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18.05.2022 14:20

Uniper-Aktie im Plus: Uniper bezahlt russisches Gas in Euro über Konto bei Gazprombank - Bau neuer Gaskraftwerke

Fällige Rechnungen: Uniper-Aktie im Plus: Uniper bezahlt russisches Gas in Euro über Konto bei Gazprombank - Bau neuer Gaskraftwerke | Nachricht | finanzen.net
Fällige Rechnungen
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Deutschlands größter Importeur von russischem Erdgas, Uniper, geht davon aus, Ende Mai fällige Rechnungen für russisches Erdgas im Einklang mit den EU-Sanktionen begleichen zu können.
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Uniper erhalte die Rechnung in Euro, sagte ein Sprecher des Energiekonzerns am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Und wir bezahlen in Euro auf ein Konto der Gazprombank im Einklang mit dem neuen Zahlungsmechanismus. Auf diese Weise ist eine fristgerechte Vertragserfüllung unsererseits gewährleistet." Zu diesem Vorgehen stehe man im engen Austausch mit der Bundesregierung.

Der Uniper-Vorstandsvorsitzende Klaus-Dieter Maubach hatte Ende April der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) gesagt, dass sich das Unternehmen grundsätzlich darauf vorbereitet, über die "Zwei-Konten-Lösung" zu bezahlen. "Das heißt, wir zahlen weiterhin in Euro und es findet, orchestriert über die Gazprombank, eine unmittelbare Konvertierung in Rubel statt. Dass die Russen dann sagen, wir hätten in Rubel bezahlt, damit müssten wir dann leben."

Ende März hatte Kremlchef Wladimir Putin gefordert, dass mit Wirkung zum 1. April westliche Staaten Konten bei der Gazprombank in Russland eröffnen müssen, um russisches Gas zu bezahlen. Andernfalls würden die Lieferungen für die "unfreundlichen" Länder eingestellt. Nach einem von Putin unterzeichneten Dekret können die Zahlungen weiter in Euro oder Dollar auf das russische Konto eingezahlt werden. Die Gazprombank konvertiert das Geld in Rubel und überweist den Betrag in der russischen Währung an GAZPROM. Bei einem Ausbleiben der Zahlungen würden die Lieferungen eingestellt, hatte Putin gedroht. Russland hatte Gas-Lieferungen nach Polen und Bulgarien gestoppt, nachdem die beiden Länder sich nicht auf das neue Zahlungssystem eingelassen hatten.

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, äußerte sich in einem Dienstag veröffentlichten "FAZ"-Interview abwartend zu der Frage, wie die Gazprom-Rechnungen jetzt beglichen werden. "Wir werden sehen, ob die Zahlungen funktionieren." Deutschland sei mit dem Modell der sogenannten K-Konten einverstanden, auch die EU halte sie für sanktionskonform. "Das Verfahren ermöglicht es, die russischen Bedingungen und die Sanktionen gleichermaßen zu erfüllen. Nach meinem Verständnis gäbe es also einen gangbaren Weg, russisches Gas zu bezahlen, solange wir uns noch nicht unabhängig davon gemacht haben."

Vorstandschef betont Bedeutung Unipers für Energiewirtschaft

Der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns Uniper, Klaus-Dieter Maubach, hat die Bedeutung des Unternehmens für die deutsche Energiewirtschaft unterstrichen. "Uniper importiert jährlich rund 370 Terawattstunden Gas und beliefert damit direkt zahlreiche Industrieunternehmen und Stadtwerke", sagte Maubach am Mittwoch bei der virtuellen Hauptversammlung in Düsseldorf. Diese Menge entspreche rund einem Drittel des durchschnittlichen jährlichen Gasverbrauchs in Deutschland.

Uniper ist der größte Importeur russischen Erdgases. Von den 370 Terawattstunden Erdgas stammen rund 200 Terawattstunden aus Russland, wie das Unternehmen auf seiner Homepage angibt. Gas wird laut Maubach unter anderem auch aus Norwegen, den Niederlanden, Aserbaidschan, den USA und Katar bezogen.

Maubach betonte, dass Uniper auch der größte Betreiber von Erdgasspeichern in Deutschland ist. Auf das mehrheitlich zum finnischen Fortum-Konzern gehörende Unternehmen entfällt nach seinen Angaben rund ein Drittel der Speicherkapazitäten in Deutschland. "Uniper spielt damit eine zentrale Rolle im deutschen und europäischen Gasmarkt und bei der Versorgung unseres Landes."

Uniper erwägt weiter Bau neuer Gaskraftwerke in Deutschland

Der Energiekonzern Uniper lotet trotz der Kostenexplosion beim Erdgas weiter Möglichkeiten zum Bau neuer Gaskraftwerke in Deutschland aus.

"Uniper erwägt weiterhin, neue Gaskraftwerke in Deutschland zu bauen, um zur Versorgungssicherheit beizutragen" sagte Vorstandschef Klaus-Dieter Maubach am Mittwoch auf der virtuellen Hauptversammlung des Konzerns. Die Umsetzung sei allerdings von verschiedenen Faktoren abhängig, etwa von der kommerziellen Ausgestaltung. Gas ist nicht zuletzt in Folge des Ukraine-Kriegs knapp und teuer. Gaskraftwerke werden wegen der hohen Kosten derzeit von Kohlekraftwerken aus dem Markt gedrängt. Im Fall einer Gasnotlage dürfte sich dies noch verstärken.

Auf XETRA zeigt sich die Uniper-Aktie am Mittwoch zeitweise mit einem Plus von 1,85 Prozent bei 24,26 Euro.

DÜSSELDORF (dpa-AFX/Reuters)

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