12.01.2021 22:38

Nach Horror-Jahr 2020: Diese Öl- und Gas-Aktien könnten den Markt 2021 outperformen

Chancen im Energiesektor: Nach Horror-Jahr 2020: Diese Öl- und Gas-Aktien könnten den Markt 2021 outperformen | Nachricht | finanzen.net
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Der historische Ölpreiscrash im Jahr 2020, welcher durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde, riss die Anteilsscheine der großen Öl- und Gas-Konzerne gnadenlos in die Tiefe. Die allmähliche Entspannung am Ölmarkt deutet nun jedoch auf einen zügigen Rebound hin.
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• Ölpreise nähern sich schrittweise Vorkrisenniveau an
• Erdgas & LNG gewinnen an Bedeutung im Energiemarkt
• Europäische Erdölfirmen schlagen einen neuen Weg ein

Investoren, die Ende 2019 bzw. zu Beginn des Jahres 2020 ein größeres Engagement im Öl- und Gas-Sektor vorgenommen haben, hatten im Jahresverlauf 2020 sicherlich nur wenig zu lachen. Denn Mitte April stürzte der Ölpreis erstmals in der Menschheitsgeschichte unter die Marke von null US-Dollar je Barrel. Weltweite Lockdowns sorgten sogar dafür, dass die Produzenten des schwarzen Goldes zeitweise bis zu 40 US-Dollar je Barrel bezahlen mussten, damit der Rohstoff überhaupt noch einen Abnehmer fand.

Die Renaissance der Öl-Branche

Das extreme Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage sowie die surreale Situation von negativen Ölpreisen gehören nun, dank dem gemeinschaftlichen Handeln der OPEC+-Staaten und vor allem der schnellen Impfstoffentwicklung der Vergangenheit an. Mit Preisen in Höhe von knapp über 50 US-Dollar notieren die Ölsorten WTI und Brent aktuell nämlich fast schon wieder auf dem Vorkrisenniveau.

Zwar pendeln die Rohölpreise gegenwärtig immer noch auf einem relativ niedrigen Niveau, dennoch machte der jüngste Preisanstieg deutlich, dass das Zeitalter des Erdöls trotz dem Trend hin zu saubereren Alternativen noch längst nicht vorbei ist. Die Rohstoffe Erdgas und Öl sind dementsprechend immer noch die mit Abstand wichtigsten Produkte auf dem internationalen Energiemarkt.

Das Ende der Erdöl-Ära liegt in ferner Zukunft

Der US-amerikanische Mineralölkonzern ExxonMobil geht in diesem Zusammenhang sogar davon aus, dass das Zeitalter des Erdöls noch Jahrzehnte Bestand haben könnte. Die Experten und Forscher des Energieriesen verweisen dabei unter anderem auf den historisch langwierigen Konkurrenzkampf zwischen Öl und Kohle.

So dauerte es insgesamt rund 100 Jahre bis Erdöl die Kohle als wichtigsten globalen Energieträger ablösen konnte. Dass der Übergang vom Erdöl hin zu erneuerbaren Energiequellen ebenfalls so lange dauern wird, ist zwar gänzlich unwahrscheinlich, dennoch gehen selbst die größten Verfechter von regenerativen Energiequellen davon aus, dass die Menschheit noch viele Jahre von Öl abhängig sein wird.

Die Fachleute von Exxon kalkulieren außerdem damit, dass die großen Unternehmen der Branche, selbst in einer Welt die weniger Öl als aktuell benötigt, weiterhin neue Vorkommen erforschen bzw. erschließen müssen um die Nachfrage auf dem globalen Energiemarkt zu befriedigen. In einem solchen Szenario dürfte es sogar zu einem gegensätzlichen Ungleichgewicht, im Vergleich zu der Situation am Ölmarkt im April 2020, zwischen dem Angebot und der Nachfrage kommen. Denn aufgrund der derzeit sehr niedrigen Erdölpreise streichen viele Mineralölkonzerne ihre Investitionen in neue Förderprojekte zusammen, was langfristig zwangsläufig zu einer Verknappung des Angebots führen wird.

Erdgas & LNG - Energieträger mit Perspektive

Während an der Börse viel über die zukünftige Preisentwicklung am Ölmarkt diskutiert wird, gewinnt ein Rohstoff, welcher häufig zusammen mit Erdöl auftritt, da er auf eine sehr ähnliche Art entsteht, still und heimlich immer mehr an Bedeutung. Die Rede ist in diesem Zusammenhang von Erdgas und Flüssiggas bzw. LNG.

