MÄRKTE USA/Daten und Geopolitik bremsen Wall Street

20.02.26 15:48 Uhr

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DOW JONES--Nach den Vortagesverlusten verbucht die Wall Street am Freitag zum Handelsbeginn erneut Einbußen - wenn auch nur moderate. Ein Schwung an Daten verpasst Zinssenkungsfantasien erneut einen Dämpfer. Zwar hat die US-Wirtschaft im vierten Quartal 2025 stärker an Fahrt verloren als erwartet. Allerdings machen Volkswirte für die schwachen BIP-Daten in erster Linie den Regierungsstillstand verantwortlich. Daher könnte das US-Wachstum nun wieder an Schwung gewinnen.

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Zugleich stieg eine wichtige Inflationsrate der USA im Dezember. Das von der Notenbank favorisierte Preismaß, der Kernpreisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE), stieg mit einer Jahresrate von 3,0 (Vormonat: 2,8) Prozent. Auch wenn dieser Wert so erwartet worden war, sprechen Händler von schwachen BIP-Daten bei steigender Inflation - eine ungünstige Kombination für die Börse. Daran ändert auch der weniger stark gestiegene BIP-Deflator nichts. Im frühen Handel sinkt der Dow-Jones-Index um 0,4 Prozent auf 49.211 Punkte, der S&P-500 um 0,1 Prozent. Der Nasdaq-Composite legt indes um 0,1 Prozent zu.

Darüber hinaus blicken Anleger weiter mit Sorge in Richtung Naher Osten. Denn dort werden mögliche Eskalationsstufen konkreter. US-Präsident Donald Trump erwägt offenbar einen - wenn auch anfänglich vielleicht nur begrenzten - Militärschlag gegen den Iran, um das Land zur Erfüllung seiner Forderungen nach einem Atomabkommen zu zwingen. Sollte sich der Iran aber weiterhin weigern, Trumps Vorstellungen zur Beendigung seiner Urananreicherung nachzukommen, würden die USA mit einer breit angelegten Kampagne gegen Einrichtungen des Regimes reagieren - möglicherweise mit dem Ziel, dieses zu stürzen, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen.

"Das anhaltende Säbelrasseln in Bezug auf den Iran hat (...) dazu geführt, dass der Energiesektor der Bereich mit der besten Wertentwicklung im S&P-500 ist, hat aber auch die Stimmung am Markt etwas gedämpft", erläutert Chefstratege Steve Sosnick von Interactive Brokers. Gerade vor dem Wochenende dürfte das Schlagzeilenrisiko hoch ausfallen.

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Am Rentenmarkt überwiegen aktuell die Wachstumssorgen, denn die Renditen zumindest am langen Ende des Marktes drehen mit den schwachen BIP-Daten leicht ins Minus - im Zehnjahresbereich um 1 Basispunkt auf 4,07 Prozent. Der Dollar zieht im Nachklapp auf den Datenkranz leicht an - auf Tagessicht stagniert der Dollar-Index aber. Devisenhändler verweisen auf die gestiegene PCE-Inflation, denn anders als in der Kernrate stieg PCE-Preisindex in der Gesamtrate stärker als veranschlagt. Die Daten nährten die Erwartung, dass die Fed in naher Zukunft von weiteren Zinssenkungen absehen könnte, heißt es.

Gold (+1,0%) zieht mit den schwachen BIP-Daten an. Nach der jüngsten Rally im Zuge des Nahostkonflikts kommen die Ölpreise leicht zurück - gleichwohl steuern die Preise auf einen Wochenaufschlag von 5 Prozent zu.

Aktien von Opendoor Technologies schnellen um 11,4 Prozent nach oben, nachdem die Immobilienplattform für das vierte Quartal einen Umsatz vorgelegt hat, der deutlich über Erwartungen liegt. Grail brechen um über 51 Prozent ein, ein Krebstest des Gesundheitskonzerns verfehlte in einer Studie die avisierten Ergebnisse. Akamai Technologies stürzen um 10,3 Prozent ab, obwohl der Cloud-Dienstleister Geschäftszahlen über Markterwartung vorgelegt hat. Im Handel wird allerdings der Anstieg der Investitionsausblick auf 2026 moniert.

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AppLovin ziehen um 2,1 Prozent an, der Werbespezialist plant seine eigene Social-Networking-Plattform. Copart rauschen dagegen um 8,1 Prozent gen Süden, der Fahrzeugauktionator enttäuscht mit schwachen Geschäftszahlen. Das kanadische Bergbauunternehmen Hudbay Minerals verdiente auf bereinigter Basis weniger als erhofft, der Kurs gibt 0,9 Prozent nach.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

DJIA 49.210,68 -0,4% -184,48 +2,8%

S&P-500 6.857,78 -0,1% -4,11 +0,2%

NASDAQ Comp 22.698,59 +0,1% 15,86 -2,4%

NASDAQ 100 24.807,91 +0,0% 10,57 -1,8%

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Di, 18:44 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1761 -0,1% 1,1773 1,1835 +0,2%

EUR/JPY 182,82 +0,2% 182,43 181,67 -1,0%

EUR/CHF 0,9137 +0,1% 0,9126 0,9129 -2,0%

EUR/GBP 0,8729 -0,1% 0,8740 0,8740 +0,2%

USD/JPY 155,44 +0,3% 154,98 153,50 -1,2%

GBP/USD 1,3473 +0,0% 1,3470 1,3542 -0,0%

USD/CNY 6,9375 +0,1% 6,9329 6,9244 -1,3%

USD/CNH 6,9042 +0,1% 6,9007 6,8877 -1,1%

AUS/USD 0,7052 -0,1% 0,7059 0,7057 +5,8%

Bitcoin/USD 67.140,25 +0,3% 66.933,50 66.950,25 -24,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 66,02 66,40 -0,6% -0,38 +16,2%

Brent/ICE 71,23 71,66 -0,6% -0,43 +17,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 5.050,25 4.995,81 +1,1% 54,44 +15,6%

Silber 81,15 78,50 +3,4% 2,65 +10,1%

Platin 1.814,62 1.767,66 +2,7% 46,96 +0,8%

Kupfer 5,75 5,74 +0,3% 0,01 +1,9%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/hab

(END) Dow Jones Newswires

February 20, 2026 09:49 ET (14:49 GMT)

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