24.05.2017 12:08

EZB sieht in möglicher Korrektur am Anleihenmarkt eine Gefahr

"Risiken beträchtlich": EZB sieht in möglicher Korrektur am Anleihenmarkt eine Gefahr | Nachricht | finanzen.net
"Risiken beträchtlich"
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Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht in einer möglichen Korrektur am Anleihenmarkt eine Gefahr für die Finanzstabilität im Euroraum.
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"Die Risiken für eine Neubewertung an den globalen Rentenmärkten bleiben beträchtlich", erklärte die EZB in ihrem halbjährlichen Bericht zur Finanzstabilität. "In der Eurozone könnte es zu Übersprungeffekten durch höhere Renditen in anderen Industrieländern kommen, insbesondere in den USA." Da Investoren die Laufzeiten in ihren Anleihenportfolios verlängerten, seien sie einem erhöhten Marktrisiko ausgesetzt.

   Auch die Banken in der Eurozone seien weiter verletzlich, urteilte die EZB. Zwar habe der Druck auf die Banken in den vergangenen sechs Monaten nachgelassen, da deren Aktien kräftig gestiegen seien; doch die Niedrigzinsen seien immer noch eine Belastung für die Gewinne der Institute. In einigen Regionen gebe es zudem große Bestände an leistungsgestörten Krediten. In mehreren Banksektoren bestünden auch Strukturprobleme fort, wie Überkapazitäten, geringe Diversifikation und ineffiziente Kostenstrukturen.

   Der anhaltende Konjunkturaufschwung habe die Aussichten für die Nachhaltigkeit der Staatsschulden in der Eurozone verbessert. Eine längere Phase von geopolitischen Turbulenzen könnte jedoch das Wachstum dämpfen und zu höheren Risikoprämien führen, warnte die EZB. Das könnte zu höheren Finanzierungskosten führen und Sorgen über die Schuldentragfähigkeit in einigen Ländern auslösen.

   In dem Brexit-Prozess sieht die EZB kein Hauptrisiko für die Finanzstabilität in der Eurozone. Die EU will die Verhandlungen über den EU-Austritt Großbritanniens knapp zwei Wochen nach den britischen Parlamentswahlen beginnen. Er hoffe auf einen Start in der Woche ab dem 19. Juni, sagte EU-Chefunterhändler Michel Barnier vor wenigen Tagen. Zunächst wählen die Briten am 8. Juni ein neues Parlament.

   FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: Petronilo G. Dangoy Jr. / Shutterstock.com, telesniuk / Shutterstock.com
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