15.12.2016 13:29

US-Geldpolitik drückt Euro auf tiefsten Stand seit 2003

Parität rückt näher: US-Geldpolitik drückt Euro auf tiefsten Stand seit 2003 | Nachricht | finanzen.net
Parität rückt näher
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ie jüngsten Beschlüsse der US-Notenbank Fed haben den US-Dollar im Vergleich zu vielen anderen Währungen massiv gestärkt - und den Euro im Gegenzug auf den tiefsten Stand seit fast 14 Jahren gedrückt.
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Am Donnerstagmittag fiel der Kurs der Gemeinschaftswährung bis auf 1,0405 US-Dollar. So tief stand der Euro zuletzt im Januar 2003. Die Gemeinschaftswährung bewegte sich damit weiter ein Stück weit in Richtung Parität mit der US-Währung. Zuletzt hatte man Ende 2002 einen Dollar für einen Euro bekommen.
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Die zweite Zinserhöhung der Fed nach der Finanz- und Wirtschaftskrise und die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen im kommenden Jahr sorgten auch für Kursverluste beim japanischen Yen, bei der schwedischen Krone und bei Währungen von Schwellenländern wie dem südafrikanischen Rand. Schwellenländer leiden besonders unter steigenden Zinsen in den USA, weil dann verstärkt Kapital in die Vereinigten Staaten zurückfließt.

FED SIGNALISIERT WEITERE ZINSERHÖHUNGEN

Der Dollar-Index, der die amerikanische Währung ins Verhältnis zu anderen wichtigen Devisen setzt, stieg am Donnerstag ebenfalls auf den höchsten Stand seit 2003. Am Vorabend hatte die US-Notenbank Fed ihren Leitzins zum zweiten Mal nach der Finanzkrise angehoben und für kommendes Jahr ein höheres Straffungstempo angedeutet. Statt bisher zwei Zinserhöhungen hatte die Fed im Rahmen ihrer geldpolitischen Beschlüsse drei Zinserhöhungen im kommenden Jahr signalisiert.

Dass die Fed erneut an der Zinsschraube drehte, sei überfällig gewesen, sagt Klaus Wiener, Chefvolkswirt des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Extrem niedrige Zinsen wie in der Finanzkrise seien nicht mehr erforderlich und mit Blick auf mögliche Inflationsgefahren sogar gefährlich. Problematisch ist der aktuelle Höhenflug des Dollar hingegen für die US-Exportindustrie, weil er deren Produkte im Ausland teurer macht.

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Borislav Bajkic / Shutterstock.com, Valeri Potapova / Shutterstock.com

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