"Kompliziertes Konzept"

Shark Tank-Star Kevin O'Leary: Diesen Investitionsfehler sollten junge Trader vermeiden

15.01.24 06:50 Uhr

Kevin O'Leary: Vermeiden Sie diesen Investitionsfehler als junger Trader | finanzen.net

Als er noch jünger war, hat Shark Tank-Investor Kevin O’Leary einen Investitionsfehler gemacht, vor dem er nun junge Trader warnt.

• Shark Tank-Star Kevin O‘Leary warnt junge Anleger
• Margenhandel ein sehr kompliziertes Konzept für Investoren
• Junge Händler "lernen es gerade jetzt"



Wie Shark Tank-Star Kevin O‘Leary in CNBCs "Squawk Box Asia" verriet, machte er in jüngeren Jahren einen Investitionsfehler, der ihm nie wieder passieren würde - nun warnt er junge Trader denselben Fehler zu begehen.

O’Leary warnt junge Trader

"Als ich ein junger Buckaroo-Händler war, habe ich Margins verwendet und wurde niedergemacht. Und ich habe es nie wieder getan", erklärte O’Leary im Interview. "Ich glaube, dass jeder Generation eine Lektion mit Margin erteilt wird, einschließlich mir", sagte der Risikokapitalgeber und Vorsitzende von O’Shares ETFs. "Man kann es jedem jungen Investor sagen, der noch nie einen Bärenmarkt gesehen hat … aber erst wenn er die Angst, die Dunkelheit und die vollständige Löschung seines Kontos erlebt, so lernt man." Laut O‘Leary sei es sehr wichtig, dass junge Händler das lernen, "und sie lernen es gerade jetzt."

Trading on Margin

Laut O’Leary ist der Margenhandel "ein sehr, sehr, sehr kompliziertes Konzept für Investoren".

Der Kauf auf Margin bedeutet im Grunde, dass sich ein Anleger Geld von einem Broker leiht, um Vermögenswerte zu kaufen. Damit bietet sich dem Trader die Chance, Gewinne zu erzielen, die er sonst nicht hätte erzielen können - bei fallenden Kursen erhöht sich jedoch auch das Risiko, denn es entsteht eine Hebelwirkung.

Wenn ein CFD-Investor für eine Position im Wert von 1.000 Euro zum Beispiel nur eine Margin von 250 Euro hinterlegen muss, ergibt sich der Faktor vier. Bewegt sich die zugrundeliegende Aktie um ein Prozent hoch oder runter, gewinnt oder verliert der Anleger also bereits vier Prozent. Hierbei handelt es sich um einen Produkthebel.

Daneben ist zu beachten wie groß der Positionshebel bei solchen Geschäften ist. Dieser gibt das Verhältnis von der eingegangenen Position zum gesamten Handelsdepot an. Besitzt ein Anleger ein Guthaben von 1.000 Euro auf seinem Konto und hat eine Position im Wert von 1.000 Euro liegt der Hebel bei eins - eröffnet er jedoch zum Beispiel eine Position in Höhe von 10.000 Euro steigt der Hebel auf zehn. Legt der Trade in diesem Fall um zehn Prozent zu, verdoppelt sich das Guthaben bereits. Allerdings fällt das Depotguthaben auch schon bei einem Verlust von zehn Prozent auf null.

"Sie verstehen es nicht, bis sie bei Margin Calls auf Null ausgelöscht werden, und das passiert derzeit in jedem Sektor, insbesondere in Krypto", sagte O‘Leary. Im sogenannten Margin Call wird der Anleger, wenn die Position so viel verliert, dass die hinterlegte Margin angegriffen wird, dazu aufgefordert Geld nachzuschießen oder einen Teil der Position zu schließen.

O’Leary verlautete gegenüber CNBC, dass er, kurz bevor er zum Interview gekommen sei, mit seinem Sohn über das Thema gesprochen habe, der 25 Jahre alt sei und auch bereits seine Lektion gelernt habe. "Aber ich habe ihm auch Diversifikation beigebracht. Er weiß also, dass man nicht alle Eier in einen Korb oder [in] eine Aktie oder eine Anlageklasse legt", so O’Leary.

"Du gewinnst also einige, du verlierst einige. Das ist die Art, wie Investieren funktioniert. Es ist nie geradeaus."

Redaktion finanzen.net

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