Millionen-Einsparungen

Vodafone-Aktie fällt: Vodafone Deutschland baut tausende Stellen ab

26.03.24 14:28 Uhr

Vodafone-Aktie leidet unter Stellenabbau bei Vodafone Deutschland | finanzen.net

Vodafone verschärft sein Sparprogramm in Deutschland.

Werte in diesem Artikel
Aktien

0,87 EUR -0,01 EUR -1,53%

Der Telekom-Konkurrent werde rund 2000 Stellen einsparen und verlagern, teilte der Konzern am Dienstag in Düsseldorf mit. Vodafone hat in Deutschland rund 15 000 Beschäftigte, etwa ein Drittel davon in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Von dem Programm wären damit 13 Prozent der Beschäftigten betroffen. Insgesamt plant Vodafone mit dem Maßnahmenpaket in den kommenden zwei Jahren rund 400 Millionen Euro einzusparen.

Das "Transformationsprogramm" wurde noch vom scheidenden Firmenchef Philippe Rogge verkündet, der selbst Ende des Monats seinen Schreibtisch in der Düsseldorfer Zentrale räumen wird. In einer Ansprache an die Beschäftigten versuchte Rogge zum Abschied noch einmal Aufbruchstimmung zu erzeugen. Vodafone habe begonnen, sich neu auszurichten - und sei mit verbesserten Netzen und Angeboten in den vergangenen Quartalen wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. "Vodafone will sich deshalb in den kommenden zwei Jahren noch einfacher, schneller, schlanker und damit schlagkräftiger aufstellen."

Rogge hatte im Sommer 2022 von seinem Vorgänger Hannes Ametsreiter ein schwieriges Erbe übernommen. Während der Corona-Pandemie ging ganz Deutschland online. Und damit waren auch die Internet-Leitungen, die Vodafone mit Kabel Deutschland und Unitymedia übernommen hatte, plötzlich bis zum Anschlag ausgelastet. Aber auch nach dem Ende der Pandemie kam Vodafone trotz erheblicher Investitionen ins überlastete Netzwerk kaum mit den gestiegenen Anforderungen der Kundschaft hinterher, die ohne Netz-Ruckler im Home-Office arbeiten oder am Feierabend Videos streamen möchte.

Beim Kabelnetz steht Vodafone aber nicht nur in der Pflicht, die versprochenen Gigabyte-Geschwindigkeiten abzuliefern. Eine große Herausforderung ergibt sich auch durch den Wegfall des sogenannten Nebenkostenprivilegs beim Kabel-Fernsehen für die Mieter in Mehrfamilienhäuser. Danach dürfen ab dem 1. Juli 2024 die Kosten für den Kabel-TV-Anschluss nicht mehr in den Mietnebenkosten dem Mieter in Rechnung gestellt werden.

Als größter Kabelnetzbetreiber in Deutschland ist Vodafone davon besonders betroffen, denn zumindest ein Teil des TV-Geschäfts wird nicht mehr bei Vodafone bleiben, sondern von neuen Konkurrenten wie Waipu.tv oder Zattoo übernommen werden. Aus der Düsseldorfer Firmenzentrale hört man allerdings auch, der Wegfall des Nebenkostenprivilegs sei schon vor der aktuellen Sparrunde im Firmen-Etat berücksichtigt worden und kein Grund für die neuen Sparbemühungen.

Das "Transformationsprogramm" ist aber nicht nur ein Sparprogramm, weil zeitgleich frisches Geld in die Digitalisierung, den Ausbau der Netze, die Verbesserung des Kundenservice sowie in die Entwicklung neuer Produkte investiert wird. Zu den ins Auge gefassten "einfacheren Produkten und Services" soll dem Vernehmen nach auch ein neuer Streaming-Stick für den Fernseher gehören, so wie er vom Erzkonkurrenten Deutsche Telekom als MagentaTV-Stick oder von Google (Alphabet C (ex Google)) als Chromecast TV angeboten wird.

Andere Initiativen betreffen das Backend. Dort sollen unter anderem bislang getrennte Kundenbetreuungssysteme für Kabelanschluss und Mobilfunk zusammengeführt werden. Gleichzeitig will Vodafone seine Energiekosten und den damit verbundenen CO2-Fußabdruck verringern. Das soll unter anderem durch die Modernisierung von Netzelementen und IT-Systemen gelingen.

Bei den personellen Veränderungen werde Vodafone sozialverträglich vorgehen, versprach Rogge. Bestimmte manuelle Tätigkeiten würden künftig durch verstärkte Automatisierung ausgeübt werden. Vodafone will in anderen Bereichen aber auch neue Leute einstellen. Wachstumsfelder wie das Cloud-Geschäft sowie "kundennahe Positionen vor allem im Firmenkundenbereich" sollen mit Experten gestärkt werden.

Für die Papiere von Vodafone Group geht es in London zeitweise um 0,29 Prozent bergab auf 0,6818 GBP.

/chd/DP/ngu

DÜSSELDORF (dpa-AFX)

Ausgewählte Hebelprodukte auf Vodafone Group

Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Vodafone Group

NameHebelKOEmittent
NameHebelKOEmittent
Werbung

Bildquellen: ChameleonsEye / Shutterstock.com, Tupungato / Shutterstock.com

Nachrichten zu Vodafone Group PLC

Analysen zu Vodafone Group PLC

DatumRatingAnalyst
08:26Vodafone Group BuyGoldman Sachs Group Inc.
15.05.2024Vodafone Group BuyGoldman Sachs Group Inc.
14.05.2024Vodafone Group HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
14.05.2024Vodafone Group BuyGoldman Sachs Group Inc.
14.05.2024Vodafone Group BuyGoldman Sachs Group Inc.
DatumRatingAnalyst
08:26Vodafone Group BuyGoldman Sachs Group Inc.
15.05.2024Vodafone Group BuyGoldman Sachs Group Inc.
14.05.2024Vodafone Group BuyGoldman Sachs Group Inc.
14.05.2024Vodafone Group BuyGoldman Sachs Group Inc.
14.05.2024Vodafone Group BuyUBS AG
DatumRatingAnalyst
14.05.2024Vodafone Group HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
09.05.2024Vodafone Group HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
08.05.2024Vodafone Group Equal WeightBarclays Capital
10.04.2024Vodafone Group HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
27.03.2024Vodafone Group HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
DatumRatingAnalyst
03.04.2024Vodafone Group UnderperformBernstein Research
02.02.2023Vodafone Group UnderperformCredit Suisse Group
06.12.2022Vodafone Group UnderperformCredit Suisse Group
22.11.2022Vodafone Group UnderperformCredit Suisse Group
13.05.2020Vodafone Group ReduceOddo BHF

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Vodafone Group PLC nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"