22.06.2012 10:39

Moody's stuft 15 Großbanken herunter

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In einem Rundumschlag gegen die internationale Finanzbranche hat die amerikanische Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit von 15 internationalen Großbanken herabgestuft, darunter auch der Deutschen Bank.
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Mit dem Schritt reagiert Moody's auf die trüben Aussichten weltweiter Banken, die mit sinkenden Gewinnen, härteren Auflagen, schleppendem gesamtwirtschaftlichen Wachstum und nervösen Investoren kämpfen. Es ist das erste Mal seit 2007, dass die Moody's-Fachleute den Bankensektor derart kritisch sehen.

Dabei geht es im Kern um solche Geldhäuser, die weltweite Finanzhandelsgeschäfte betreiben, nicht unbedingt um Banken mit direktem Kundenverkehr. Alle betroffenen Banken böten eine "erhebliche Angriffsfläche gegenüber den Schwankungen und den Risiken außerordentlicher Verluste, die Aktivitäten am Kapitalmarkt innewohnen", rechtfertigte Greg Bauer, Direktor der globalen Bankensparte bei Moody's, den Schritt.

  Auch die Deutsche Bank verlor bei den Analysten an Ansehen. Sie bewerteten die langfristigen Einlagen der Frankfurter Bank schlechter und stuften sie um zwei Stufen von Aa3 auf A2 ab. Als Grund nannten sie unter anderem, dass die Euro-Schuldenkrise das Geschäft der Bank zu beeinträchtigen drohe. Der Ausblick sei aber stabil, teilte Moody's mit.

Die Ratingagentur behält sich dennoch vor, ihren Daumen weiter zu senken, wenn "der Risikoappetit" der Deutschen Bank wieder zunehmen sollte und wenn erkennbar würde, dass sie ihr relativ umfangreiches Kapitalmarktgeschäft weniger stark kontrollieren würde. Negativ würde sich zudem auswirken, wenn das Institut seinen "m Branchenvergleich überdurchschnittlich hohen Anteil an Fremdfinanzierung" weiter erhöhen würde. Ein Sprecher der Deutschen Bank in Sydney wollte die Nachricht zunächst nicht kommentieren.

Fünf der sechs größten US-Banken betroffen

In Europa rutschten unter anderem UBS, Credit Suisse, BNP Paribas, Credit Agricole, Royal Bank of Scotland und Société Générale in eine schlechtere Bonitätsklasse. In den USA waren fünf der sechs größten Banken des Landes betroffen: Morgan Stanley, J.P.Morgan, Citigroup, Bank of America und Goldman Sachs.

Die Abstufungen dürften zahlreiche Banken dazu zwingen, höhere Rücklagen zu bilden. Zudem dürften ihre Kosten, sich frisches Kapital zu beschaffen, steigen, und ihre Umsätze dürften sinken. Auch Städte und Gemeinden dürften unter dem Urteil der Analysten leiden: Sie könnten es künftig schwerer haben, Geld aufzutreiben, um öffentliche Dienstleistungen bereitzustellen oder Schulen zu bauen. Investmentfonds dürften ihre Anlagestrategien überdenken.

Dow Jones Newswires

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