Euro legt zum US-Dollar leicht zu - die Gründe

Der Kurs des Euro ist am Freitag leicht gestiegen.
Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung Euro bei 1,1787 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vortag.
Enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland bremsten die Kursgewinne beim Euro. In der größten Volkswirtschaft des Währungsraums war die Industrieproduktion im Dezember überraschend stark gesunken, nachdem sie zuvor drei Monate in Folge gestiegen war. Ökonomen verwiesen aber auf den zuletzt starken Auftragseingang in den Industriebetrieben und erwarten eine Fortsetzung der Erholung nach der langen Krise. Außerdem waren Daten zum deutschen Außenhandel im Dezember unerwartet stark ausgefallen.
In dem jüngsten Kursanstieg des Euro, der in der vergangenen Woche bis auf 1,20 Dollar ging, sehen Mitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) keinen Grund zur Sorge. Der größte Teil der Kursgewinne sei im ersten Quartal 2025 erfolgt, sagte EZB-Ratsmitglied Yannis Stournaras Bloomberg-TV. Die jüngste Kursentwicklung sei daher "nichts Dramatisches, das uns veranlassen sollte, unseren Kurs zu ändern", sagte der Notenbankpräsident von Griechenland.
EZB-Präsidentin Christin Lagarde hatte sich am Vortag nach der Zinsentscheidung ähnlich geäußert. Zwar könne ein stärkerer Euro die Inflation stärker nach unten drücken als bisher erwartet, sagte sie. Die bisherige Entwicklung sei im Basisszenario der Notenbank enthalten. Der Euro bewege sich immer noch im Rahmen des langfristigen Durchschnitts.
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FRANKFURT (dpa-AFX)
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