Nahostkonflikt: DAX stürzt zeitweise 4% ab - letztlich unter 23.800 Punkten

Der DAX wurde am Dienstag massiv vom Nahostkonflikt belastet. Dabei fiel das Börsenbarometer nicht nur unter 24.000 Punkte, sondern noch deutlich weiter zurück.
Werte in diesem Artikel
Der DAX war bereits tiefer in den Handel gestartet und rutschte im Verlauf weiter ab. Er und markierte ein Tagestief von 23.601,11 Zählern (-4,2 Prozent). Am Ende blieb ein Abschlag von 3,44 Prozent auf 23.790,65 Punkten an der Kurstafel des XETRA-Haupthandels stehen.
DAX-Rekord zuletzt im Januar
Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern in den Feierabend gegangen, was einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.
Energiepreise im Fokus
Der Iran-Krieg hat den Abwärtsdruck an den weltweiten Börsen am Dienstag verstärkt. Steigende Öl- und Erdgaspreise nähren Konjunktur- und Inflationsängste. "Entscheidend für die Marktstimmung ist, wie sehr sich der Konflikt ausweitet, wie lange er dauert, wie die übrigen Großmächte auf den Angriff reagieren und wie stark die Energiepreise steigen", kommentierte Chris Iggo von BNP Paribas Asset Management.
Unter den Anlegern geht wegen des amerikanisch-israelischen Kriegs gegen den Iran weiter die Sorge vor einer Energiekrise um. Der DAX hängt seit Montag quasi am Gaspreis. Steigt dieser, geben die Aktienkurse nach; gibt der Gaspreis etwas nach, stabilisieren sich auch die Aktienkurse etwas.
Die Exporte von Flüssigerdgas aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten hätten 2025 etwa ein Fünftel der weltweiten Versorgung ausgemacht, schrieb Nitesh Shah vom Vermögensverwalter Wisdomtree. "Sie müssen die Straße von Hormus passieren. Eine Unterbrechung hätte daher globale Auswirkungen", so der Rohstoffexperte. Selbst vorübergehende Ausfälle verschärften die globale Versorgungslage erheblich.
Redaktion finanzen.net / dpa-AFX / Dow Jones Newswires
Weitere News
Bildquellen: Pavel Ignatov / Shutterstock.com