Goldpreis und Ölpreis

Goldpreis über 5.250 US-Dollar: Rekordrally beschleunigt sich weiter

28.01.26 08:09 Uhr

Gold auf Rekordhoch: Preis steigt über 5.250 US-Dollar | finanzen.net

Während der Dollarindex auf den tiefsten Stand seit vier Jahren abgestürzt ist, markierte der Goldpreis oberhalb von 5.250 Dollar ein neues Rekordhoch.

Werte in diesem Artikel
Rohstoffe

5.282,34 USD 101,33 USD 1,96%

67,26 USD -0,44 USD -0,65%

62,17 USD -0,22 USD -0,35%

von Jörg Bernhard

Mittlerweile ist es nicht mehr zu übersehen: Der Dollar kämpfte mit einer massiven Vertrauenskrise. Auslöser war eine Aussage von Präsident Donald Trump, der den Wert der Währung als "großartig" bezeichnete, als er gefragt wurde, ob der Dollar zu stark gefallen sei. Zudem wurde gemeldet, dass das Verbrauchervertrauen in den USA im Januar auf den niedrigsten Stand seit mehr als elfeinhalb Jahren gefallen war. Grund dafür sind wachsende Sorgen über einen schwächelnden US-Arbeitsmarkt sowie anhaltend hohe Preise. Trump erklärte, dass er in Kürze seinen Kandidaten für den Vorsitz der Federal Reserve bekannt geben werde, und sagte voraus, dass die Zinsen sinken würden, sobald der neue Fed-Chef das Amt übernimmt. Bei der am Abend anstehenden Zinsentscheidung der Fed (20.00 Uhr) dürften die Fed Funds aller Voraussicht nach unverändert bleiben. Die Deutsche Bank erklärte am gestrigen Dienstag, dass der Goldpreis im Jahr 2026 auf bis zu 6.000 Dollar steigen könne. Als Begründung nannte sie eine anhaltend hohe Investmentnachfrage, da Zentralbanken und Investoren ihre Allokationen in Nicht-Dollar-Anlagen und physische Sachwerte weiter erhöhen.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit steigenden Notierungen. Bis 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 177,90 auf 5.260,50 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Wachsende Angebotssorgen

Der Ölpreis legte im frühen Mittwochshandel weiter zu, da anhaltende Angebots¬sorgen wegen des Wintersturms die US-Rohölproduktion und -exporte beeinträchtigen. Auch die wachsenden Spannungen im Nahen Osten verteuerten den fossilen Energieträger. Ein US-Flugzeugträger sowie begleitende Kriegsschiffe sind nach Angaben zweier US-Regierungsvertreter im Nahen Osten eingetroffen. Dies erweitere die Möglichkeiten von US-Präsident Donald Trump, US-Truppen zu schützen oder gegebenenfalls militärische Maßnahmen gegen den Iran zu ergreifen. Außerdem wies der am Dienstagabend veröffentlichte Wochenbericht des American Petroleum Institute ein unerwartetes Lagerminus in Höhe von 250.000 Barrel aus. Nun warten die Akteure an den Ölmärkten auf den "offiziellen" Wochenbericht der Energy Information Administration (16.30 Uhr).

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit höheren Notierungen. Bis gegen 8.00 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,35 auf 62,74 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,28 auf 66,87 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Invesco, ded pixto / Shutterstock.com

Nachrichten zu Goldpreis