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02.12.2019 18:56
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Wall Street-Legende: Der Markt ist eigentlich noch unterbewertet

Trotz Bullenmarkt: Wall Street-Legende: Der Markt ist eigentlich noch unterbewertet | Nachricht | finanzen.net
Trotz Bullenmarkt
Blackstone-Experte Byron Wien hält den US-Markt trotz der jüngsten Rekordserie noch nicht für überbewertet. Seiner Meinung nach gibt es sogar noch Luft nach oben.
• Bullenmarkt ist laut Byron Wien noch nicht am Ende
• S&P 500 unter seinem fairen Wert
• Keine Anzeichen für Blase wie 1999 oder 2006

Der amerikanische Aktienmarkt hat in den letzten Monaten einen starken Lauf hingelegt und zahlreiche US-Indizes konnten dabei neue Höchststände markieren. Viele Anleger fragen sich nun jedoch, ob die Zeit der Kursgewinne womöglich bald vorbei sein könnte. Wall Street-Experte Byron Wien gibt jedoch Entwarnung.

Byron Wien: Skepsis am Markt ist übertrieben

In einem Interview mit "CNBC" versicherte Wien, der laut Medien als einer der einflussreichsten und meistgelesenen Menschen der Wall Street gilt, dass es momentan noch keinen Grund zur Sorge gibt: "Es herrscht eine ganze Menge Skepsis in Bezug auf den Markt", so der 86-jährige Investor. "Wir haben jetzt seit mehr als zehn Jahren einen Bullenmarkt und die Menschen denken, dass das nicht für immer weitergehen kann - und damit haben sie recht. Es kann nicht für immer so weitergehen. Aber es kann noch ein Weilchen länger so weitergehen."

Als Grund für seinen Optimismus nennt Wien, der mittlerweile seit 50 Jahren an der Wall Street aktiv ist und sich in dieser Zeit vor allem unter institutionellen Investoren einen sehr guten Ruf aufgebaut hat, vor allem die lockere Geldpolitik der Zentralbanken weltweit. Diese sei der maßgebliche Treiber für den Aktienmarkt seit 2008. "Wenn die Liquiditätsflut aufhört, kann man anfangen, sich Sorgen zu machen. Aber bisher hat die Liquiditätsflut noch nicht aufgehört", so der Experte mit Blick auf die herrschende Skepsis am Markt. Auch abgesehen vom Kurs der Notenbanken gäbe es weltweit einiges, worüber man sich Sorgen machen könne, glaubt Wien, der aktuell als stellvertretender Vorsitzender der Vermögensveraltungssparte von Blackstone tätig ist. Aber auch diese Sorgen würden noch für einige Zeit nicht beginnen real zu werden.

"Der Markt befindet sich unter seinem fairen Wert"

Bis dahin sieht Byron Wien noch Chancen am Markt, denn der sei - entgegen der Auffassung vieler Menschen - nicht überbewertet, sondern eigentlich sogar noch unterbewertet. Der S&P 500 weise mit Blick auf die im kommenden Jahr erwarteten Gewinne der Unternehmen zwar ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18 auf, das sei momentan aber keine übertriebene Bewertung. "Bei diesen Zinssätzen befindet sich der Markt in Wahrheit unter seinem fairen Wert", sagte der Experte gegenüber "CNBC", ohne jedoch ein konkretes KGV zu nennen, bei dem der Markt seiner Meinung nach fair bewertet wäre. Historisch gesehen liegt das durchschnittliche KGV des S&P 500 übrigens bei 15 und damit unter dem aktuellen Wert.

Der Experte ist sich jedoch sicher: Der Markt "hat immer noch etwas Raum für eine Aufwärtsbewegung", denn die niedrigen Zinsen würden die Bewertungen in einem attraktiven Bereich halten. Außerdem weise auch die Stimmung am Markt nicht darauf hin, dass es eine Blase gibt, die kurz vor dem Platzen steht. "Mit Blick auf die Marktperformance in diesem Jahr hätte man eigentlich etwas Euphorie erwartet, aber der Markt zeigt keine Euphorie. Zumindest aus meiner Sicht nicht", so die Wall Street-Legende. "Es ist überhaupt nicht wie 2006 oder 1999", führte Wien gegenüber "CBNC" mit Blick auf die Jahre vor der Finanzkrise und dem Platzen der Dotcom-Blase weiter aus. Damals war die Stimmung am Markt ausgelassen, es wurden immer mehr Aktien gekauft und die Kurse immer höher getrieben - bis die Blase platzte und es zum Crash kam. Das sei momentan laut dem Investor aber nicht der Fall. Stattdessen werde immer noch viel Geld aus Aktienfonds abgezogen und auch Hedgefonds würden nicht übermäßig auf Aktien setzen. Für den Investor, der im Rahmen seiner Strategie die allgemeine Anlegerstimmung mit großer Vorsicht betrachtet, ist das offenbar ein gutes Zeichen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: iQoncept / Shutterstock.com, AshDesign / Shutterstock.com
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