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14.06.2019 21:13
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Apple-Aktie kämpft sich aus jedem Tief: Wie lange kann das noch gut gehen?

Geschäftsmodell im Visier: Apple-Aktie kämpft sich aus jedem Tief: Wie lange kann das noch gut gehen? | Nachricht | finanzen.net
Geschäftsmodell im Visier
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Apple-Aktionäre haben in den letzten Monaten eine Berg- und Talfahrt durchlebt. Doch in den letzten Tagen hat die Apple-Aktie eine Gewinnserie aufs Parkett gelegt, die Anleger seit rund 19 Jahren nicht mehr gesehen haben.
Von 233 US-Dollar im Oktober 2018 auf 142 US-Dollar im Januar 2019 und wieder zurück auf 210 US-Dollar im Mai: Die Apple-Aktie hat sich in den vergangenen Monaten stark volatil gezeigt. Der Absturz der Techwerte zum vergangenen Jahresende wirkte als Belastungsfaktor, eine Umsatzwarnung des Unternehmens zum Jahresstart sorgte für zusätzlichen Druck auf die Aktie.

Apple-Aktie kämpft sich aus den Tiefs

Doch der Anteilsschein des iKonzerns konnte seine schwachen Tage immer hinter sich lassen und reagierte mit einem Rebound. Auch die jüngste Aktienschwäche - Ende Mai ging es bis auf 175 US-Dollar nach unten - hat sich nicht dauerhaft auf den Aktienkurs ausgewirkt, im Gegenteil: Die Aktie feierte bis Dienstag sechs Handelstage in Folge Aufschläge von mehr als einem Prozent. Eine derartige Gewinnserie haben Anleger zuletzt zu Zeiten des Dotcom-Booms im Jahr 2000 gesehen.

Wie lange hält der Aufwärtstrend?

Dass sich derart starke Kursentwicklungen nicht unbegrenzt fortsetzen lassen, dürfte Anlegern klar sein. Schon am Mittwoch brach die Serie, die Apple-Aktie verlor im US-Handel moderate 0,32 Prozent und schloss bei 194,19 US-Dollar. Am Donnerstag ging der Anteilsschein dann kaum verändert bei 194,15 Dollar aus dem Handel.

Doch die Entwicklungen der vergangenen Monate zeigen: Auch negative Nachrichten scheinen der Apple-Aktie nicht nachhaltig zu schaden. Die Fähigkeit, schwache Kursphasen abzuschütteln, macht deutlich, dass Anleger weiterhin grundsätzlich von einer gesunden Geschäftsentwicklung bei Apple ausgehen.

Belastungsfaktoren weiter akut

Dabei ist der Gegenwind für das Unternehmen aktuell stark: Der Handelskrieg zwischen den USA und China verstärkt die China-Sorgen des iPhone-Herstellers zusätzlich, bei dem die schwache Nachfrage aus dem Land des Lächelns ohnehin bereits auf die Bilanz durchgeschlagen hat. Sollte sich eine Einigung im Handelsstreit weiter verzögern oder der Konflikt gar eskalieren, wird das wichtige China-Geschäft von Apple weitere empfindliche Einbußen verzeichnen.

Nicht alle Analysten glauben aber, dass die China-Problematik Apple auf Dauer zurückwerfen wird. In der vergangenen Woche hatte Daniel Ives, Analyst bei Wedbush, diesbezüglich Beruhigungspillen verteilt: Ein Schaden für Apple durch den Handelskrieg sei "mehr Lärm als Realität", er sehe keine fundamentalen Auswirkungen auf die iPhone-Produktion und die möglichen Kostensteigerungen.

Neben China drückt Apple-Aktionären aber noch eine deutlich fundamentalere Problematik auf die Stimmung: Die weiter andauernde Abhängigkeit des Unternehmens von seinem Umsatzbringer iPhone. Zwar hat Apple den Umbau zum Servicekonzern bereits in die Wege geleitet, doch die angekündigten Maßnahmen und vorgestellten neuen Service-Produkte kamen nicht bei allen Marktteilnehmern und Experten gut an. Die Apple-Kreditkarte, die der iKonzern in Zusammenarbeit mit Goldman Sachs auf den Markt bringt, war zuvor offenbar von vielen Investmentbanken abgelehnt worden, da die Finanzhäuser einen schlechten Deal witterten.

Und auch das neue Newsangebot Apple News war bei Experten durchgefallen, da ein signifikanter Ergebnisbeitrag wohl zunächst nicht zu erwarten sei.

Große Konkurrenz hat das Unternehmen zudem in zwei anderen Service-Angeboten, dem Film- und Serienstreaming sowie dem geplanten Spiele-Abo-Service Apple Arcade. Ob sich der Konzern gegen große Marktplayer wie Netflix, Google oder Disney behaupten kann, bleibt abzuwarten und dürfte wohl insbesondere von der Originalität der Apple-Inhalte abhängen.

Und auch ein möglicher Einstieg ins Roboterautogeschäft oder sogar ein eigenes Apple Car wird inzwischen so lange am Markt spekuliert, dass nur wenige Anleger noch an zeitnahe Erfolgsmeldungen aus diesem Bereich glauben.

Kartellvorwürfe könnten zum echten Problem werden

Ungeachtet der Negativfaktoren: Apple dürfte allein aufgrund seiner Größe und Kapitalausstattung wohl nicht in naher Zukunft in Schieflage geraten. Das sehen auch die Experten von Morgan Stanley so, die zwar im schlimmsten Fall von einem Absturz der Aktie bis auf 147 US-Dollar ausgehen, mit dem Eintritt dieses Worst Case-Bärenfalls selbst aber nicht rechnen.

Doch es gibt einen Belastungsfaktor, der für Apple tatsächlich zum echten Problem werden könnte: Die möglichen Ermittlungen des US-Justizministeriums gegen den Konzern. Die US-Behörden wollen die Marktmacht von Internetriesen wie Apple und Google stärker unter Beobachtung stellen und könnten sich dabei zunächst auf die App Stores der Unternehmen konzentrieren. Doch in den USA werden in jüngster Zeit vermehrt Stimmen laut, die sogar eine Aufspaltung der Internetgiganten fordern. Neben Apple dürfte dies auch die Anleger von Google, Facebook und Amazon nervös machen.
Zwar wäre der Weg hin zu einer Aufspaltung der Konzernriesen weit, schlagen US-Behörden und Politiker diesen aber ein, droht ernsthafte Gefahr auch für den iPhone-Riesen. Noch sind die Diskussionen diesbezüglich aber theoretischer und spekulativer Natur.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Bocman1973 / Shutterstock.com, TonyV3112 / Shutterstock.com

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