Insolvenzverwaltung bereitet Karstadt-Investorenprozess vor
120 Häuser der Karstadt Warenhaus GmbH mit über 25000 Mitarbeitern sollen in einem Insolvenzplanverfahren fortgeführt werden.
Die Insolvenzverwaltung der Karstadt Warenhaus GmbH hat die Eckpunkte ihres Sanierungskonzepts vorgestellt und will nun auf dessen Grundlage einen Insolvenzplan ausarbeiten und den Investorenprozess anschieben. Dieser könnte im Frühjahr 2010 abgeschlossen sein, sagte Rolf Weidmann, Beauftragter des Insolvenzverwalters für den Warenhausbereich, am Dienstag.
Insgesamt 120 Häuser der Karstadt Warenhaus GmbH mit über 25.000 Mitarbeitern sollen in einem Insolvenzplanverfahren fortgeführt werden, davon 86 Warenhäuser. Entsprechende Eckpunkte seien in dieser Woche mit den Vermietern vereinbart worden, teilte die Insolvenzverwaltung mit. Lieferanten, Dienstleister und Arbeitnehmer hätten bereits in den vergangenen Wochen ihre jeweiligen Sanierungsbeiträge vereinbart.
Drei Standorte (Kaiserslautern, Ludwigsburg und Hanau) will die Insolvenzverwaltung komplett aufgeben. Davon sind den Angaben zufolge insgesamt 1.200 Mitarbeiter betroffen.
Zudem werden sieben weitere Häuser an Standorten mit mehreren Karstadt-Filialen geschlossen. Betroffen sind hier den Angaben zufolge die Sport- und Multimedia-Filiale in Celle, das Technikhaus in der Dortmunder Kampstraße, der Karstadt im Hamburger Elbe Zentrum, die Livingfiliale in Hannover, die Filiale "Alter Markt" in Kiel, das "Haus am Dom" in München und das Sporthaus in Recklinghausen. Die Schließung betrifft knapp 800 Mitarbeiter.
Für diese Häuser, die teilweise bereits auf der Gläubigerversammlung von Karstadt am 10. November benannt worden waren, sollen Gespräche über Interessenausgleich und Sozialplan mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen werden. Neben dem Angebot einer Transfergesellschaft prüft die Insolvenzverwaltung, ob Mitarbeiter vereinzelt in den Häusern, die fortgeführt werden, eine neue Aufgabe finden können.
Die Schließung der Multimedia-Fachmärkte in Berlin-Biesdorf, in Braunschweig und Stuttgart war bereits auf der Gläubigerversammlung angekündigt worden.
"Unsere Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen sind in erster Linie am Ergebnis, nicht am Umsatz orientiert", so Weidemann.
(Dow Jones)--
Ausgewählte Hebelprodukte auf ARCANDOR
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf ARCANDOR
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|
| Name | Hebel | KO | Emittent |
|---|