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Kinder, Hochzeit, Studium: Die teuersten Entscheidungen im Leben - Was kostet der eigene Lebensweg?

19.03.26 21:43 Uhr

Kinder, Hochzeit, Studium: Die größten Kostenfaktoren im Leben im Blick | finanzen.net

Manche Lebensentscheidungen hinterlassen nicht nur emotionale Spuren, sondern reißen auch ordentliche Löcher ins Budget. Studium, Hochzeit, Kinder - all diese Meilensteine kosten Geld. Doch wie viel genau? Und lässt sich darauf überhaupt vorbereiten?

Studium und Ausbildung

Bildung kostet. Wer sich für ein Studium entscheidet, muss oft tief in die Tasche greifen oder sich verschulden. Laut Stern zählt die Ausbildung zu den elf teuersten Entscheidungen überhaupt. Zwar fallen in Deutschland meist keine horrenden Studiengebühren an, dafür schlagen Miete, Lebensmittel und Lehrmaterial ordentlich zu Buche. Bafög hilft vielen über die Runden, reicht aber längst nicht immer. Viele Studierende jobben nebenbei, was wiederum die Studiendauer verlängern kann. Besonders kompliziert wird es, wenn während des Studiums Nachwuchs kommt.

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Hochzeit

Die Hochzeit soll perfekt sein und das hat seinen Preis. Zwischen 10.000 und 20.000 Euro geben deutsche Paare durchschnittlich aus, wie Kartenmacherei berichtet. Ein Viertel investiert sogar noch mehr. Location, Catering, Fotograf, Musik, das Brautkleid - die Liste der Posten ist lang. Und die Kosten steigen weiter, nicht zuletzt wegen Inflation und gestiegener Ansprüche. Viele Paare sparen an der Gästeliste oder wählen günstigere Locations, um im Rahmen zu bleiben. Trotzdem nehmen 17 Prozent einen Kredit auf, um sich den Traum von der perfekten Feier zu erfüllen, heißt es weiter. Eltern steuern zwar oft etwas bei, aber immer mehr Paare stemmen die Kosten allein und kalkulieren dafür mitunter Jahre im Voraus.

Kinder

Windeln, Kleidung, Kita, Schule, Hobbies - Kinder sind teuer. Wer Nachwuchs bekommt, muss mit Kosten rechnen, die bis zur Volljährigkeit leicht die 100.000-Euro-Marke knacken. Der Tagesanzeiger listet Kinder als eine der fünf wichtigsten finanziellen Entscheidungen überhaupt. Und damit ist oft noch nicht Schluss: Viele Eltern unterstützen auch später noch, beispielsweise bei Ausbildung, Studium oder der ersten Wohnung. Wer selbst noch im Studium steckt und Nachwuchs erwartet, steht vor einer besonders kniffligen Situation. Dann wird jeder Cent zweimal umgedreht, Stipendien werden zum Rettungsanker. Teach Economy weist darauf hin, dass der familiäre Hintergrund stark beeinflusst, welchen Bildungsweg Kinder später einschlagen. Akademische Eltern erhöhen die Chancen auf ein eigenes Studium deutlich.

Weitere Entscheidungen, die ins Geld gehen

Studium, Hochzeit, Kinder - das sind die offensichtlichen Kostentreiber. Aber daneben gibt es noch andere Weichenstellungen, die den Geldbeutel belasten. Kaufen oder mieten? Diese Frage stellen sich viele irgendwann, und die Antwort prägt oft das gesamte Vermögen. Versicherungen sind ein weiteres Thema: Berufsunfähigkeitsversicherung, Haftpflicht, was braucht man wirklich? Laut Swiss Life fühlt sich mehr als die Hälfte der Deutschen bei solchen Finanzfragen überfordert. Der Versicherungsbote berichtet sogar, dass fast jeder Zweite schon mal eine finanzielle Entscheidung bereut hat - meistens, weil zu wenig recherchiert oder zu impulsiv gehandelt wurde. Ein finanzielles Polster für Notfälle wird mit zunehmendem Alter immer wichtiger, wird aber oft vernachlässigt.

Redaktion finanzen.net

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