispielsweise jüngst eine Kleinanzeige, in der sie anbot, sich für ein paar Stunden in den Account eines beliebigen Trainers einzuloggen und diesen ganz nach Wunsch zu leveln. Dies beinhaltet natürlich das Fangen der Pokémon, das Ablaufen diverser Pokéstops und - falls gewünscht - auch die fotografische Dokumentation ihrer Arbeit.

Für fußfaule Trainer: Das Pokémon-Taxi

Dass das viele Laufen beim exzessiven Pokémon-Spielen anstrengend werden kann, haben einige Pokémon-Trainer bereits gemerkt. Einzelne "private Fahrdienstleister" haben hier bereits eine Marktlücke erkannt und teilweise Kleinanzeigen geschaltet, in denen sie Pokémon Go-Spielern anbieten, sie gegen Geld so lange sie wollen durch die Gegend zu fahren - um bequem Pokémon aus dem Auto heraus zu fangen. Ein ähnliches Angebot fand sich beispielsweise in den eBay-Kleinanzeigen im Umkreis von Berlin. Kostenpunkt: 20 Euro die Stunde. Einziger Wermutstropfen: Auch für einen Pokémon-Fahrdienst ist eine Taxilizenz von Nöten, über die die meisten der Fahrdienstanbieter aktuell nicht verfügten und ihre Anzeigen daraufhin wieder deaktivieren mussten. Der ein oder andere Taxi-Anbieter könnte sich darüber aber eventuell in naher Zukunft Gedanken machen.

Aus Pokéstops Gewinn schlagen

Auch einen der sogenannten Pokéstops in der Nähe zu haben, kann den Rubel ordentlich rollen lassen. Denn diese Punkte werden von Pokémon Go-Trainern regelmäßig frequentiert, da sich dort Pokébälle, Tränke und ähnliche Items für lau abgreifen lassen. Praktisch also, wenn sich ein solcher Pokéstop in Reichweite in der unmittelbaren Nachbarschaft befindet. Ein 21-jähriger Student aus Frankfurt am Main hat nun beispielsweise seine Wohnung mit Pokéstop-Vorteil erfolgreich zur Untermiete angeboten. Die mobile "Aufladestation" befindet sich sogar in Sichtweite: Vor dem Küchenfenster befindet sich ein Streetart-Schachbrett, das in der Pokémon Go-App zum Pokéstop auserkoren wurde, wie der Student dem "Handelsblatt" verriet.

Mit Pokémon-Ködern die Pokémon-Freunde anlocken

In weit größerem Stil profitieren aktuell Geschäfte und Restaurants von Pokéstops in der unmittelbaren Umgebung. In Australien haben Gaststättenbesitzer die Pokémon-Vorteile längst für sich entdeckt. Zu regelmäßigen Zeiten zünden diese in ihren Lokalen Pokémon-Köder, die seltene Taschenmonster direkt zu ihnen locken. Davon profitieren dann die Pokémon-Trainer unter den Restaurantgästen. Für 100 dieser speziellen Lockmittel müssen die jeweiligen Gastwirte aktuell mindestens 68 Dollar auf den Tisch legen.

Demnächst möglich: Pokéstops buchen

Die "Financial Times" hat jüngst berichtet, dass es künftig bei den In-App-Käufen bei Pokémon Go auch die Möglichkeit geben soll "sponsored locations" auszuwählen. Dort können Händler, Restaurantbesitzer oder Veranstalter von Events eigene Pokéstops buchen, um Pokémon Go-Spieler zu ihnen zu locken. Niantic, der Hersteller von Pokémon Go, hat dieses Prinzip bereits erfolgreich beim Augmented Reality-Game "Ingress" angewendet.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: TK Kurikawa / Shutterstock.com, Syafiq Adnan / Shutterstock.com

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