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03.02.2018 12:00
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Griechenland: Applaus von den Anlegern

Euro am Sonntag-Ausland: Griechenland: Applaus von den Anlegern | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Ausland
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Der Reformeifer der Regierung treibt die Aktienkurse in Athen. Das Auslaufen des Hilfsprogramms im Sommer ist für Anleger kein Grund, Gewinne bereits mitzunehmen.
€uro am Sonntag
von Jörg Billina, Euro am Sonntag

Alexis Tsipras, der griechische Ministerpräsident, hat es den Bürgern versprochen: In seiner Amtszeit werde Griechenland die wirtschaftliche Souveränität zurückgewinnen. Vieles spricht dafür, dass er im August dieses Jahres sein wichtigstes politisches Ziel erreicht.


"Griechenland kann auf eigenen Beinen stehen und wird sich künftig wieder am Markt refinanzieren", sagt Nota Zagari, Managerin des Hellas Opportunities. Der Aktienfonds legte binnen eines Jahres um circa 30 Prozent zu. "Von einer Rückkehr an den Kapitalmarkt wird die Börse weiter profitieren", ist Zagari überzeugt. Unternehmen könnten sich dann leichter Kapital für Investitionen beschaffen.


Auch Brüssel und Washington stützen die Hoffnung auf finanzielle Eigenständigkeit und nähren Kursfantasien. Die Finanzminister der Eurogruppe und der Internationale Währungsfonds lobten jüngst die Fortschritte Griechenlands bei der Umsetzung der geforderten Maßnahmen.

Vergangene Woche hat Griechenlands Parlament ein 1.500 Seiten umfassendes Gesetzespaket verabschiedet. Eine der wichtigsten Neuerungen: Die Finanzämter haben nun das Recht, die Immobilien säumiger Steuerschuldner zu beschlagnahmen und zu versteigern. So kommt Geld in den Staatshaushalt. Fondsmanagerin Zagari hält dieses Jahr nicht nur einen Überschuss vor Zinszahlungen, sondern erstmals einen regulären Überschuss für möglich.

Positiver Ausblick

In Anerkennung des Reformeifers wird die Eurogruppe im Februar eine weitere Tranche aus dem insgesamt 86 Milliarden Euro umfassenden dritten Hilfsprogramm überweisen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird Athen weder die zugesagten Kredite in voller Höhe beanspruchen noch nach der Beendigung des Hilfsprogramms im Sommer neue Mittel benötigen. Die Vormundschaft der Gläubiger wäre dann offiziell beendet.

Allerdings wird Griechenlands Regierung danach weiter eng mit den Geldgebern kooperieren und am Sanierungskurs festhalten müssen, ansonsten drohen die Anleihezinsen kräftig anzuziehen. Die Kreditgeber dürften aber im Gegenzug dem Land Schuldenerleichterungen einräumen, meint S & P.

Die Ratingagentur stufte vor Kurzem die Bonität Griechenlands um eine Stufe auf "B" herauf. Das ist zwar immer noch Non-Investment-Grade, doch der Ausblick ist positiv. Bis zum Jahr 2021 könnte laut S & P die Schuldenquote von 180 auf 154 Prozent des Bruttoinlandsprodukts fallen. Zudem nimmt Griechenlands Wirtschaft Fahrt auf. S & P prognostiziert für die Jahre 2018 bis 2021 eine durchschnittliche Zuwachsrate von 2,4 Prozent. Auch das sollte die Schuldenlast verringern.

Grünes Wachstum

Nicht nur die verbesserten ökonomischen Rahmenbedingungen sprechen für den Einstieg in griechische Aktien. An der Börse finden Investoren zudem Unternehmen mit guten Perspektiven. Zu diesen zählt GEK Terna, einer der größten Anbieter erneuerbarer Energien in Griechenland.

Tsipras hat dem Projekt "grünes Wachstum" Priorität eingeräumt. Nicht nur um die Umwelt zu schonen. In erneuerbaren Energien sieht der Ministerpräsident eine zusätzliche Chance, die Krise seines Landes nachhaltig zu überwinden.

Investor-Info

Hellas Opportunities
Griechische Überflieger

Fondsmanagerin Nota Zagari investiert bevorzugt in Large und Mid Caps, die ihre Umsätze nicht nur in Griechenland, sondern auch im Ausland erzielen. Dazu zählt etwa der Zementhersteller Titan Cement. Auch die größte Fluggesellschaft des Landes, Aegean Airlines, findet sich im Portfolio. Zudem nutzt Zagari Chancen, die sich im Finanzsektor bieten. Dazu gehört etwa die Alpha Bank.
Der Fonds ist eine interessante Beimischung für das Depot risikofreudiger Anleger.


Bildquellen: javarman / Shutterstock.com, istockphoto / Beeldbewerking

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