Risikokapital vorhalten

Basler Aufseher schlagen Zweiklassensystem für Kryptowährungen vor

10.06.21 13:43 Uhr

Basler Aufseher schlagen Zweiklassensystem für Kryptowährungen vor | finanzen.net

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht hat sich dafür ausgesprochen, Digitalwährungen in unterschiedliche Klassen aufzuteilen.

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Devisen

76.568,0224 CHF 236,2468 CHF 0,31%

82.401,4974 EUR 465,9465 EUR 0,57%

71.486,7766 GBP 440,8618 GBP 0,62%

15.068.163,3728 JPY 24.053,4773 JPY 0,16%

95.472,6591 USD 374,1421 USD 0,39%

2.685,5027 CHF 31,0859 CHF 1,17%

2.890,1026 EUR 40,8161 EUR 1,43%

2.507,2860 GBP 36,6836 GBP 1,48%

528.492,0752 JPY 5.337,2455 JPY 1,02%

3.348,5530 USD 41,5279 USD 1,26%

1,6515 CHF -0,0040 CHF -0,24%

1,7773 EUR 0,0003 EUR 0,02%

1,5419 GBP 0,0011 GBP 0,07%

325,0002 JPY -1,2656 JPY -0,39%

2,0592 USD -0,0032 USD -0,16%

0,0000 BTC -0,0000 BTC -0,30%

0,0004 ETH -0,0000 ETH -1,16%

0,6055 XRP 0,0014 XRP 0,24%

0,0000 BTC -0,0000 BTC -0,53%

0,0003 ETH -0,0000 ETH -1,41%

0,5627 XRP -0,0001 XRP -0,02%

0,0000 BTC -0,0000 BTC -0,65%

0,0004 ETH -0,0000 ETH -1,46%

0,6486 XRP -0,0005 XRP -0,07%

Eine erste Klasse soll Kryptowährungen umfassen, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen und daher ähnlich wie bereits existierende Anlageformen behandelt werden. Ein zweite Klasse, zu der die BIZ auch die derzeit bedeutendste Digitalwährung Bitcoin zählt, erfüllt die Voraussetzungen nicht und soll daher strenger als klassische Anlagen behandelt werden. Eine Folge wäre, dass Banken wesentlich höheres Risikokapital vorhalten müssten.

Die Vorschläge des Baseler Ausschusses sind Teil eines Papiers, das am Donnerstag veröffentlicht wurde. Betroffene können sich zu den Vorschlägen noch bis September äußern.

Zur ersten Gruppe der Digitalanlagen, für die weniger strenge Vorschriften gelten sollen, zählt der Ausschuss zum einen klassische Anlagen, die lediglich neuartige technische Verfahren wie die Blockchain verwenden, um etwa Vermögensübertragungen zu erfassen (Tokenised Assets). Zur dieser Gruppe zählt der Ausschuss auch Kryptoanlagen, die eine Art eingebauten Stabilitätsmechanismus bieten. Dazu gehören etwa sogenannte "Stable Coins". Das sind Digitalwerte, deren Wert durch die Bindung an klassische Anlagen wie Währungen oder Anleihen gedeckt sind.

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Neue Regulierungen schlägt der Ausschuss derzeit nicht vor - auch nicht für die zweite Gruppe, mit denen er höhere Marktrisiken in Verbindung bringt. Digitales Zentralbankgeld, an dem derzeit mehrere große Zentralbanken arbeiten, wird in dem Papier nicht behandelt.

Das Risikogewicht, das der Ausschuss für riskantere Digitalanlagen der zweiten Gruppe empfiehlt, beträgt 1250 Prozent. Dies ist die höchste Risikokategorie. Für Digitalwerte der ersten Gruppe soll weniger Risikokapital vorgehalten werden müssen.

Hintergrund der Überlegungen sind Risiken, die mit den neuartigen Digitalwährungen einhergehen können. Das starke Wachstum von Kryptoanlagen und damit verbundener Dienstleistungen habe das Potenzial, Probleme in der Finanzstabilität auszulösen und die Risiken für Banken zu erhöhen, erklärte der Ausschuss. Das von den Banken vorgehaltene Kapital solle ausreichen, um eine vollständige Abschreibung der Kryptoanlagen aufzufangen, ohne die Inhaber von Bankeinlagen und andere vorrangige Gläubiger einem Verlust auszusetzen.

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BASEL (dpa-AFX)

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