ÜBERBLICK am Morgen/Konjunktur, Zentralbanken, Politik
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires.
Deutscher Auftragseingang im November viel höher als erwartet
Der Auftragseingang der deutschen Industrie ist im November vor allem aufgrund von Großaufträgen deutlich höher als erwartet gewesen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhten sich die Bestellungen gegenüber dem Vormonat um 5,6 Prozent und lagen kalenderbereinigt um 10,5 (Oktober: minus 0,7) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten dagegen einen monatlichen Rückgang um 0,8 Prozent prognostiziert. Der für Oktober vorläufig gemeldete monatliche Anstieg von 1,5 Prozent wurde zudem auf 1,6 Prozent revidiert. Ohne Großaufträge lagen die Auftragseingänge im November allerdings nur um 0,7 Prozent höher.
Deutscher Industrieumsatz steigt im November um 2,7 Prozent
Der preisbereinigte Umsatz im verarbeitenden Gewerbe Deutschlands ist im November kräftig gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, erhöhte er sich gegenüber dem Vormonat um 2,7 Prozent. Der für September vorläufig gemeldete monatliche Umsatzanstieg von 0,3 Prozent wurde auf 0,4 Prozent revidiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Umsatz im November kalenderbereinigt um 0,1 Prozent niedriger.
Öffentliches Finanzierungsdefizit nach 9 Monaten bei 107,6 Mrd Euro
Die Öffentliche Hand in Deutschland hat in den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 ein Finanzierungsdefizit von 107,6 Milliarden Euro verzeichnet. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) in seinem Bericht zum Öffentlichen Gesamthaushalt mitteilte, waren das 67 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben im Rahmen des Gesamthaushalts stiegen um 5,6 Prozent und die Einnahmen um 6,0 Prozent. Demnach verzeichneten alle Ebenen des Öffentlichen Gesamthaushalts − Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung - ein Minus. Zwar trug der Bund wie in den Vorjahren seit 2020 den größten Anteil des Gesamtdefizits, jedoch ist das Finanzierungsdefizit bei den Gemeinden weiter gewachsen.
Trump-Team entwirft Plan zur Kontrolle des venezolanischen Öls - Kreise
US-Präsident Donald Trump und seine Berater planen eine weitreichende Initiative, um die Ölindustrie Venezuelas in den kommenden Jahren zu dominieren. Trump hat Mitarbeitern gegenüber erklärt, dass seine Bemühungen dazu beitragen könnten, die Ölpreise auf sein bevorzugtes Niveau von 50 Dollar pro Barrel zu senken, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten. Ein derzeit diskutierter Plan sehe vor, dass die USA Einfluss auf die staatliche venezolanische Ölgesellschaft Petróleos de Venezuela SA (PdVSA) nehmen, auch auf den Erwerb und die Vermarktung des Großteils der Ölproduktion des Unternehmens.
Trump will Rüstungsbranche Dividendenzahlungen und Rückkäufe verbieten
Die Aktien von US-Rüstungsunternehmen wie Lockheed Martin und Northrop Grumman haben am Mittwoch deutliche Kursverluste verbucht, nachdem Präsident Donald Trump ankündigte, Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe der Branche zu blockieren und gegen die seiner Meinung nach "überhöhte Vergütung von Führungskräften" vorzugehen, bis die Branche die Produktion und Wartung von Militärausrüstung beschleunigt. Obwohl die Regierung Trump erheblichen Einfluss auf große Rüstungsaufträge hat, war zunächst nicht klar, wie der Präsident solche Zahlungen unabhängiger Unternehmen genau blockieren will.
Trump will Investoren Kauf von Einfamilienhäusern verbieten
US-Präsident Donald Trump will großen institutionellen Investoren den Kauf von Einfamilienhäusern verbieten. "Ich werde unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um großen institutionellen Investoren den Kauf weiterer Einfamilienhäuser zu verbieten, und ich werde den Kongress auffordern, dies gesetzlich zu verankern. Menschen leben in Häusern, nicht Unternehmen", erklärte Trump am Mittwoch in einem Beitrag in den sozialen Medien. Es ist unklar, ob Trump das Verbot ohne Zustimmung des Kongresses durchsetzen kann. Er kündigte an, in den kommenden Wochen weitere Pläne für den Wohnungsbau und bezahlbaren Wohnraum vorzulegen.
Schweiz Dez Verbraucherpreise unverändert gg Vormonat
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January 08, 2026 03:00 ET (08:00 GMT)