16.06.2021 22:09

Nach dem Crash: Das spricht für und gegen eine Erholung des Bitcoin

Ende des Bullenzyklus?: Nach dem Crash: Das spricht für und gegen eine Erholung des Bitcoin | Nachricht | finanzen.net
Ende des Bullenzyklus?
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Seit seinem Allzeithoch im April ist der Bitcoin extrem eingebrochen - vorübergehend sogar um mehr als die Hälfte. Wie stehen die Chancen, dass sich die weltweit beliebteste Kryptowährung demnächst von diesem Rückschlag erholt?
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• Starker Kurseinbruch beim Bitcoin
• Historie und Marktpsychologie könnten für ein Comeback sprechen
• Charttechnik und regulatorischer Druck lassen nichts Gutes erahnen

Mitte April hatte der Bitcoin bei über 64.700 US-Dollar ein neues Rekordhoch erreicht. Doch seither hat er einen Großteil seines Werts eingebüßt - in der Spitze belief sich das Minus sogar auf mehr als 50 Prozent bei einem Kurs von unter 31.000 US-Dollar. Dabei hatte der Bitcoin-Kurs bereits im März an Dynamik verloren, doch erst im April folgten die ersten Einbrüche und im Mai ging es dann steil abwärts.

Nun fragen sich Marktbeobachter, wie es wohl mit dem Cyber-Pionier weitergeht. Sowohl für eine Erholung als auch für einen anhaltenden Abwärtstrend gibt es Argumente.

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Halving-Zyklus noch nicht vorbei

Ein Blick in die Vergangenheit gibt Bitcoin-Fans Grund für Optimismus. Denn seit seinem Start im Januar 2009 bewegt sich der Bitcoin in Vier-Jahreszyklen, was mit dem etwa alle vier Jahre stattfindenden Halving zusammenhängt. Denn um eine übermäßige Inflation zu verhindern, hat Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakomoto bei der Programmierung der digitalen Währung festgelegt, dass sich die Belohnung für die Miner immer dann halbiert (Halving), wenn von ihnen rund 210.000 Blöcke gelöst wurden. Die Gesamtmenge der verfügbaren Bitcoins wächst also mit immer geringerer Geschwindigkeit, bis die im Bitcoin-Code verankerte Obergrenze von 21 Millionen Bitcoins erreicht wird.

Nun war 2013 und 2017 zu beobachten, dass der Bitcoin-Kurs im Jahr nach dem Halving zunächst kräftig zulegen konnte, und dann in den folgenden drei Jahren gefallen ist. Gemäß dieser Halving-Zyklen-Theorie müsste sich der aktuelle Bullenmarkt noch bis zum Herbst fortsetzen, bevor er in den sogenannten "Krypto-Winter" übergeht.

Wie "Yahoo Finance" berichtet, könnte der Bitcoin sogar auf deutlich über 100.000 US-Dollar klettern, wenn man das "Stock-to-Flow"-Modell zugrunde legt, bei dem die Chartverläufe der Vergangenheit auch in die Zukunft projiziert werden.

Antizyklische Investments

Daneben könnte laut "Yahoo Finance" auch die Marktpsychologie für ein Comeback des Bitcoin sprechen: Zwar sei die Stimmung derzeit geradezu panikartig, doch gerade dies könnte dem Bitcoin nützen, denn in der Börsenpsychologie sei die Stimmungslage eher ein Kontraindikator für die Zukunft. So könnte es durchaus sein, dass Anleger in der derzeitigen Situation eine günstige Kaufgelegenheit sehen, ganz nach dem Grundsatz von Warren Buffett: "Kaufe, wenn andere ängstlich sind und verkaufe, wenn andere gierig sind".

Charttechnik besorgniserregend

Deutlich negativ ist hingegen das Bild, das die Technische Analyse, die mit wiederkehrenden Chartmustern arbeitet, für den Bitcoin zeigt. So fiel der Kurs in rascher Folge unter die Unterstützungslinien bei 52.000, 50.000, 48.000, 45.000, 42.000 und 38.000 US-Dollar. Vorübergehende Erholungsversuche scheiterten an eben diesen Marken, die Unterstützungen wurden also zu Widerständen.

Und das bearishe Muster bleibt weiter intakt: Sogar die psychologisch wichtige Unterstützung bei 30.000 US-Dollar hat der Bitcoin getestet. Sollte er tatsächlich auch noch unter diese Marke fallen, so könnte es laut "Yahoo Finance" zu weiteren Panikverkäufen kommen.

Druck der Regulierer

Hinzu kommt, dass dem Bitcoin auch fundamental Ungemach droht, und zwar von Seiten der Aufsichtsbehörden. In China beispielsweise, wo Kryptoanlagen als eine Gefahr für die Finanzstabilität angesehen werden, verboten die Währungshüter erst kürzlich, Digitalwährungen für Zahlungszwecke zu verwenden, mit der Begründung, dass es sich nicht um echte Währungen handele. Außerdem wurde es Finanz- und Zahlungsdienstleistern untersagt, Produkte oder Dienstleistungen in Digitalwährungen auszuzeichnen. Auch gegen die Herstellung von Kryptowährungen, das sogenannte Mining, will das Reich der Mitte anscheinend härter vorgehen.

Auch in den USA stehen Bitcoin und Co. in der Kritik. Kryptowährungen sehen sich mit dem Vorwurf konfrontiert, dass sie aufgrund ihrer Anonymität auch von Kriminellen genutzt werden. Wie "Reuters" im Mai berichtete, will eine US-Task Force dem mittels einer deutlich stärkeren Regulierung einen Riegel vorschieben. Insbesondere gehe es um eine Aufhebung der Anonymität bei Krypto-Geschäften - ein Vorhaben, das in der Krypto-Community für große Empörung sorgte.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Bukhta Yurii / Shutterstock.com, Gajus / Shutterstock.com
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