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14.02.2020 11:25

Aldi und Lidl machen Geld abheben möglich - dm zieht nach und unterbietet die Konkurrenz

Ab Einkaufswert von 5 Euro: Aldi und Lidl machen Geld abheben möglich - dm zieht nach und unterbietet die Konkurrenz | Nachricht | finanzen.net
Ab Einkaufswert von 5 Euro
Bargeld abheben ist in Märkten deutschlandweit schon seit einigen Jahren möglich. Es stellt einen zusätzlichen Service dar, der aufgrund von möglicher Kundenbindung vielzählig angeboten wird. Die Discounter Aldi und Lidl bieten diese Leistung nun ebenfalls an und unterbieten hierbei die Konkurrenz. Einzig dm gibt sich noch kundenfreundlicher.

Bargeld abheben beim Disounter

Schon seit einigen Jahren ist es für Kunden in Supermärkten gang und gäbe, nach dem Einkauf auch noch Bargeld abzuheben. Wer mit Karte bezahlt und einen gewissen Mindesteinkaufswert erreicht, kann sich anschließend beim Kassierer oder der Kassiererin Bargeld auszahlen lassen.

Seit Anfang des Jahres ist dies auch bei den Discountern Lidl und Aldi Süd möglich, die Krux, der mindestens zu erreichende Einkaufswert wurde auf fünf Euro gesenkt. Bei der Konkurrenz muss zunächst für zehn oder gar 20 Euro eingekauft werden, bevor der Service in Anspruch genommen werden kann.

Eine Auszahlung bis zu 200 Euro ist demnach möglich, sofern mit Bankkarte bezahlt wurde. Kreditkarten sind von diesem Angebot ausgeschlossen. "Sobald du den Mindesteinkaufsbetrag von fünf Euro erreicht hast, einfach an der Kasse den gewünschten Betrag nennen, PIN deiner Girocard eingeben und Bargeld direkt erhalten", erklärt Lidl in einer vorliegenden Pressemitteilung.

Kampf um Kundenbindung

Schätzungen des Handelsverbands HDE zufolge, bieten bundesweit circa 22.000 Supermärkte, Drogerien, Tankstellen und Baumärkte den kostenlosen Service des Bargeldabhebens an.

"Die Kunden haben sich an den bequemen Service gewöhnt und fragen ihn zunehmend nach", erklärt Ulrich Binnebößel vom HDE im Gespräch mit der Berliner Morgenpost.

Demnach ist es ein Service, den kaum ein Händler mehr missen lässt, vielmehr sei ein Wettbewerb ausgebrochen, der sich um den Mindesteinkaufswert drehe, so Binnebößel. So eröffnete der Discounter Netto Ende 2019 den Kampf und senkte demnach die Grenze auf fünf Euro, Lidl und Aldi Süd zogen anschließend nach.

Nun hat dm diese Marke noch einmal unterboten, in mehr als 2.000 Filialen des Drogeriemarktes ist es nun ebenfalls möglich, kostenlos bis zu 200 Euro Bargeld abzuheben und das ohne Mindesteinkaufswert. Demnach muss lediglich ein Produkt in dem Markt mit EC-Karte bezahlt werden, um sich zum Geldabheben zu qualifizieren.

"Wir möchten unsere Leistungen in den dm-Märkten stets weiterentwickeln, um das Einkaufserlebnis vor Ort noch kundenfreundlicher zu gestalten. So bieten wir bei dm als erster Händler die Möglichkeit, ab einem Kauf eines Produktes Bargeld […] gebührenfrei abzuheben", so heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Bankenverband sieht sich nicht bedroht

Gesetzlich ist keine Mindestgrenze für das Geldabheben in Märkten festgelegt, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) kontrolliert jedoch, dass die Märkte sich nicht zu kleinen Banken entwickeln. Eine Sprecherin der BaFin teilt im Gespräch mit der Berliner Morgenpost mit, die Märkte dürfen die Einkäufe nicht als "Vorwand für das Anbieten von Zahlungsdiensten" missbrauchen, ansonsten wäre dies eine genehmigungspflichtige Bankenleistung.

Doch für die Märkte ist das sogenannte Cashback keine wirtschaftlich motivierte Dienstleistung, sie bieten den Service als Kundebindungsmaßnahme an. "Jeder Händler muss in der Regel etwa 0,2 Prozent der Summe an das Kreditinstitut bezahlen - also rund 40 Cent bei 200 Euro", erklärt Binnebößel.

Laut einer Umfrage des Zahlungsdienstleisters Glory, geht die Theorie der Händler auch auf. So nutzt jeder vierte Verbraucher den angebotenen Service des Geldabhebens, wobei sich 25 Prozent derjenigen sogar den Markt explizit zum Einkaufen suchen, der das Cashback auch anbietet.

Der Bankenverband sieht in diesem Geschäftsmodell keine Bedrohung der eigenen Branche, er wirbt regelrecht auf der eigenen Webseite für die teilnehmenden Märkte.

Henry Ely / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: graham parton / Shutterstock.com, r.classen / Shutterstock.com

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