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21.01.2014 15:41
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Börse Frankfurt-News: Das Geld muss investiert werden (ETFs)

    FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 21. Januar 2014. Der Handel mit Indexfonds floriert. Market Maker sprechen von einem sehr starken Jahresauftakt, allerdings bei gemischten Handelsrichtungen.

Die Ferienstimmung ist komplett verflogen: Am ETF-Markt wird so viel gehandelt wie lange nicht mehr. "Es ist richtig viel los, ein sehr lebhafter Start ins neue Jahr", meldet Gregor Hamme aus dem Londoner Handelssaal der Unicredit. Auch Frank Mohr, Market Maker der Commerzbank, spricht von einem extrem starken Geschäft: "Wir haben vergangene Woche über 17.000 Trades verbucht, das ist enorm viel. Vergangenes Jahr lag der Schnitt bei rund 10.000 Trades die Woche." Übrigens: Wenn Sie als Privatanleger für Ihr Kind in ETFs investieren wollen, dann sollten Sie sich einmal OSKAR ansehen, die unkomplizierte Geldanlage für Kinder.

Hintergrund ist laut Mohr in erster Linie die erhöhte Investitionsaktivität institutioneller Anleger. "Versicherer, Pensionsfonds und so weiter bekommen zum Jahreswechsel ihre Beiträge. Dieses neue Geld muss dann investiert werden", erklärt der Händler. Allerdings seien die Umsätze der privaten Anleger zuletzt gestiegen. "Es wird deutlich, dass börsengehandelte Indexfonds eine immer stärkere Akzeptanz bei Privatinvestoren finden."

Jörg Sengfelder von Flow Traders in Amsterdam beobachtet allerdings bereits eine leichte Abflachung der Umsätze. "Nach zwei superstarken Wochen zum Jahresauftakt sehen wir aktuell eine leichte Beruhigung. Anleger scheinen sich zu fragen, wie es weiter geht, nachdem die Märkte so gut gelaufen sind", kommentiert der Market Maker mit Blick auf den deutschen Leitindex DAX, den nur noch wenige Punkte von der bisher unerreichten Marke von 10.000 Punkten trennen.

Kein klares Bild in Europa

Mit Blick auf die Handelsrichtung zeigt sich unterdessen ein uneinheitliches Bild: So meldet die Commerzbank einen klaren Kaufüberhang, vor allem bei Indexfonds, die die Entwicklung europäischer Aktienindizes abbilden (WKNs 593393, DBX1DAETFL01, ETFL06, 593395, 633611).

Laut Unicredit dominieren bei Euro Stoxx 50, Dax und Co. hingegen klar die Abflüsse. "Vor allem Indizes der europäischen Kernländer wie Deutschland oder Frankreich werden verkauft. In der Peripherie halten sich die Abflüsse noch in Grenzen, allerdings haben wir am gestrigen Dienstag auch schon erste Verkäufe spanischer Aktien gesehen", weiß Hamme.

Flow Traders beobachtet zwar Käufe im breiten iShares STOXX Europe 600 (WKN 263530) und im iShares STOXX Europe Small 200 (DE) (WKN A0D8QZ). "Bei DAX-Trackern gibt es aber keine einheitliche Richtung. Während der ETF von db x-Trackers (WKN DBX1DA) überwiegend gekauft wird, sehen wir im Pendant von iShares (WKN 593393) vermehrt Abflüsse", fasst Sengfelder zusammen.

Raus aus Schwellenländeraktien

Klarer Verlierer sind unterdessen Aktien aus Schwellenländern. "Wir beobachten einen klaren Trend raus aus Trackern von Emerging Market-Indizes, sowohl bei den breiten (WKNs DBX1EM, A0YBR1, LYX0AB) als auch bei den Indizes einzelner Länder, wie etwa dem MSCI Korea (WKN A0HG2L)", berichtet Sengfelder. Auch die Commerzbank verzeichnet bei Schwellenländer-ETFs einen Abgabeüberhang.

Umschichtungen in längerlaufende Papiere

Auf der Bond-Seite steigen Anleger, wie Flow Traders beobachtet, aus Unternehmensanleihen (WKN A0YEEX) und High-Yield-Papieren (WKN A1C8QT) tendenziell aus.

"Im Bereich der europäischen Staatsanleihen wird zunehmend von kurzlaufenden Bonds (WKNs 628947, DBX0AD) in längerlaufende (WKN DBX0AF) umgeschichtet. Diejenigen, die aus dem Aktienmarkt aussteigen, parken das Geld eher am Geldmarkt. Hier ist etwa der iShares eb.rexx Money Market (DE) (WKN A0Q4RZ) gefragt", meldet Sengfelder.

Bankenwerte beliebt

Von den Branchen stehen Banken nach Auskunft der Händler aktuell ganz oben auf den Umsatzlisten. "Vor allem vergangene Woche, bevor die Deutsche Bank den Gewinneinbruch für das vergangene Quartal gemeldet hat, wurden Bankenwerte (WKN LYX0RL) klar gekauft", meldet Sengfelder. Auch Mohr beobachtet einen deutlichen Kaufüberhang bei Tracker von Bankenindizes (WKN LYX0AP). "Auch nach den Zahlen der Deutschen Bank sehen wir bisher keine Umkehr dieser Tendenz", ergänzt der Market Maker.

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von Karoline Kopp, Deutsche Börse AG © 21. Januar 2014

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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