Erdgas kann im Gegensatz zu Erdöl relativ umweltneutral erzeugt und verbrannt werden und wird aus diesem Grund schon jetzt vielfach zur flexiblen Stromerzeugung genutzt. Die große Stärke des Methangemischs liegt dabei vor allem in der hervorragenden Kombinierbarkeit mit erneuerbaren Energiequellen. So kann ein mit Erdgas betriebenes Elektrizitätswerk äußerst schnell an- und ausgeschaltet werden, somit lässt sich ein konstanter Stromfluss für die Verbraucher gewährleistet. Denn ohne entsprechende Energiespeicherlösungen kann es gerade bei Windkraft- und Photovoltaikanlagen, besonders bei Windstille oder bei Nacht, zu Produktionsengpässen kommen.

Die sechs Erdöl-Top-Picks von Paul Sankey

Aufgrund der Tatsache, dass Öl und insbesondere Erdgas in den nächsten Jahren noch eine zentrale Rolle auf dem Energiemarkt spielen werden, glauben einige Analysten nun an eine sukzessive Erholung des Sektors. So geht der bekannte Öl- und Gasanalyst Paul Sankey, welcher sein eigenes Analystenhaus betreibt, aktuell davon aus, dass sich der Kauf der ein oder anderen Aktie aus der Branche schon sehr bald auszahlen dürfte.

Sankeys erste Wahl im Sektor ist die Aktie des US-amerikanischen Pipelinebetreibers Enterprise Products Partners. Das sogenannte Midstream-Unternehmen besitzt und betreibt Pipelines und andere Öl- und Gasinfrastrukturen. Neben einer üppigen Dividendenrendite von über acht Prozent bieten die Anteilsscheine gegenwärtig auch noch ein enormes Aufholpotenzial.

Neben Enterprise Products Partner favorisiert der Ölexperte auch die Anteilsscheine von Chevron und ConocoPhillips. Beiden Unternehmen traut Sankey im Jahr 2021 eine deutliche Outperformance gegenüber dem Gesamtmarkt zu. Zuversichtlich stimmt ihn hierbei primär die von Chevron durchgeführte Übernahme von Noble Energy. "COVID hat es dem Unternehmen ermöglicht, genau das zu tun, was ein Big Oil-Konzern in einer katastrophalen Rezession tun sollte - Akquisitionen, in diesem Fall Noble Energy", so der Experte in Bezug auf die Milliardenübernahme von Chevron.

Mit steigenden Aktienkursen im Jahresverlauf 2021 rechnet Sankey auch bei Pioneer Natural Resources, Hess und EQT. Gegenwärtig notieren diese drei Aktien allesamt noch weit unter ihren Vorkrisenniveaus. Mit einem Aktienkurs in Höhe von aktuell rund 15 US-Dollar pendeln die Anteilsscheine des amerikanischen Energieunternehmens EQT gegenwärtig sogar gut 72 Prozent unter dem Niveau von 2014. "EQT ist eine großartige [Wette] auf die boomende US-LNG-Exploration und das gesamte Mega-Thema Erdgas", so der Experte in Bezug auf das in Pennsylvania beheimatete Explorationsunternehmen.

Europäische Öl- und Gas-Aktien befinden sich auf Erholungskurs

Investoren, die nun an einer graduellen Erholung am Ölmarkt mitverdienen möchten, müssen dafür nicht unbedingt den Atlantik überqueren, sondern können sich auch getrost bei den europäischen Energieriesen wie TOTAL, Shell und BP beteiligen. Diese Unternehmen bieten sich nämlich, im Gegensatz zu vielen US-Konkurrenten, zunehmend auch für umweltbewusste Anleger an.

So möchten die drei europäischen Ölgiganten zukünftig vermehrt auf Erdgas, erneuerbare Energien und Wasserstoff setzen. Im Gegensatz zu Exxon und Chevron, die ihren Fokus vorerst weiter auf die klassische Ölförderung legen möchten, schlagen die europäischen Konzerne einen etwas andere Weg ein.

Die Unternehmen TOTAL, Shell und BP haben dementsprechend schon sehr aggressive Pläne vorgelegt und Projekte gestartet, die eine langfristige Unabhängigkeit von Erdöl ermöglichen sollen. Mit einem stärkeren Fokus auf die regenerative Stromerzeugung oder das Erdgasgeschäft möchten die europäischen Big Oil nämlich sichererstellen, dass ihr Geschäftsmodell auch noch im Jahr 2050 Substanz hat.

Dieser nicht ganz selbstlose Sinneswandel von TOTAL, Shell und BP wird auch an den internationalen Kapitalmärkten honoriert. So notieren alle drei Aktien, in erste Linie natürlich dank der OPEC+ Förderkürzung und dem Impfstoff, nun schon wieder rund 50 Prozent über ihren Jahrestiefs von 2020. Die Vorkrisenniveaus der drei Mineralölkonzerne, deren Anteilsscheine vor der Pandemie bei rund 45, 25 und 5,50 Euro notierten, sind dennoch längst nicht wieder eingeholt, was für weitere Kurssteigerungen spricht.

Pierre Bonnet / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Calin Tatu / Shutterstock.com, James Jones Jr / Shutterstock.com

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