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23.09.2019 19:42
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Geheime Formeln: So berechnen Cannabis-Unternehmen, wann sie auf den US-Markt dürfen

US-Legalisierung im Fokus: Geheime Formeln: So berechnen Cannabis-Unternehmen, wann sie auf den US-Markt dürfen | Nachricht | finanzen.net
US-Legalisierung im Fokus
Für kanadische Cannabis-Unternehmen ist es schwierig abzuschätzen, wann sie mit einer Expansion auf den US-Markt rechnen dürfen. Hierbei schaffen scheinbar mathematische Formeln Abhilfe.
• US-Legalisierung lässt noch auf sich warten
• Kanadische Cannabis-Unternehmen wappnen sich für Expansion
• So tricksen Aurora und Canopy bei US-Investitionen

Cannabis-Legalisierung in den USA noch in der Ferne?

Seit der Legalisierung von Cannabis in Kanada gilt der Markt für das grüne Gold als äußerst vielversprechend. Auch in anderen Ländern wird seitdem viel ernsthafter über eine mögliche Entkriminalisierung von Cannabis diskutiert. Dabei steht oft insbesondere der medizinische Gebrauch des Krauts im Vordergrund. Daneben gibt es einige Länder, in denen Cannabis zwar illegal ist, aber der private Gebrauch oder die Freizeitnutzung erlaubt. Das gilt auch für einige Bundesstaaten der USA: Alaska, Kalifornien, Colorado, Main, Massachusetts, Nevada, Oregon, Washington, Washington DC, Illionois und Vermont haben dies zugelassen. Für die medizinische Nutzung ist das Rauschmittel gar in 30 der 50 Bundesstaaten erlaubt. Allerdings bleibt der Gebrauch, Besitz und Verkauf auf nationaler Ebene in den USA verboten.

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Dennoch sind die USA für kanadische Cannabis-Unternehmen ein Markt mit enormen Potential. Aus diesem Grund lohnt es sich für die Hanf-Produzenten, sich bereits jetzt strategisch so vorzubereiten, damit sie, sobald die bundesweite Legalisierung kommt, bereits in den Startlöchern stehen. Dabei gestaltet es sich als äußerst schwierig für die Unternehmen einzuschätzen, wann es denn so weit sein könnte. Um trotzdem planen zu können, nutzen sie geheime Formeln aus der Buchhaltung, wie MarketWatch jüngst berichtete.

Die Bestimmungen der Börse Toronto

Offenkundig wurde dies bei der letzten Bilanzvorlage von Aurora Cannabis. Auch Canopy Growth legte bei der Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen ähnliche Berechnungen vor. Hintergrund ist, dass beide Unternehmen in US-amerikanische Cannabis-Unternehmen mithilfe von Optionsscheinen investiert sind, um für den Fall der Fälle bereits einen Fuß in den USA zu haben. Da der Verkauf von Cannabis in den USA jedoch auf nationaler Ebene verboten ist, dürfen sie die US-Unternehmen von Rechts wegen derzeit nicht besitzen. Tun sie es doch, riskieren sie gemäß den Forderungen der Börse Toronto, an der die beiden Cannabis-Produzenten gelistet sind, ein Delisting.

Beispiel: Aurora Cannabis - Australis Capital

Ein Beispiel hierfür ist Australis Capital. Das Investment-Unternehmen ist in den USA tätig und zielt vorrangig auf den dortigen Cannabis-Markt ab. Australis gehörte vor den erwähnten Bestimmungen der Börse Toronto zu Aurora Cannabis. Um einem Delistung zu entgehen, kappte Aurora jedoch die Verbindung zu dem US-Pendant, behielt sich mithilfe von Optionsscheinen jedoch die Möglichkeit vor, Anteile an dem US-Investment-Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt zurückzukaufen. Dennoch muss der Wert der Optionsscheine in der Bilanzvorlage des Unternehmens auftauchen.

Allerdings berichtet MarketWatch, dass es für die Unternehmen kein Leichtes ist, den Wert der Anteile an US-Hanfproduzenten zu ermitteln. Und so werden die geheimen Formeln notwendig, mit deren Hilfe die kanadischen Cannabis-Hersteller ermitteln wollen, wann genau sich ihre US-Investitionen auszahlen, nämlich dann, wenn das Kraut in den USA bundesweit legalisiert wird. Dieser "Wahrscheinlichkeitsfakor" tauchte in der Bilanzvorlage von Aurora Cannabis auf, wie MarketWatch berichtet, die genaue Formel wurde jedoch nicht offengelegt.

So bewertete Aurora Cannabis die Optionsscheine an Australis in der jüngsten Bilanzvorlage mit 9,6 Millionen Kanadischen Dollar. Zu einem vorherigen Zeitpunkt hatte Aurora diese Anteile noch mit betrieblichen Kosten von 500.000 Kanadischen Dollar bewertet. Wie MarketWatch zitiert, sei die Wertveränderung angepasst worden mit Bezug auf "einen Wahrscheinlichkeitsfaktor von der Legalisierung von Cannabis in den USA unter Bundes- und gewissen Landesgesetzen".

Canopy Growth - Acreage Holdings

Daneben wandte auch Canopy Growth bei der Veröffentlichung der jüngsten Quartalszahlen ein ähnliches Berechnungsmodell an. Hierbei ging es um die Rechte, die der Hanfproduzent an dem US-Cannabis-Unternehmen Acreage Holdings hält. Denn auch Canopy Growth sicherte sich das Recht zu, das US-Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt zu übernehmen.

Wie wahrscheinlich es tatsächlich ist, dass Cannabis auch in den USA bald auf nationaler Ebene legalisiert wird, steht aktuell noch in den Sternen. Allerdings signalisierten Aurora und Canopy jüngst die Bereitschaft, auch schon vor der vollständigen Legalisierung Fuß fassen zu wollen, wie MarketWatch berichtet. Es bleibt also spannend.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Jarretera / Shutterstock.com, Yellowj / Shutterstock.com

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