09.10.2018 21:04

Hedgefondslegende David Einhorn setzt Tesla mit Lehman Brothers gleich

Einhorn schießt zurück: Hedgefondslegende David Einhorn setzt Tesla mit Lehman Brothers gleich | Nachricht | finanzen.net
Einhorn schießt zurück
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Der Schlagabtausch zwischen Tesla-Chef Elon Musk und den von ihm verhassten Shortsellern geht in eine neue Runde. Diesmal meldet sich David Einhorn, Hedgefondsmanager und überzeugter Tesla-Leerverkäufer, zu Wort und findet einen drastischen Vergleich.
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Bereits in der vergangenen Woche schickte Tesla-Chef Elon Musk die Aktie des E-Autobauers wieder gen Süden. Über sein Lieblingsmedium, Twitter, verbreitete er eine Nachricht, die erneut Shortsteller anvisiert. Tesla-Leerverkäufer sind für den ambitionierten und umstrittenen Visionär ein beliebtes Ziel. Doch nun meldet sich eben einer dieser Shortseller zu Wort: David Einhorn.

Einhorn zieht Parallelen zu Lehman Brothers

David Einhorn, Gründer des Fonds Greenlight Capital, gilt als einer der größten Tesla-Bären. Sein Hedgefonds setzt auf einen Kursverfall der Tesla-Papiere. In einer Mitteilung an Investoren stellt Einhorn nun einen drastischen Vergleich an, um seine Meinung zu untermauern. Der Staranleger vergleicht Tesla mit Lehman Brothers. "Wie bei Lehman glauben wir, dass die Täuschung Tesla bald einholen wird", zitiert CNBC die Mitteilung. "Lehman hat Shortseller bedroht, hat sich verweigert Kapital zu erhöhen (es hat sogar noch Aktien zurückgekauft), und das Management hat der Öffentlichkeit angedeutet, dass es eine Privatisierung plane", so Einhorn in seinem Vergleich. Dass Tesla sich genau diesen Mitteln ebenfalls bedient, dürfte ein Blick in Elon Musks Twitter-Historie klarstellen. Musk wird nicht müde zu betonen, dass Tesla keine neuen Mittel benötige. Auch die Angriffe auf Leerverkäufer reißen nicht ab. Hinzu kommt der folgenschwere Tweet über die mögliche Privatisierung des Unternehmens, welcher Musk sogar seinen Vorsitz im Aufsichtsrat gekostet hat. Dass genau dieses Verhalten für Anleger verheerend werden kann, fasst Einhorn am Beispiel von Lehman Brothers weiter zusammen: "Monate später zahlten Anleger, Gläubiger, Angestellte und die globale Wirtschaft einen hohen Preis für das rücksichtslose Verhalten des Managements, das zum Bankrott geführt hatte."

Blufft Musk?

Einhorn ist sich sicher, dass Musk die finanzielle Situation des Konzerns schönredet. Über den Vergleich zu Lehman meint der 49-Jährige weiter: "Da sind viele Parallelen zu Tesla. Tesla war schon 2013 am Rand des Versagens. Teslas Barreserven fielen gefährlich tief und CEO Elon Musk versuchte heimlich und verzweifelt das Unternehmen zu verkaufen."

Einhorn lehnt sich mit solchen Aussagen ziemlich weit aus dem Fenster. Allerdings hatte er bereits im Mai 2008 auf einer Konferenz die Bilanzierung von Lehman Brothers und deren Auswirkungen auf die Finanzwirtschaft in Frage gestellt, und schlussendlich einige Monate vor der Finanzkrise, recht behalten. Nicht zu vernachlässigen ist jedoch auch, dass Greenlight Capital riesige Short-Positionen auf die Tesla-Aktie hält. Und auch an Lehman Brothers hielt der Hedgefonds im Mai 2008, also zum Zeitpunkt von Einhorns Rede, große Short-Positionen. Einhorn behauptet außerdem, dass der zweitgrößte Gewinner in seinem Portfolio im dritten Quartal die Tesla-Shorts waren. Auch für die Zukunft sieht der Hedgefondsmanager für Tesla schwarz: Er prognostiziert für das vierte Quartal "eine riesige Umsatz- und Gewinnenttäuschung".

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Paul Bereswill/Getty Images, ROBYN BECK/AFP/Getty Images

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