Ölpreise steigen auf 4-Monatshoch - US-Drohkulisse gegen den Iran
NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Mittwoch weiter zugelegt und den höchsten Stand seit vier Monaten erreicht. Nach einem deutlichen Anstieg am Vortag ging es mit den Kursen weiter nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete zuletzt 68,41 US-Dollar. Das waren 84 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für US-Öl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte um 97 Cent auf 63,36 Dollar zu.

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Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.Am Ölmarkt bleiben geopolitische Spannungen das bestimmende Thema. Der Blick der Anleger richtet sich auf die Entwicklung im Opec-Mitglied Iran, nachdem die Vereinigten Staaten ihre militärische Macht in der Region verstärken. Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ist eine weitere Kriegsflotte Richtung Iran unterwegs.
Bereits am Dienstag waren die Ölpreise um etwa zwei Dollar je Barrel gestiegen. Zur Wochenmitte haben die Notierungen für Brent-Öl und für US-Öl die Gewinne weiter ausgebaut und jeweils den höchsten Stand seit Ende September des vergangenen Jahres erreicht.
Aus den Aussagen von Trump wird allerdings nicht klar, wie genau die Vereinigten Staaten ihre Militärpräsenz in der ölreichen Region am Persischen Golf verstärken wollen. Das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) kündigte eine mehrtägige Luftwaffenübung im Nahen Osten an. Trump hat ein militärisches Eingreifen seines Landes im Iran wegen der Tötung Tausender Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten nicht ausgeschlossen.
Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Bank Standard Chartered zeigt sich am Ölmarkt eine veränderte Stimmung. Die Sorge vor einem Überangebot nach einer höheren Fördermenge durch den Ölverbund Opec+ trete stärker in den Hintergrund. Nachdem Angebotssorgen die zweite Jahreshälfte 2025 bestimmt hatten, rechnen die Experten von Standard Chartered künftig mit stärkeren Preisschwankungen am Ölmarkt./jkr/jsl/he