Risikokapital vorhalten

Basler Aufseher schlagen Zweiklassensystem für Kryptowährungen vor

10.06.21 13:43 Uhr

Basler Aufseher schlagen Zweiklassensystem für Kryptowährungen vor | finanzen.net

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hat sich dafür ausgesprochen, Digitalwährungen in unterschiedliche Klassen aufzuteilen.

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Devisen

72.299,0487 CHF -397,1522 CHF -0,55%

77.639,1227 EUR -401,5911 EUR -0,51%

67.406,9867 GBP -305,2479 GBP -0,45%

14.243.790,4539 JPY -30.442,4327 JPY -0,21%

90.397,8793 USD -580,2946 USD -0,64%

2.470,3523 CHF -9,8824 CHF -0,40%

2.652,8148 EUR -9,7630 EUR -0,37%

2.303,1978 GBP -6,9950 GBP -0,30%

486.689,4041 JPY -316,0810 JPY -0,06%

3.088,7628 USD -15,2127 USD -0,49%

1,6796 CHF -0,0168 CHF -0,99%

1,8037 EUR -0,0175 EUR -0,96%

1,5660 GBP -0,0142 GBP -0,90%

330,9087 JPY -2,2025 JPY -0,66%

2,1001 USD -0,0230 USD -1,08%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,52%

0,0004 ETH 0,0000 ETH 0,40%

0,5954 XRP 0,0059 XRP 1,00%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,55%

0,0004 ETH 0,0000 ETH 0,37%

0,5544 XRP 0,0053 XRP 0,97%

0,0000 BTC 0,0000 BTC 0,44%

0,0004 ETH 0,0000 ETH 0,30%

0,6386 XRP 0,0057 XRP 0,91%

Eine erste Klasse soll Kryptowährungen umfassen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen und daher ähnlich wie bereits existierende Anlageformen behandelt werden. Ein zweite Klasse, zu der die BIZ auch die derzeit bedeutendste Digitalwährung Bitcoin zählt, erfüllt die Voraussetzungen nicht und soll daher strenger als klassische Anlagen behandelt werden. Eine Folge wäre, dass Banken wesentlich höheres Risikokapital vorhalten müssten.

Die Vorschläge des Baseler Ausschusses sind Teil eines Papiers, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Betroffene können sich zu den Vorschlägen noch bis September äußern.

Zur ersten Gruppe der Digitalanlagen, für die weniger strenge Vorschriften gelten sollen, zählt der Ausschuss zum einen klassische Anlagen, die lediglich neuartige technische Verfahren wie die Blockchain verwenden, um etwa Vermögensübertragungen zu erfassen (Tokenised Assets). Zur dieser Gruppe zählt der Ausschuss auch Kryptoanlagen, die eine Art eingebauten Stabilitätsmechanismus bieten. Dazu gehören etwa sogenannte "Stable Coins". Das sind Digitalwerte, deren Wert durch die Bindung an klassische Anlagen wie Währungen oder Anleihen gedeckt sind.

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Neue Regulierungen schlägt der Ausschuss derzeit nicht vor - auch nicht für die zweite Gruppe, mit denen er höhere Marktrisiken in Verbindung bringt. Digitales Zentralbankgeld, an dem derzeit mehrere große Zentralbanken arbeiten, wird in dem Papier nicht behandelt.

Das Risikogewicht, das der Ausschuss für riskantere Digitalanlagen der zweiten Gruppe empfiehlt, beträgt 1250 Prozent. Dies ist die höchste Risikokategorie. Für Digitalwerte der ersten Gruppe soll weniger Risikokapital vorgehalten werden müssen.

Hintergrund der Überlegungen sind Risiken, die mit den neuartigen Digitalwährungen einhergehen können. Das starke Wachstum von Kryptoanlagen und damit verbundener Dienstleistungen habe das Potenzial, Probleme in der Finanzstabilität auszulösen und die Risiken für Banken zu erhöhen, erklärte der Ausschuss. Das von den Banken vorgehaltene Kapital solle ausreichen, um eine vollständige Abschreibung der Kryptoanlagen aufzufangen, ohne die Inhaber von Bankeinlagen und andere vorrangige Gläubiger einem Verlust auszusetzen.

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BASEL (dpa-AFX)

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