IPO am 21. März

Douglas-Aktie kommt zurück: Was Anleger jetzt zum IPO wissen müssen - Aktien kommen am unteren Ende der Spanne

19.03.24 20:28 Uhr

IPO-Anleger aufgepasst: Douglas-Aktie - so wirkt sich der Douglas-Börsengang auf den Aktienmarkt aus | finanzen.net

In der kommenden Woche steht der Börsengang der Parfümeriekette Douglas an. Diese Details sollten interessierte Anleger nun im Blick behalten.

Werte in diesem Artikel

• Douglas-IPO am 21. März
• Preisspanne zwischen 26,00 und 30,00 Euro
• Schuldenabbau im Fokus

Douglas konkretisiert Börsenpläne

Die Parfümeriekette Douglas will noch in diesem Monat an die Börse. Nachdem die Angebotsfrist bereits am vergangenen Dienstag begann und noch bis zum kommenden Dienstag, den 19. März, andauert, soll die Erstnotiz am Donnerstag, den 21. März erfolgen, wie das Unternehmen kürzlich in einer Mitteilung bekanntgab. Gelistet werden die Scheine an der Frankfurter Börse. "Die DOUGLAS Group ist sehr gut aufgestellt, um vom wachstumsstarken europäischen Premium-Beauty-Markt zu profitieren", kommentierte Douglas-CEO Sander van der Laan die Börsenpläne auf der Webseite der Einzelhandelskette. "Der Börsengang ist für uns der nächste logische Schritt, um unsere Strategie 'Let it Bloom' weiter erfolgreich umzusetzen und unser volles Potenzial auszuschöpfen."

Börsen-Comeback

Dabei ist Douglas kein Unbekannter an der Börse. Bis 2013 war das Unternehmen bereits börsennotiert, ehe der Finanzinvestor Advent und die Familie des Unternehmers Jörn Kreke Douglas im Rahmen einer Neuausrichtung von der Börse nahmen. 2015 war bereits ein Comeback geplant, allerdings übernahm dann das luxemburgische Finanzunternehmen CVC mit einem Anteil von 85 Prozent die Mehrheit an der Kette. Die restliche Beteiligung von 15 Prozent liegt nach wie vor in der Hand der Familie Kreke. Schon lange stand eine mögliche Rückkehr an die Börse im Raum, in den vergangenen Wochen konkretisierte Douglas die Pläne aber. Nun soll alles ganz schnell gehen und der Neuanfang noch vor Ostern erfolgen.

Markkapitalisierung bis 3,1 Milliarden Euro angestrebt

Die Parfümeriekette gibt bei ihrem fast 900 Millionen Euro schweren Börsengang Aktien am unteren Ende der zuvor genannten Spanne aus. Knapp 32,7 Millionen Aktien würden zu jeweils 26 Euro platziert, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Hinzu kämen noch rund 1,5 Millionen bestehende Papiere, damit die Teilnehmer von Management-Equity-Programmen künftige Steuerverpflichtungen im Zusammenhang mit dem Börsengang erfüllen könnten. Damit ergäbe sich den Angaben zufolge eine Marktkapitalisierung von 2,8 Milliarden Euro. Vergangene Woche hatte Douglas die Angebotsspanne auf 26 bis 30 Euro festgelegt.

Die Alteigentümer, der Finanzinvestor CVC und die Familie Kreke, bleiben auch nach dem Börsengang Hauptaktionäre und werden zunächst keine Aktien abgeben. Wie bereits bekannt, wurde für beide eine übliche Sperrfrist von 180 Kalendertagen ab dem ersten Handelstag vereinbart. CVC hält indirekt rund 54,4 Prozent, Familie Kreke indirekt rund 10,2 Prozent des Aktienkapitals.

Betreut wird das IPO von der Citigroup, Goldman Sachs, der Deutschen Bank, UniCredit und der UBS

Schuldenabbau geplant

Mit den durch den Börsengang generierten Erlösen will Douglas vor allem seinen Schuldenberg abbauen, wie van der Laan im Rahmen der Ankündigung erklärte. Mit dem Schrumpfen der Verbindlichkeiten soll Douglas finanziell flexibler aufgestellt werden und zukunftsorientiert agieren. Außerdem werden mit dem IPO Pamela Knapp und Georgia Garinois-Melenikiotou neue Aufsichtsratsmitglieder. Knapp gelte als "Expertin auf dem Gebiet der Wirtschaftsprüfung und Wirtschaftswissenschaften", so das Unternehmen, während Garinois-Melenikiotou bereits auf Führungserfahrungen in den Branchen Konsumgüter und Beauty zurückblicken könne.

Finanzchef Mark Langer bezifferte das zum Börsengang angestrebte Verschuldungsniveau in absoluten Zahlen in einer Pressekonferenz auf etwa 2,1 Milliarden Euro. Zum Ende des ersten Geschäftsquartals zum Jahreswechsel lag die Verschuldung noch beim Vierfachen des operativen Ergebnisses. Mittelfristig will Douglas die Verschuldung in Richtung des 2,0-fachen des operativen Ergebnisses drücken. Wenn das Unternehmen es schafft, den Schuldenberg in die Nähe des mittelfristigen Ziels zu senken, will es auch Dividenden in Höhe einer Ausschüttungsquote von 40 Prozent zahlen.

Analyst sieht Chancen

Douglas sei für Anleger mit Blick auf Europa der einzige Weg, um rein auf den Kosmetik- und Parfüm-Einzelhandel zu setzen, schrieb Analyst William Woods von Bernstein Research jüngst in einer Studie. Gleichwohl blickt er vorsichtig auf das Unternehmen. Derzeit sei das Geschäft noch stark von Parfümen mit geringem Wachstum abhängig, doch baue Douglas das Angebot an Beauty-Kategorien aus und setze auch auf Premiumisierung, also teurere Ware. Das dürfte das Wachstum antreiben. Die große Herausforderung sei aber die hohe Verschuldung, die wegen der Zinszahlungen auf den Gewinnen laste.

Deutscher IPO-Markt zeigt Erholungssignale

Mit dem bevorstehenden Börsengang der Parfümeriekette scheint sich der IPO-Markt in Deutschland wieder zu erholen, nachdem im vergangenen Jahr mit IONOS, thyssenkrupp nucera und SCHOTT Pharma nur drei Firmen den Sprung aufs Börsenparkett wagten. In diesem Jahr stand bereits das IPO des Getriebeherstellers RENK an, im Jahresverlauf sollen hierzulande der Mobilitätsanbieter Flix sowie der Dienstleister DKV Mobility ihr Börsendebüt feiern.

Redaktion finanzen.net mit Material von dpa (AFX)

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