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Quantencomputer-ETFs auf dem Vormarsch: Eine Zukunftswette mit offenem Ausgang

07.03.26 22:46 Uhr

Quantencomputer-ETFs 2026: Lohnt sich der Einstieg in die Zukunftstechnologie? | finanzen.net

Immer mehr Emittenten bringen spezialisierte Quantencomputer-ETFs an den Markt. Doch die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen - und genau darin liegt für Anleger Chance und Risiko zugleich.

Werte in diesem Artikel

• BlackRock hat seit Oktober 2025 einen eigenen Quanten-ETF am Markt
• Erste Produkte sammelten binnen weniger Monate hunderte Millionen US-Dollar ein
• Technologie gilt als revolutionär - bleibt aber vorerst Grundlagenforschung

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Quantencomputing wird in vielen Medienberichten als die nächste große Zukunftstechnologie angepriesen, dabei steckt die Technologie noch in der Entwicklungsphase.

Spannend ist das Thema allemal, denn Quantencomputer könnten viele Branche revolutionieren. Wie Investing.com berichtet, könnten sich daraus Anwendungen in der Kryptografie, Medizin, künstlichen Intelligenz und vielen weiteren Feldern ergeben.

Auch deshalb werden Quantencomputing-Aktien mit Argusaugen beobachtet. Im vergangenen Börsenjahr 2025 legten Pure-Play-Titel wie D-Wave Quantum oder Rigetti Computing trotz hoher Volatilität teilweise um 200 Prozent zu.

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Vom Nischenthema zum ETF-Boom?

Dabei galt Quantencomputing vor nicht allzu langer Zeit unter ETF-Anbietern als schwer investierbares Nischenthema. Laut "ETF Stream" bezweifelten einige Investmenthäuser, darunter auch der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock, dass es bereits einen ausreichend tragfähigen und diversifizierten Aktienpool für ein eigenständiges Produkt gebe.

Inzwischen hat sich die Einschätzung geändert. BlackRock hat seine Haltung revidiert und im Oktober 2025 einen eigenen Themen-ETF aufgelegt. Damit folgt der Vermögensverwalter den Positionierungen anderer Anbieter: Bereits im Mai 2025 hatte VanEck einen Quantencomputing-ETF aufgelegt, der nach acht Monaten bereits ein Volumen von einer halben Milliarde US-Dollar überschritten hat.

Langfristige Wette auf Rechenleistung

Für Anleger stellt sich die Frage, warum ein ETF in diesem frühen Technologiestadium überhaupt sinnvoll sein kann. "The Motley Fool" argumentiert, es sei im Technologiesektor schwierig, langfristige Gewinner zuverlässig zu identifizieren. "Erster zu sein reicht nicht aus, wenn ein anderes Unternehmen bessere Technologie entwickelt", heißt es dort sinngemäß. Ein ETF könne helfen, das idiosynkratische Risiko einzelner Titel zu reduzieren und stattdessen breit auf das Thema zu setzen.

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Die entsprechenden Produkte decken Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette ab, darunter Hardwarehersteller, Chipentwickler sowie Firmen aus dem Bereich Machine Learning. Insbesondere die Verknüpfung von Quantencomputing und KI gelte als potenzieller Wachstumstreiber. Gleichzeitig betont "The Motley Fool", dass es sich um eine langfristige Investmentstory handelt, die sich über ein Jahrzehnt oder länger entfalten dürfte. Kurzfristige Effekte seien nicht zu erwarten.

Hohe Erwartungen treffen strukturelle Risiken

Trotz anhaltend steigender Mittelzuflüsse bleibt die Technologie nach Einschätzung mehrerer Beobachter in der Entwicklungsphase. Investing.com betont, viele kommerzielle Anwendungen seien weiterhin Zukunftsmusik. Einige Experten rechnen nicht vor den 2040er-Jahren mit einer breiten Ablösung klassischer Systeme. Diese langfristige Perspektive müssten Anleger mitbringen.

Hinzu kommen produktspezifische Aspekte. "ETF Stream" weist darauf hin, dass sich in manchen Portfolios neben spezialisierten Quantenfirmen auch breit aufgestellte Technologiekonzerne oder sogar Finanzinstitute finden. Das wirft Fragen zur thematischen Abgrenzung auf. Zudem liegen die Gesamtkostenquoten mit rund 0,40 bis 0,45 Prozent laut "The Motley Fool" über denen klassischer breit gestreuter Indexfonds.

Quantencomputer-ETFs bleiben damit thematische Investments mit erhöhtem Risiko. Sie eröffnen Zugang zu einer potenziell disruptiven Technologie, verlangen aber Geduld, Risikobereitschaft und einen langen Anlagehorizont.

Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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