D-Wave im Fokus: So schlägt sich die Aktie nach der Akquisition von Quantum Circuits

Das Quantencomputing-Unternehmen D-Wave Quantum hat die Übernahme von Quantum Circuits erfolgreich finalisiert.
Werte in diesem Artikel
• D-Wave schließt Übernahme von Quantum Circuits ab
• Einzigartiges Dual-Plattform-Konzept
• CEO spricht von "Meilenstein, der D-Wave endgültig als weltweit führendes Quantencomputerunternehmen etabliert"
Wie D-Wave Quantum am Dienstag in einer Pressemitteilung bekannt gab, hat das Unternehmen die Übernahme von Quantum Circuits abgeschlossen. Quantum Circuits gilt als Vorreiter bei der Entwicklung fehlerkorrigierter supraleitender Gate-Modell-Quantencomputersysteme. Die Integration soll die Entwicklung eines skalierbaren, fehlerkorrigierten Gate-Modell-Quantencomputers deutlich vorantreiben, der parallel zu den bereits etablierten Annealing-Quantencomputersystemen des Unternehmens betrieben wird.
Einzigartiges Dual-Plattform-Konzept im Quantencomputing
Durch die Integration von Quantum Circuits positioniere sich D-Wave als weltweit erstes und bislang einziges Quantencomputing-Unternehmen, das sowohl Annealing- als auch Gate-Modell-Quantencomputersysteme parallel entwickelt und anbietet. Diese Doppelstrategie ermögliche es dem Konzern, ein umfassendes Spektrum komplexer Rechenaufgaben für seine Kundschaft zu bewältigen. Die Advantage2TM-Annealing-Quantensysteme des Unternehmens seien bereits kommerziell verfügbar und würden in produktiven Kundenanwendungen genutzt. Darüber hinaus konnten diese Systeme bereits Quantenüberlegenheit nachweisen, indem sie klassische Rechner bei einer bedeutenden, praxisrelevanten Materialsimulation übertrafen, erklärt D-Wave in seiner Pressemitteilung.
Technologischer Durchbruch mit Dual-Rail-Qubits
Quantum Circuits bringe bahnbrechende Dual-Rail-Qubits in das Gate-Modell-Programm von D-Wave ein. Diese Technologie vereinfache und optimiere die Fehlerkorrektur erheblich - ein entscheidender Faktor für die kommerzielle Nutzbarkeit von Gate-Modell-Quantencomputern. Die Dual-Rail-Qubits kombinieren die Schnelligkeit supraleitender Gate-Modell-Qubits mit der Präzision von Ionenfallen- und neutralen Atom-Qubits, so D-Wave. Diese technologische Innovation stelle einen bedeutenden Branchendurchbruch dar, den bislang kein anderer Anbieter von Quantencomputern erreicht habe.
Strategische Bedeutung der Fusion
Dr. Alan Baratz, CEO von D-Wave, kommentierte die Transaktion wie folgt: "Die Übernahme von Quantum Circuits ist ein Meilenstein, der D-Wave endgültig als weltweit führendes Quantencomputerunternehmen etabliert. Durch die einzigartige Kombination von erstklassigen Annealing- und Gate-Modell-Technologien geben wir das Tempo für die gesamte Branche vor. Dieser Dual-Plattform-Ansatz wird die Anwendungsmöglichkeiten für unsere Kunden erheblich erweitern und könnte tiefgreifende Auswirkungen auf Unternehmen, die wissenschaftliche Gemeinschaft und Regierungen weltweit haben."
Dr. Rob Schoelkopf, Mitbegründer von Quantum Circuits und nunmehr Chefwissenschaftler bei D-Wave, erklärte: "Die Kombination von Quantum Circuits und D-Wave verschafft uns einen entscheidenden Vorteil im Bereich des Gate-Modell-Quantencomputings, indem wir die Erfahrung von D-Wave mit Skalierung und Kryokontrolle mit unserem hardwareeffizienten Ansatz zur Quantenfehlerkorrektur nutzen."
Präsentation der Produktstrategie auf Qubits 2026
Die aktuelle Dual-Plattform-Produktroadmap von D-Wave wird auf der Qubits 2026 vorgestellt, die am 27. und 28. Januar 2026 in Boca Raton, Florida, stattfindet.
Bei der Übernahme wurde D-Wave von Centerview Partners als exklusivem Finanzberater sowie von der Anwaltskanzlei Paul, Weiss, Rifkind, Wharton & Garrison LLP als Rechtsberater unterstützt.
D-Wave-Aktie im Fokus
Die D-Wave-Aktie verlor im neuen Jahr leicht an Wert. Am Dienstag ging es an der NYSE 6,21 Prozent abwärts, am Mittwoch gaben die Anteilsscheine letztlich um 3,70 Prozent nach. Am Donnerstag scheinen sich die Papiere jedoch etwas zu erholen: Vorbörslich notiert die D-Wave-Aktie zeitweise 2,23 Prozent im Plus bei 26,62 US-Dollar.
Redaktion finanzen.net
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