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23.01.2012 09:23
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EUR/NZD: Jetzt noch auf den „Kiwi“ setzen?

Devisen-Trader Kolumne: EUR/NZD: Jetzt noch auf den „Kiwi“ setzen? | Nachricht | finanzen.net
Devisen-Trader-Kolumne
Detlef Rettinger
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Neuseelands Notenbank RBNZ hat den Leitzins nach dem Erdbeben von Anfang 2011 in einer Notmaßnahme...
... auf das Rekordtief von 2,50 Prozent gesenkt. Die Wirtschaft hat sich zwar von dem Schock erholt, aber wegen der Unsicherheit in Bezug auf die Weltwirtschaft wagen es die Notenbanker derzeit nicht, den Zins wieder anzuheben. Die Regierung hat zudem ihre Wachstumsprognose für 2012 gesenkt. Da passen Zinserhöhungen nicht ins Bild, auch wenn sie lediglich eine Zurücknahme der Notmaßnahmen von Anfang 2011 darstellen würden. Mindestens bis Mitte 2012 wird der Leitzins bei 2,50 Prozent bleiben. Bei ihrer Sitzung am 25. Januar werden die Notenbanker daher wenig Neues zu verkünden haben.
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Neuseelands Wirtschaft ist klein aber flexibel

Die geringe Schuldenlast Neuseelands von weniger als 30 Prozent in Relation zum BIP steht im starken Kontrast z.B. zu den europäischen Ländern und das spricht für den Neuseeländischen Dollar („Kiwi). Wie Australien so ist auch Neuseeland wirtschaftlich auf Asien ausgerichtet. Das ist insgesamt ein Vorteil, kann aber zum Nachteil werden, wenn sich die Konjunktur in China abkühlt. Zudem ist der Kiwi eine kleine Währung mit relativ hoher Volatilität und das sorgt für starke Kursschwankungen. Neuseelands Währung ist daher für langfristige Investments weniger attraktiv als z.B. der Australische Dollar.

EUR/NZD fällt auf Allzeittief

Nach dem starken Kurseinbruch während der Finanzkrise stieg der Kiwi gegenüber dem US-Dollar rasch wieder auf ein Allzeithoch. Auch gegenüber dem Euro wertete die neuseeländische Währung auf. Seit Mitte 2010 zeigt der Wechselkurs allerdings eine sehr volatile Seitwärtsbewegung, fiel aber Anfang Januar auf ein neues Allzeittief. Dafür war zum einen die Schwäche des Euros verantwortlich, zum anderen schätzen viele Akteure am Devisenmarkt die Lage der Weltkonjunktur wieder besser ein. Das gibt Rohstoffwährungen wie dem Australischen und eben auch dem Neuseeländischen Dollar Auftrieb.

Fazit

Der Kursanstieg des Neuseeland-Dollars ist fundamental übertrieben, die Währung ist überbewertet. Solange aber Euro und US-Dollar Schwäche zeigen, wird sich der Aufwertungsdruck fortsetzen. Für ein Investment in den Kiwi sollte aber nach der starken Aufwertung der letzten Wochen eine Korrektur (sprich ein Kursanstieg von EUR/NZD) abgewartet werden.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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