Dezentralisierung

Ethereum-Gründer Vitalik Buterin strebt Veränderungen im Staking-Prozess an

07.12.23 21:16 Uhr

Ethereum-Gründer Vitalik Buterin strebt Veränderungen im Staking-Prozess an | finanzen.net

Im vergangenen Jahr hat die Ethereum-Blockchain auf den Proof-of-Stake-Algorithmus (PoS) umgestellt. Nun stehen dem Netzwerk neue Herausforderungen bevor.

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• Zentralisierung des Stakings birgt Risiken
• Risiken treten seit Merge zunehmend in den Vordergrund
• Konzentration auf wenige Anbieter reduzieren

Am 15. September 2022 erfolgte der lang erwartete ETH-Merge, im Rahmen dessen das zuvor verwendete Proof-of-Work-Verfahren (PoW) durch das Proof-of-Stake-Verfahren ersetzt wurde. Damit sollte die Geschwindigkeit des Netzwerks verbessert und auch der Energiebedarf reduziert werden. Dennoch gab es auch Kritik an dem Merge. So wurde unter anderem kritisiert, dass der Proof-of-Stake-Algorithmus zu Lasten der Dezentralität gehe. Das ist nun eine der Herausforderungen, die Ethereum-Gründer Vitalik Buterin meistern will.

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Veränderungen für Staking-Modell geplant

In einem Interview mit "The Defiant" erklärt Vitalik Buterin, dass das Staking eine der größten Herausforderungen darstelle und der Staking-Prozess modernisiert werden müsse. So müssten seiner Meinung nach zum Beispiel Staking Pools dezentralisiert werden und mehr Diversität unter den Clients gefördert werden. Der derzeitige Zustand von Staking-Pools und Solo-Staking sei laut dem Ethereum-Gründer "nicht wirklich gesund".

Wie wallstreet ONLINE berichtet, erfolge derzeit ein Großteil des Stakings über Anbieter wie Lido und Coinbase. Diese Zentralisierung berge Risiken, die seit dem Merge zunehmend in den Vordergrund träten. Das Risiko der Konzentration auf wenige Anbieter könne jedoch reduziert werden, indem man es für Einzelpersonen leichter und günstiger mache, Validator-Nodes zu betreiben.

Eine weitere Herausforderung für die Ethereum-Blockchain stellt die Skalierung dar. Hier dürfte das Dencun Update, das für Anfang 2024 erwartet wird, zu einer Effizienzsteigerung der Layer-2-Skalierungslösungen führen. Mit Plasma, einer separaten Blockchain, die im Ethereum-Mainnet verankert ist, aber Transaktionen außerhalb der Kette mit einem eigenen Mechanismus zur Blockvalidierung ausführt, Danksharding, das Layer-2-Rollups für Benutzer deutlich günstiger macht, indem es Ethereum-Blöcken "Blobs" von Daten hinzufügt, und zkEVMs, also EVM-kompatiblen virtuellen Maschinen, die Zero-Knowledge-Proof-Berechnung unterstützen, stünden der Blockchain im Rahmen dieses Upgrades funktionierende Skalierungsoptionen zur Verfügung.

Daneben sprach Buterin unter anderem von der Bedeutung sanfter Übergänge statt großer ‘Hard Forks’ und der Möglichkeit, Governance-Abstimmungen für Änderungen zu nutzen.

Staking-Rate deutlich gestiegen

In diesem Jahr konnte die nach Marktkapitalisierung zweitgrößte Kryptowährung Ethereum an der Kryptobörse Kraken bereits um 88,7 Prozent zulegen und kostet derzeit 2.259,69 US-Dollar (Stand: 06.12.2023), nachdem sie zu Jahresbeginn noch etwa 1.000 US-Dollar weniger wert war.

Der Anstieg könnte sich auch im kommenden Jahr fortsetzen. Wie BTC-ECHO unter Berufung auf Grafiken von Glassnode berichtet, ist der Prozentsatz der gesamten im Umlauf befindlichen ETH-Coins auf zentralisierten Krypto-Börsen seit dem Merge im vergangenen Herbst deutlich zurückgegangen. Derweil zeigt eine Grafik von CryptoQuant, dass die Staking-Rate in diesem Zeitraum deutlich angestiegen ist. Inzwischen seien über 33 Prozent aller verfügbaren Coins in Smart Contracts gebunden, was die aktive Nutzung des Netzwerks, besonders im Staking und DeFi-Sektor zeige und ein Allzeithoch für Ethereum darstelle.

Die zunehmende Menge von Ethereum in Smart Contracts könnte zusammen mit den deflationären Eigenschaften von Ethereum zu einem weiteren Kursanstieg führen, sollte die Nachfrage gleichbleiben oder gar steigen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: pedrosek / Shutterstock.com, Steve Heap / Shutterstock.com