Marktmanipulation

Studie deckt auf: Wie ein einziger Bitcoin-Wal den Hype im Jahr 2017 auslöste

28.11.25 06:37 Uhr

Bitcoin: Wie ein einzelner Wal den Hype im Jahr 2017 auslöste | finanzen.net

Der Hype um den Bitcoin erlebte im Dezember 2017 seinen Höhepunkt, als der Kurs auf ein Allzeithoch von knapp 20.000 US-Dollar kletterte. Eine Studie legt nahe, dass ein einziger Akteur für diese Kursexplosion verantwortlich war.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,7751 CHF 0,0000 CHF 0,00%

0,8455 EUR -0,0000 EUR -0,00%

0,7339 GBP 0,0000 GBP 0,00%

157,0909 JPY 0,0053 JPY 0,00%

0,9993 USD 0,0000 USD 0,00%

55.354,5622 CHF 1.603,6833 CHF 2,98%

60.383,6875 EUR 1.744,6012 EUR 2,98%

52.414,1321 GBP 1.518,4958 GBP 2,98%

11.218.529,8426 JPY 325.013,3017 JPY 2,98%

71.364,4667 USD 2.067,5081 USD 2,98%

1,1337 CHF 0,0285 CHF 2,58%

1,2367 EUR 0,0310 EUR 2,57%

1,0735 GBP 0,0270 GBP 2,58%

229,7723 JPY 5,7831 JPY 2,58%

1,4617 USD 0,0368 USD 2,58%

0,2124 CHF 0,0011 CHF 0,54%

0,2317 EUR 0,0012 EUR 0,53%

0,2012 GBP 0,0011 GBP 0,54%

43,0544 JPY 0,2295 JPY 0,54%

0,2739 USD 0,0015 USD 0,54%

412,6768 CHF 5,2932 CHF 1,30%

450,1697 EUR 5,7379 EUR 1,29%

390,7554 GBP 5,0120 GBP 1,30%

83.635,8664 JPY 1.072,7604 JPY 1,30%

Bitcoin-Hype ging auf Manipulation zurück
• Ein einziger Wal war verantwortlich
• Bitfinex weist Anschuldigungen zurück

Ursprünglich veröffentlichten John Griffin, Professor an der University of Texas, sowie Amin Shams, Assistenz-Professor an der Ohio State University, schon in 2018 eine Analyse, wonach der Rekordkurs des Bitcoins von Ende 2017 auf eine immense Markt-Manipulation zurückzuführen sei. Ein Update zu ihrer damaligen Studie kam zu dem Ergebnis, dass ein einziger Player hinter den Vorgängen stecke.

So kam es zu dem Bitcoin-Rekord von 2017

In einem Interview mit Bloomberg erklärte Griffin: "Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass es nicht tausende Investoren waren, die den Bitcoin-Kurs bewegten, sondern nur ein einziger großer. In einigen Jahren werden die Menschen überrascht sein zu erfahren, dass Investoren Milliarden [US-Dollar] an Menschen übergeben haben, die sie nicht kannten und die kaum beaufsichtigt wurden".

Bei dem Bitcoin-Wal soll es sich um einen Trader an der Kryptobörse Bitfinex gehandelt haben. Dieser Kryptomarktplatz ist personell und organisatorisch eng mit der Cyberwährung Tether verbunden. Tether ist ein sogenannter Stable Coin, weil die Tether Limited verspricht, dass für jeden digitalen Tether-Coin auch ein US-Dollar hinterlegt ist.

Laut den Studienautoren seien für die meisten fraglichen Transaktionen Tether verwendet worden. Und weil dabei ein bestimmter Grenzwert nicht unterschritten wurde, konnte der Trader den Bitcoin-Preis höher ansetzen. So heißt es in der Studie: "Unter Zuhilfenahme von Algorithmen konnten wir Blockchain-Daten analysieren und dabei feststellen, dass Tether-Käufe mit Rückgängen an den Märkten zusammenfielen und in Anstiegen beim Bitcoin-Kurs resultierten".

Bitfinex weist Vorwürfe zurück

Wer dieser Trader ist, wollten Griffin und Shams allerdings nicht enthüllen. Jedoch stellten die beiden Professoren die Theorie auf, dass Tether neue USDT-Coins kreiert hat, die jedoch nicht vollständig mit US-Dollar gedeckt waren. Diese Coins seien dann zu Bitcoin-Käufen verwendet worden, was schließlich zu dem enormen Kurssprung geführt habe.

Tether ließ daraufhin über seinen Anwalt Stuart Hoegner verlauten, dass die Analyse "grundlegend fehlerhaft" sei, da sie sich auf einen unzureichenden Datensatz stütze. Vielmehr handele es sich dabei um den Versuch, eine "parasitäre Klage" zu unterstützen.

Tatsache jedenfalls ist, dass die Seriösität von Tether und Bitfinex schon länger in Frage gestellt wird. So gibt es schon seit einiger Zeit Zweifel, ob Tether auch tatsächlich wie versprochen im Verhältnis 1:1 durch US-Dollar gedeckt wird. Zum anderen sieht sich Bitfinex Klagen ausgesetzt, wonach Kundengelder veruntreut und der Markt manipuliert worden sei.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: igor.stevanovic / Shutterstock.com, 3Dsculptor / Shutterstock.com