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07.05.2020 10:47
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Solarmarkt Japan - drittstärkster Solarmarkt weltweit

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Von Thorsten Eitle, Mitbegründer von HEP
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Als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt und Unterzeichner des Pariser Klimaabkommens nimmt Japan den Klimaschutz sehr ernst. Das Land verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2030 den Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix des Landes auf 24 Prozent zu steigern. Im Jahr 2018 lag der Anteil laut dem "Institute for Sustainable Energy Policies" bei rund 17,4 Prozent und damit einen Prozentpunkt über dem Vorjahreswert.

Durch ihren Sonnenreichtum ist die High-Tech-Nation als Investitionsmarkt für Photovoltaik-Projekte geradezu prädestiniert. Zudem hat Japans Regierung 2018 in ihrer Energie-Strategie die Solarenergie als Hauptenergiequelle für die Stromerzeugung eingeordnet. Mit einem Marktanteil von elf Prozent und einer Kapazität von 55,9 Gigawatt ist Japan nach China und den USA der drittgrößte Solarmarkt weltweit und liegt damit einen Platz vor Deutschland.

Der japanische Solarmarkt ähnelt in Struktur und Entwicklung stark dem deutschen. 2012 wurde nach deutschem Vorbild als Anreiz zum Ausbau der Solarenergie eine gesetzliche Einspeisevergütung eingeführt. Die japanische Gesetzesgrundlage wurde im Jahr 2017, genau wie drei Jahre zuvor in Deutschland, reformiert.
Beide Nationen wollen so einen effizienten Ausbau der Photovoltaik auch unter marktwirtschaftlichen Bedingungen sicherstellen. Der Übergang von staatlichen Unterstützungen zu marktwirtschaftlichen Mechanismen wie Auktionen und Direktvermarktung wurde damit geschaffen. Im ersten Schritt hatte die reduzierte staatliche Vergütung für kommerzielle Anlagen jedoch einen Rückgang der landesweiten Zubaurate zur Folge.

Diese Entwicklung ist momentan nicht nur in Japan, sondern auch beim Weltmarktführer China zu beobachten. In beiden Märkten hat im Jahr 2018 die Zubaurate abgenommen. In Japan lag sie nach Angaben des japanischen Solarverbands (JPEA) mit 6,6 Gigawatt rund acht Prozent unter dem Vorjahreswert von 7,2 GW. Die JPEA geht davon aus, dass sich der Abwärtstrend bis 2024 fortsetzen wird, bis die Talsohle von rund 4 Gigawatt erreicht wird. Bis dahin wird erwartet, dass sich der japanische Energiemarkt neu strukturiert und eine Erholung des Markts, wie wir sie in Deutschland bereits beobachten, beginnen wird. Die Bundesrepublik macht es vor: Die prozentuale Zubaurate war 2019 so hoch wie zuletzt im Jahr 2010.

Der europäische Solarverband SolarPower Europe rechnet in seinem gemittelten Zukunfts-Szenario damit, dass in Japan von 2019 bis 2023 rund 26,5 Gigawatt Leistung zugebaut werden. Japan liegt damit, trotz niedrigerer Wachstumsrate, gemessen an der zugebauten Gesamtkapazität im Zeitraum von 2019 bis 2023 hinter China, Indien, USA und Australien auf dem fünften Platz. Somit bleibt Japan als Investitionsmarkt für Photovoltaik auch in der Übergangsphase der nächsten Jahre hochattraktiv.

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Die AIF-Kolumne wird Ihnen präsentiert von der Fondsbörse Deutschland, dem unabhängigen Infoportal für Alternative Investmentfonds.

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Bildquellen: AIF
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