Hurrikan in Sicht?

Während der US-Notenbankchef Ben Bernanke am Freitag die zentrale Bedeutung ...
... der Arbeitsmarktzahlen für die wirtschaftliche Entwicklung hervorhob und vor den erheblichen Risiken einer anhaltenden Schwäche in diesem Bereich warnte, bejubelte der Markt seine Rede in Jackson Hole. Grund war die Aussage, dass die Federal Reserve alles was ich ihrer Macht steht tun wird, um die wirtschaftliche Stabilität zu wahren. Die Analysten der Deutschen Bank erwarten, dass Bernankes Rede den Offenmarktausschuss der Fed (FOMC) bei der nächsten Sitzung im September unter Druck setzen wird, um daraufhin weitere Schritte wie etwa zusätzliche Wertpapieraufkäufe anzukündigen. Dieses Vorgehen ist besonders wahrscheinlich, wenn sich die Prognosen zu den Arbeitslosen- und Inflationszahlen für 2011 und 2012, die im Anschluss veröffentlicht werden, weiter verschlechtern.
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Stimuliert durch eine gute Stimmung in der Wirtschaft ist der S&P 500 um 1,7 Prozent gestiegen. Gold ist leicht gefallen, weil sich die Risikobereitschaft entsprechend erhöht hat. Kupfer stieg an der London Metal Exchange (LME) auf 7.472 US-Dollar je Tonne – das ist der höchste Stand der Woche. Erdöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im Oktober verteuerte sich um 2,5 Prozent und schloss bei 75,17 US-Dollar je Barrel. Der Tagesschlusskurs von Mais lag bei 421 US-Dollar pro Scheffel, was einem Anstieg von 1,1 Prozent entspricht. US-Erdgas profitierte dagegen nicht vom gestiegenen Interesse an Weizen, Erdöl und Industriemetallen. Der Septemberkontrakt verlor 4 Prozent und fiel auf 3,65 US-Dollar je eine Million Maßeinheiten British Thermal Unit (BTU). Auch Berichte über die Entstehung einer starken Hurrikan-Wetterlage im Atlantik konnten den Preis nicht stützen.
Die US-Energiebehörde berichtet, dass die Produktionsunterbrechungen durch Hurrikans in den Monaten Juni und Juli hinter den Erwartungen zurückblieben. Die ursprüngliche Prognose in Höhe von 20 Milliarden Kubikfuß (BCF) wurde mit einem Wert von 8 deutlich unterschritten. Laut der US-amerikanischen Wetter- und Ozeanografiebehörde (NOAA) verläuft die Hurrikan-Saison offiziell zwischen dem 1. Juni und dem 30. November mit 97 Prozent der tropischen Aktivität. Die Behörde sagt auch die maximale Aktivität von Anfang bis Mitte September voraus. Nach den Vorhersagen sieht der tropische Sturm Earl wie der nächste Kandidat für einen Hurrikan aus. Allerdings glaubt das Meteorologenteam der Deutschen Bank, dass er im Atlantik bleibt und nicht in den Golf von Mexiko drehen wird. Es ist jedoch möglich, dass der nächste Sturm Fiona in der zweiten Septemberwoche auf die Golfregion trifft.
Produkt im Fokus: db ETC Brent Crude Oil Euro Hedged ETC (A1AQGX1)
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Philip Knüppel ist im Product Management der db ETC – der Exchange Traded Commdodity (ETC) Plattform der Deutschen Bank AG. Vor seinem Einstieg in das db ETC Team war er bei der ABN AMRO Bank im Bereich Strukturierte Produkte und dort zuständig für Index Produkte auf Rohstoffe, Aktien und Währungen.
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