Roadshow gestartet

PayPay-Aktie kommt: Trotz Nahost-Beben - Japans Tech-Riese wagt den Sprung an die NASDAQ

03.03.26 16:48 Uhr

PayPay-Aktie will die NASDAQ erobern - Softbank-Tochter startet Roadshow trotz Krisen-Beben! | finanzen.net

Die SoftBank-Tochter PayPay hat den Roadshow-Start für ihren geplanten NASDAQ-Börsengang eingeläutet und will rund 1,1 Milliarden US-Dollar einwerben - trotz geopolitischer Turbulenzen.

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• PayPay will rund 1,1 Milliarden US-Dollar über NASDAQ-IPO einnehmen
• Bewertung von bis zu 13,4 Milliarden US-Dollar geplant
• Roadshow-Start ist von geopolitischen Marktrückschlägen betroffen

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Die Finanzwelt blickt derzeit gespannt auf PayPay, den japanischen Spezialisten für digitale Zahlungen, der mit einem milliardenschweren Börsengang in den USA ein deutliches Ausrufezeichen setzen will. Obwohl Medien am Vortag noch im Zusammenhang mit den aktuellen geopolitischen Erschütterungen im Nahen Osten über mögliche Verzögerungen im Zeitplan des prestigeträchtigen Projekts berichtet hatten, zeigt sich die SoftBank-Tochter entschlossen: Am heutigen Dienstag fiel offiziell der Startschuss für die Roadshow. Damit ist klar: Japans Spezialist für digitales Bezahlen setzt Kurs auf eines der spannendsten US-Listings des Jahres.

Milliarden-Wette auf die "Super-App"

In einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung lässt PayPay keinen Zweifel an der Größenordnung des Vorhabens. Der Konzern peilt ein Volumen von rund 1,1 Milliarden US-Dollar an. Geplant ist, knapp 55 Millionen Anteile (ADS) unter das Investorenvolk zu bringen. Die Preisspanne liegt dabei zwischen 17 und 20 US-Dollar. Reizt man das obere Ende aus, würde PayPay mit stolzen 13,4 Milliarden US-Dollar bewertet werden. Unter dem Kürzel "PAYP" will man an der NASDAQ zeigen, dass Japan das Zeug zum globalen Fintech-Schwergewicht hat. Das Geld soll direkt in die Maschinenräume fließen: Der Ausbau der Technik steht ebenso auf dem Plan wie der Vorstoß in die Welt der Kredite und Versicherungen.

Strategische Weichenstellung im Blick

In der offiziellen Mitteilung bestätigte PayPay auch die Einreichung der Registrierungsunterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC. Das Unternehmen unterstreicht darin seine Entwicklung von einer reinen Zahlungs-App hin zu einer umfassenden "Super-App". Mit mittlerweile über 70 Millionen registrierten Nutzern in Japan hat PayPay eine Marktdurchdringung erreicht, die das Unternehmen zu einem unverzichtbaren Bestandteil des digitalen Alltags in Japan macht. Die Entscheidung für ein Listing in New York statt in Tokio wird in der Mitteilung mit dem besseren Zugang zu globalen Wachstumsinvestoren und der höheren Liquidität des US-Marktes begründet.

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Diese Rolle spielt die SoftBank

Für den Tech-Investor SoftBank ist der Börsengang ein entscheidender Schritt, um den Wert seines Portfolios zu demonstrieren. Neben SoftBank halten auch LY Corporation und die indische Paytm Anteile an dem Unternehmen, das 2018 als Joint Venture startete. Die Investorenzusammensetzung spiegelt die robuste operative Entwicklung von PayPay wider, das zuletzt durch ein starkes Wachstum beim Bruttozahlungsvolumen überzeugte.

Ein schwieriges Pflaster für Neulinge

Trotz der Aufbruchstimmung bleibt die Lage an den Märkten angespannt. Die Unsicherheiten im Nahen Osten und die nervösen Zinserwartungen machen es Technologie-Werten derzeit nicht leicht. PayPay baut jedoch darauf, dass die dominante Marktstellung in Japan überzeugt. Während die Roadshow nun läuft und die ersten großen Fondsmanager ihre Gebote abgeben, zeigt sich die Börse in Japan noch skeptisch: Die SoftBank-Aktie quittierte die News am Dienstag mit einem Minus von 1,33 Prozent und schloss bei 3.992 JPY. Nun muss das Feedback der US-Investoren zeigen, wie viel Appetit sie auf Japans digitalen Vorreiter wirklich haben.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: HstrongART / Shutterstock.com, winhorse/iStock

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