finanzen.net
15.01.2020 17:48
Bewerten
(0)

METRO-Aktie dennoch im Minus: METRO steigert Umsatz - Chef äußert sich zu Jobwegfall bei Real-Verkauf

Prognose unverändert: METRO-Aktie dennoch im Minus: METRO steigert Umsatz - Chef äußert sich zu Jobwegfall bei Real-Verkauf | Nachricht | finanzen.net
Prognose unverändert
METRO hat im ersten Geschäftsquartal, dem wichtigen Weihnachtsquartal, den Umsatz flächenbereinigt um 1 Prozent gesteigert.
Hierzu trugen vor allem Asien, Osteuropa ohne Russland und Westeuropa ohne Deutschland bei. Im Auftaktquartal des vorherigen Geschäftsjahres war METRO flächenbereinigt um 2,1 Prozent gewachsen. Gemessen in lokaler Währung nahm der Umsatz laut METRO ebenfalls um 1,0 Prozent zu.

Dank positiver Währungseffekte ergab sich berichtet ein Umsatzplus von 2,2 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro nach einem Rückgang im Jahr zuvor um 1,0 Prozent.

Die Zahlen fielen weitgehend wie erwartet aus. Laut einer Factset-Umfrage hatten Analysten im Schnitt mit einem nominalen Umsatzplus von 2 Prozent auf 7,554 Milliarden Euro gerechnet.

Die Prognose für das gesamte Geschäftsjahr 2019/20, das kalendarisch am 30. September 2020 endet, bestätigte der Düsseldorfer Handelskonzern.

METRO sieht sich laut der Mitteilung beim Verkauf von Real im Plan. Das im MDAX notierte Unternehmen will die Veräußerung der Real-Hypermärkte bis Ende Januar in trockene Tücher bringen.

Die Prognose für das Geschäftsjahr sieht unter anderem einen operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) etwa auf dem Vorjahresniveau von 1,021 Milliarden Euro vor - diese Zahl ist rein operativ, also ohne den Beitrag von Immobilientransaktionen, und bezieht sich rein auf das fortgeführte Geschäft, also ohne das verkaufte China-Geschäft sowie ohne das in Kürze zu verkaufende Real-SB-Warenhausgeschäft.

Der Umsatz soll währungs- und flächenbereinigt etwa 1,5 bis 3 Prozent wachsen.

METRO-Aktie dreht ins Minus

Die Aktien des MDAX-Konzerns notierten im frühen Handel mit 13,49 Euro leicht im Plus. Anschließend drehten sie aber unter die Nulllinie und schlossen 0,60 Prozent tiefer bei 13,26 Euro.

Die Erlöskennziffern hätten deutliche Fortschritte in Osteuropa, Wachstum in Asien und leichte Verbesserungen im Russland-Geschäft signalisiert, schrieb Jefferies-Analyst James Grzinic in einer aktuellen Studie. Dagegen sei die Entwicklung in Frankreich und Deutschland weniger gut gewesen. Analyst Volker Bosse von der Baader Bank nannte die Umsatzentwicklung enttäuschend.

METRO-Chef: Deutlich weniger als 10.000 Jobs bei Real bedroht

METRO-Chef Olaf Koch rechnet nicht mit dem Verlust von 10 000 Arbeitsplätzen durch die geplante Zerschlagung der Supermarkttochter Real. "Die jetzt ins Spiel gebrachte Zahl ist nach meiner persönlichen Einschätzung zu hoch", sagte Koch der "Wirtschaftswoche". Koch betonte, der Konzern setze sich in den Verkaufsgesprächen "für vertragliche Regelungen ein, nach denen die Real-Mitarbeiter von den übernehmenden Einzelhandelsunternehmen weiterbeschäftigt werden".

Der METRO-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Werner Klockhaus hatte am Dienstag gewarnt, dass durch dem geplanten Verkauf von Real fast jeder Dritte der noch vorhandenen 34 000 Arbeitsplätze bei der METRO-Tochter gefährdet sei. "Der Gesamtbetriebsrat rechnet mit etwa 10 000 Arbeitslosen", sagte er. Allein durch die im Zuge der Neuordnung zu erwartende Schließung von rund 50 Geschäften seien rund 6000 Arbeitsplätze bedroht. Weitere 4000 Stellen könnten in den Fachabteilungen der weitergeführten Geschäfte und in der Zentralverwaltung wegfallen.

Die METRO will die 277 Real-Märkte in Deutschland möglichst bis Ende Januar an ein Konsortium um den Immobilieninvestor X-Bricks verkaufen. Die künftigen Eigentümer wollen aber nur einen kleinen Teil der Real-Märkte selbst weiter betreiben. Der Großteil soll an andere Händler wie Edeka oder Kaufland weiterverkauft werden. Einigen Standorten droht auch die Schließung.

