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Trump-Versprechen stützen: DAX erholt sich nach Vortagessturz und klettert über 24.200-Punkte-Marke

04.03.26 20:06 Uhr

BÖRSE AKTUELL: Mittwoch an der Börse Frankfurt - DAX mit Erholung - Iran-Krieg bleibt im Fokus - 24.200-Punkte-Marke überschritten | finanzen.net

Nachdem der DAX massiv abgestürzt war, kam es am Mittwoch zu einer Erholung. Dabei stützten Versprechen seitens Donald Trumps, die Straße von Hormus passierbar zu halten.

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Nachdem der DAX am Dienstag massiv unter Druck gekommen war und sogar ein Tagestief von 23.601,11 Zählern (-4,2 Prozent) verzeichnet hatte, setzte am Mittwoch eine Stabilisierung ein. So ging das Börsenbarometer mit einem Plus von 0,47 Prozent bei 23.901,32 Punkten in den Mittwochshandel und zeigte sich auch im Anschluss klar freundlich. Er konnte dabei über die Marke von 24.000 Punkten springen und zuletzt sogar über 24.200 Punkten notieren, wo er um 1,74 Prozent fester (24.205,36 Zähler) schloss.

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DAX-Rekord zuletzt im Januar

Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern in den Feierabend gegangen, was einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.

Straße von Hormus soll passierbar bleiben

Die vage Hoffnung auf eine Sicherung der Straße von Hormus durch US-Streitkräfte hat den heftigen Kursrutsch am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch zunächst gestoppt.

"Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren", schrieb Trump am Vorabend auf seiner Plattform Truth Social. Um jeden Preis würden die USA den freien Fluss von Energie für den Rest der Welt sicherstellen. Zudem habe er die zuständige Behörde für Entwicklungsfinanzierung DFC angewiesen, Risikoversicherungen und Garantien für den gesamten Seehandel in der Region anzubieten.

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Am Markt überwog gleichwohl die Skepsis: "Der für die Märkte zentrale Aspekt ist, dass es bislang auf beiden Seiten keinerlei Anzeichen einer Deeskalation gibt", schrieb Stratege Jim Reid von der Deutschen Bank mit Blick auf die Konfliktparteien in Nahost.

Asiens Börsen rauschen nach unten

Trumps Versprechen hatte am Vorabend in New York dafür gesorgt, dass die US-Indizes ihre Verluste deutlich reduzierten. Ein Blick nach Ostasien zeigt aber, dass die Anleger an den Weltbörsen sehr nervös bleiben. Weil Südkorea und Japan stark von Ölimporten aus dem Nahen Osten abhängen, standen die Börsen dort am Mittwoch nochmals deutlich unter Druck. Der südkoreanische Leitindex Kospi verlor zweistellig an Wert.

Laut dem Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners versuchen die USA, die Situation zu beruhigen. "Bislang überzeugt der Plan, Tanker auf ihrem Weg durch die Straße von Hormus zu eskortieren, die Börsen aber nicht", kommentierte er dies am Morgen. Noch sei es zu unklar, ob sich dieser Plan tatsächlich umsetzen lasse. Nach einer Delle am Vorabend zogen die Ölpreise am Mittwoch dann auch wieder etwas an.

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Redaktion finanzen.net / dpa-AFX / Dow Jones Newswires

Bildquellen: Pavel Ignatov / Shutterstock.com, KenDrysdale / Shutterstock.com

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