Indikatoren im Blick

Folgt auf den Bitcoin-Bullenrun eine massive Korrektur? - Was dafür oder dagegen spricht

26.02.24 22:57 Uhr

Massive Korrekturbewegung bei Kryptowährung nach Bitcoin-Bullenrun? - Davon gehen Experten aus | finanzen.net

Der Bitcoin-Preis legte zuletzt einen Bullenrun hin. Nun deuten einige Kennzahlen jedoch auf eine Überbewertung hin. Könnte es deshalb zu einer Korrekturbewegung kommen?

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• Wichtige Kennzahlen deuten auf eine Überbewertung des Bitcoin-Preises hin
• Experte warnt vor zu großem Einfluss von Bitcoin-ETFs
• Gehen Experten von Korrektur aus?

Diese Kennzahlen deuten auf eine Überbewertung hin

Der Bitcoin-Kurs hat in den vergangenen Wochen einen Bullenrun erlebt. Dabei trieb vor allem an, dass die US-Aufsichtsbehörde SEC in diesem Jahr die ersten Bitcoin-Spot-EFTs zugelassenen hat. Einige Kennzahlen deuten nun jedoch daraufhin, dass es beim Bitcoin-Preis zu einer Korrektur kommen könnte.

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Der Relative Strength Index (RSI) misst die Intensität und Geschwindigkeit von Preisveränderungen, was es ermöglicht, überkaufte Marktbedingungen bei Bitcoin zu identifizieren, wie BTC-ECHO erklärt.
Nach dem FTX-Kollaps im November 2022, bei dem der MVRV-Z-Score bei -0,24 lag, verzeichnete Bitcoin kontinuierliche Gewinne. Fast ein Jahr später durchbrach der Index erstmals den Wert 1, was darauf hinweist, dass Bitcoin seit November 2023 nach dieser Definition überbewertet ist. Der MVRV-Z-Score wird, wie Glassnode erklärt, verwendet, um zu beurteilen, wann ein Vermögenswert im Verhältnis zu seinem "fairen Wert" über- oder unterbewertet ist, was durch die Abweichung zwischen seiner Marktkapitalisierung und der realisierten Kapitalisierung unterstrichen wird.
Aufgrund des jüngsten Anstiegs verzeichnet auch der Relative Strength Index (RSI) eine Zunahme. Laut Daten von Glassnode liegt der RSI-Wert für Bitcoin zum 22.02.2024 bei etwa 69 Punkten. Wie aus den Daten ersichtlich werde, sei Vorsicht geboten, wenn der RSI-Wert die 70 übersteigt. Wenn der positive Trend in den nächsten Wochen anhält, könnte dies eine bevorstehende Korrektur signalisieren, erklärt BTC-ECHO.

Auch die On-Chain-Kryptoanalyseplattform Sentiment erklärt via X in einem Thread, dass die Daten auf eine Überbewertung hindeuten. Dass die Überbewertung auf eine Korrektur hinauslaufe, sei laut der Analyseplattform jedoch nicht sicher.
"Basierend auf den durchschnittlichen Handelsrenditen haben viele Vermögenswerte verständlicherweise hohe Gewinne erzielt, seit die Märkte Mitte Oktober 2023 zu boomen begannen. Abgesehen von ein paar rückständigen #Altcoins hat die überwiegende Mehrheit der #Krypto-Projekte mittel- bis langfristig Gewinne für die durchschnittliche Geldbörse erwirtschaftet. Das bedeutet, dass unser Modell eine ganze Reihe von "überkauften" Signalen anzeigt. Dies bedeutet sicherlich nicht, dass #cryptocurrency am Rande einer massiven Korrektur steht. Aber basierend auf der Geschichte zeigt die hoch angesehene MVRV-Metrik, dass es ein höheres Risiko als der Durchschnitt beim #Kauf oder der Eröffnung neuer Positionen gibt, während sich die Märkte inmitten eines 4+ monatigen Anstiegs befinden."

Experte warnt: ETF-Einfluss ist zu groß

Am 15. Februar verzeichneten die "direkten" Bitcoin-Indexfonds (ETF) beinahe eine halbe Milliarde US-Dollar an Zuflüssen, was ihre eindrucksvolle Performance in der vergangenen Woche weiter verstärkte.
Trotz dieser positiven Entwicklung zeigen sich einige Beobachter besorgt, da die ETFs mittlerweile deutlich mehr BTC aus dem Umlauf nehmen als neu in Umlauf gebracht werden. Der Analyst von CryptoQuant, der auf der Kurznachrichtenplattform X als Venturefounder bekannt ist, warnt vor den möglichen schwerwiegenden Auswirkungen auf den Bitcoin-Kurs, sollte das Interesse an den ETFs abnehmen.
So prognostiziert er: "Wenn die Kapitalzuflüsse in die Bitcoin-ETFs sich normalisieren, könnte der nächste Abschwung 20-30 % betragen." In einem früheren Beitrag wies er bereits auf potenzielle Bodenbildungen für BTC hin, die im schlimmsten Fall bis auf 34.000 US-Dollar reichen könnten.

Erwarten Experten eine Korrekturbewegung?

Nachdem der Bitcoin kürzlich erstmals seit 26 Monaten wieder einen Stand über 52.000 US-Dollar erreichte, deuten Analysten von Swissblock in einem Marktupdate darauf hin, dass die nachlassende Dynamik auf einen möglichen "unmittelbaren" Rückgang hinweisen könnte, bevor höhere Preise erreicht werden, wie CoinDesk berichtet. So bildet die Marke von 52.000 US-Dollar nach Meinung der Experten ein erhebliches Widerstandsniveau auf langfristigen Charts. Dieses Niveau begrenzte demnach bereits im September und Dezember 2021 die Preise und stellt nun ein bedeutendes Hindernis für die Fortsetzung der Rallye dar.
Die Analysten von Swissblock merken an, dass aufgrund des rasanten Anstiegs in den letzten Wochen ein Rückzug unmittelbar bevorstehen könnte. Dies deutet ihrer Ansicht nach auf eine nicht nachhaltige Rallye hin. Der Markt sei jedoch über einen kurzfristigen Rückgang hinaus auf höhere Preise vorbereitet. Jede bevorstehende Korrektur könne als Kaufgelegenheit betrachtet werden, solange Bitcoin seine Unterstützung bei etwa 47.500 US-Dollar beibehält, so der Bericht laut Coindesk.

Auch die institutionelle Krypto-Börse FalconX stellte "außergewöhnliche" Handelsvolumina fest, die den Aufwärtstrend Anfang 2024 unterstützen, der in dieser Form zuletzt während der regionalen Bankenkrise im März 2023 zu beobachten war, wie CoinDesk festhält.
"Preiserhöhungen, gefolgt von geringeren Volumina, waren in der Vergangenheit ein verlässlicher Indikator für falsche Ausbrüche bei Kryptowährungen", schrieben FalconX-Analysten. "Die gute Nachricht zum jetzigen Zeitpunkt ist, dass die Liquiditätsbedingungen rund um die Januar-Rallye im Allgemeinen robust bleiben."

Markus Thielen, Analyst bei 10x Research, erklärte laut CoinDesk kürzlich, dass Bitcoin möglicherweise eine Kursrichtung von 57.500 US-Dollar anstrebt. Er begründete dies mit der robusten Liquidität und dem wachsenden Interesse an Bitcoin-Futures.

Ob es nun zu weiterem Wachstum oder einer Korrektur beim Bitcoin-Preis kommt, bleibt abzuwarten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Godlikeart / Shutterstock.com , Jaruwan Jaiyangyuen / Shutterstock.com