11.07.2017 07:38

Ron Paul: Gold 50 Prozent hoch - Aktien 25 Prozent runter bis Oktober

Crash voraus?: Ron Paul: Gold 50 Prozent hoch - Aktien 25 Prozent runter bis Oktober | Nachricht | finanzen.net
Crash voraus?
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Der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat Ron Paul warnt vor einem massiven Einbruch der Aktienmärkte. Auch einen Schuldigen hat der Politiker bereits im Visier.
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Ron Paul gehört zu den Bären an der Wall Street. Der Aufwärtstrend der US-Märkte ist ihm nicht geheuer. Entsprechend rechnet er mit einer massiven Korrektur - und zwar sehr bald.

Einbruch um 25 Prozent erwartet

In einem Interview mit CNBC erklärte er, dass die US-Wirtschaft mitnichten so stark sei, wie Investoren glauben würden. Ron Paul zeigt sich davon überzeugt, dass den Märkten in Kürze ein dramatischer Absturz bevorsteht. "Wenn unsere Märkte bis Oktober um 25 Prozent gefallen sind und zeitgleich Gold um 50 Prozent gestiegen, würde mich das nicht riesig überraschen", so der Experte. Für den S&P 500 würde dies einen Kursrutsch bis auf 1.800 Punkte bedeuten - aktuell notiert der US-Index um die 2.400-Punkte-Marke. Gold würde Pauls Rechnung zufolge unterdessen einen massiven Kurssprung von aktuell 1.200 Dollar je Feinunze auf über 1.800 Dollar hinlegen.

Ron Paul gibt der Fed die Schuld

Den Optimismus der Marktteilnehmer kann der Politiker nicht teilen: "Die Leute sind davon überzeugt, dass alles wunderbar ist und dass Aktien für immer weiter steigen werden. Ich glaube nicht daran. Die alten Regeln sind weiterhin gültig und aktuell gibt es zu hohe Schulden und zu viele Fehlinvestitionen", warnt Paul.
Darüber hinaus seien auch die US-Währungshüter schuld daran, dass eine Korrektur anstehen muss. Die Federal Reserve sollte besser vorsichtig sein, so Paul weiter. Er glaube nicht daran, dass die Fed wisse, was derzeit zu tun sei, daher erwartet er auch nichts Gutes von den Handlungen der US-Zentralbank. Bereits in der Vergangenheit hatte Paul scharfe Kritik an der Fed geäußert. Diese habe die Zinssätze viel zu lange auf historisch niedrigem Niveau gehalten.

Paul lag schon einmal daneben

Allerdings hatte Paul bereits vor rund einem Jahr eine entsprechende Besorgnis geäußert. Seitdem haben die US-Indizes eine Rally aufs Parkett gelegt, in deren Verlauf der S&P 500 rund 20 Prozent zugelegt hat, der Dow Jones um 24 Prozent und der Nasdaq Composite sogar um satte 30 Prozent über seinem Stand vom Vorjahr notiert. Gold unterdessen hat allein in diesem Jahr mehr als sechs Prozent verloren.

Zahl der Bären steigt

Dennoch mehren sich die Stimmen im Markt, die vor einem Einbruch warnen. Zuletzt hatte auch Rohstoff-Guru Jim Rogers erklärt, dass die schlimmste Finanzkrise, die Anleger in den letzten Jahrzehnten erlebt haben, kurz bevor stehen könnte. Auch er hofft nicht auf Schützenhilfe durch die Fed, sondern glaubt, dass die Währungshüter keine Möglichkeiten hätten, den "größten Crash unseres Lebens" noch zu verhindern.

Auch US-Starinvestor Bill Gross hatte sich den Skeptikern angeschlossen und davor gewarnt, dass das Risikolevel im Markt aktuell höher sei als vor der Finanzkrise. Auch für ihn sind Fed & Co. mitverantwortlich für den anstehenden Einbruch: Die Währungshüter würden mit Niedrig- und Negativzinsen für einen künstlichen Anstieg der Vermögenspreise sorgen. Zeitgleich würde aber in der Realwirtschaft nur wenig Wachstum erzielt - den Schaden hätten dann Sparer, Banken und Versicherungsunternehmen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: TJ Kirkpatrick / Freier Fotograf /Getty Images, Joe Raedle / Staff/Getty Images
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