Koch betonte, der Konzern habe für alle Real-Mitarbeiter, die trotz aller Bemühungen durch betriebsbedingte Kündigung ihren Arbeitsplatz verlieren, mit dem Betriebsrat bereits eine soziale Absicherung vereinbart. Damit werde das Unternehmen seiner sozialen Verantwortung auch über den Verkaufstag hinaus gerecht.

Das wichtige Weihnachtsquartal verlief für die METRO nach eigenen Angaben im Rahmen der Erwartungen. Trotz negativer Effekte des Dauerstreiks in Frankreich und der Demonstrationen in Hongkong stieg der Umsatz im fortgeführten Geschäft - also ohne die zum Verkauf stehende Supermarktkette Real und das China-Geschäft - um 2,2 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro. Dabei profitierte METRO allerdings auch von positiven Währungseffekten. Ohne diesen Rückenwind hätte das Umsatzplus lediglich bei 1,0 Prozent gelegen.

Größtes Sorgenkind des Konzerns blieb Russland, wo der flächenbereinigte Umsatz erneut um 5,3 Prozent sank. Dennoch sprach das Unternehmen von einer leichten Trendverbesserung auf dem wichtigen Markt. Auch im Deutschlandgeschäft ging der Umsatz leicht zurück. Gut liefen die Geschäfte für die METRO vor allem in Osteuropa mit Ausnahme von Russland. Auch Asien zeige ein kontinuierliches Wachstum.

Zur Entwicklung bei Real im Weihnachtsquartal machte das Unternehmen keine Angaben. Koch betonte lediglich, dass der Verkauf des Tochterunternehmens, ebenso wie der des Chinageschäfts "plangemäß" voranschreite.

FRANKFURT (Dow Jones / dpa-AFX)

Bildquellen: FotograFFF / Shutterstock.com, Metro Group

Nachrichten zu METRO (St.)

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu METRO (St.)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
17.01.2020METRO (St) HoldKepler Cheuvreux
15.01.2020METRO (St) UnderperformBernstein Research
15.01.2020METRO (St) HoldJefferies & Company Inc.
15.01.2020METRO (St) ReduceBaader Bank
13.01.2020METRO (St) kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
13.01.2020METRO (St) kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
27.11.2018METRO (St) buyequinet AG
21.09.2018METRO (St) buyequinet AG
17.09.2018METRO (St) buyequinet AG
30.08.2018METRO (St) buyequinet AG
17.01.2020METRO (St) HoldKepler Cheuvreux
15.01.2020METRO (St) HoldJefferies & Company Inc.
06.01.2020METRO (St) HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
27.12.2019METRO (St) HaltenDZ BANK
16.12.2019METRO (St) HaltenIndependent Research GmbH
15.01.2020METRO (St) UnderperformBernstein Research
15.01.2020METRO (St) ReduceBaader Bank
08.01.2020METRO (St) UnderperformBernstein Research
06.01.2020METRO (St) UnderperformBernstein Research
14.10.2019METRO (St) SellDeutsche Bank AG

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für METRO (St.) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

METRO (St.) Peer Group News

Keine Nachrichten gefunden.

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Wochenende -- Wall Street schließt im Plus -- Glyphosat-Klagen gegen Bayer: Mediator hofft auf raschen Vergleich -- SAP, Airbus im Fokus

Boeing entdeckt neues Software-Problem bei 737 MAX. Jenoptik bleibt auf Militärgeschäft sitzen. Lufthansa setzt Flüge nach Teheran bis Ende März aus. Bisher kein Signal von Tesla für Billigung von Kaufvertrag. Richter sieht anscheinend weitere Punkte bei Winterkorn-Anklage kritisch. Schlumberger: Sonderbelastungen drücken Ergebnis. Microsoft startet große Klima-Initiative. Bitcoin übersteigt 9.000 US-Dollar-Marke.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die Performance der Rohstoffe in in Q4 2019.
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
Die Performance der DAX 30-Werte in Q4 2019.
Welche Aktie macht das Rennen?
Das Schwarzbuch 2019
Wo 2019 sinnlos Steuern verbrannt wurden
Die wertvollsten Marken der Welt 2019
Diese Unternehmen sind vorne mit dabei
Die beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland
Hier arbeiten die Deutschen am liebsten
mehr Top Rankings

Umfrage

Im Ringen um den Erhalt des Atomabkommens drohen die Europäer dem Iran mit härteren Schritten. Glauben Sie, dass der Atom-Deal noch zu retten ist?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Ballard Power Inc.A0RENB
NEL ASAA0B733
Varta AGA0TGJ5
TeslaA1CX3T
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
EVOTEC SE566480
Apple Inc.865985
PowerCell Sweden ABA14TK6
Microsoft Corp.870747
CommerzbankCBK100
ITM Power plcA0B57L
BASFBASF11
E.ON SEENAG99