22.10.2021 21:47

Konkurrenz für Elon Musks Starlink? Telekom plant Satelliten-Internet

Neue Technologie: Konkurrenz für Elon Musks Starlink? Telekom plant Satelliten-Internet | Nachricht | finanzen.net
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Es ist die erklärte Mission der SpaceX-Internetsparte Starlink allen Menschen auf der Welt via Satellit einen schnellen Internetzugang zu ermöglichen. Mit dieser Vision steht die Raumfahrtfirma von Tesla-Chef Elon Musk jedoch nicht alleine da, auch die Deutsche Telekom plant ihr Portfolio mithilfe eines eigenen Satelliten-Internetdienstes zu erweitern. Bahnt sich hier ein Konkurrenzkampf an?
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• Starlink setzt auf tausende erdnahe Satelliten für Internetangebot
• Deutsche Telekom tut sich mit Eutelsat zusammen
• Starlinks-Satelliten-Internet noch in den Kinderschuhen

Der Satelliten-Internetdienst Starlink von Elon Musks Raumfahrtfirma SpaceX ist mittlerweile auch in Deutschland gestartet. Dabei unterscheidet sich der Dienst von anderen Internetanbietern darin, dass statt geostationären Satelliten, die zehntausende Kilometer von der Erde entfernt sind, auf zahlreiche kleine Satelliten gesetzt wird, die sich weit näher an der Erde (circa 550 km) befinden. Damit soll es möglich gemacht werden, insbesondere Menschen, die in schwer zugänglichen oder ländlichen Regionen leben, einen schnellen und zuverlässigen Internetanschluss zu ermöglichen.

Deutsche Telekom-Chef lobt Musks Ideen

Wie SpaceX-Gründer Elon Musk im Juni verlautete, zähle Starlink mittlerweile 69.000 Nutzer, bis Mitte des nächsten Jahres rechnet der Tech-Visionär jedoch bereits mit einer halben Million Nutzern. Dass die erdnahe Technologie großes Potenzial und viele Vorteile gegenüber dem traditionellen Satelliten-Internet oder auch Glasfaserkabeln bietet, hat auch die Deutsche Telekom erkannt. Schon Anfang dieses Jahres, verlautete der Chef der Deutschen Telekom, Timotheus Höttges, gegenüber dem Handelsblatt in Gesprächen mit Starlink über eine mögliche Partnerschaft zu sein: "Für mich ist das eine sehr ernst zu nehmende Technologie. Ich bin ein großer Bewunderer von Elon Musk und seinen Ideen", so Höttges.

Deutsche Telekom kooperiert mit Eutelsat

Nun scheint es, dass der Internetkonzern lieber selbst Nägel mit Köpfen macht: So gab die Deutsche Telekom Anfang Oktober bekannt, sich beim Thema Satelliten-Internet mit dem französischen Telekommunikationsunternehmen Eutelsat zusammengetan zu haben. So soll mithilfe des Satelliten EUTELSAT KONNECT "Hochgeschwindigkeits-Satelliten-Breitbandinternet" angeboten werden, wie die Unternehmen in einer Pressemitteilung ankündigten. Geplant sei der Start des gemeinsamen Angebots für Ende 2021, wobei bereits Tests in den von dem Hochwasser betroffenen Regionen Deutschlands durchgeführt würden.

Dabei solle der Internetzugang über Satellit jedoch laut André Almeida, Geschäftsführer Privatkunden der Telekom Deutschland GmbH, keinesfalls den Glasfaseranschluss ersetzen: "Unser Glasfaserausbau bleibt einer der wichtigen Bausteine für die Digitalisierung in Deutschland. […] Die Kooperation mit Eutelsat ist eine perfekte Ergänzung unseres Portfolios. Damit können wir Breitband über Satellit auch in abgelegenen Gebieten anbieten sowie in Regionen, in denen wir derzeit keine Hochgeschwindigkeitsanschlüsse haben."

Auch hier gibt es jedoch Unterschiede zur Starlink-Technologie. So wurde der EUTELSAT KONNECT im November 2020 in Betrieb genommen und verfügt über eine Kapazität von 75 Gbit/s und bietet bis zu 100 Mbit/s für Internetnutzer. Das Angebot gilt allerdings nicht weltweit, sondern ist aufgrund der Lage des Satelliten lediglich für Deutschland und 14 weitere europäische Länder nutzbar.

Starlink-Technologie wächst mit jedem Satelliten

Wie es auf der Starlink-Webseite heißt, dürfen Nutzer der Beta-Version, die aktuell in Deutschland ausprobiert werden kann, mit "Datengeschwindigkeiten von 50 Mbit/s bis 150 Mbit/s und Latenzzeiten von 20 ms bis 40 ms" rechnen, was allerdings in der Probephase noch variieren kann. Je mehr Satelliten von Starlink weiterhin in die Erdumlaufbahn gebracht werden - geplant sind bis zu 42.000 - dürfte sich die Geschwindigkeit jedoch noch erheblich verbessern.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Cineberg / Shutterstock.com, ricochet64 / Shutterstock.com

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