Tech-IPO erfolgt

Fintech-Ereignis des Jahres erfolgreich: PayPay-Aktie stürmt an die Börse

12.03.26 21:10 Uhr

SoftBank-Wette zündet an der NASDAQ: PayPay startet Milliarden-IPO in den USA - größter US-Börsengang japanischer Firma seit 10 Jahren | finanzen.net

Mit dem heutigen Börsengang von PayPay erreicht die japanische Tech-Landschaft einen neuen Meilenstein. Die SoftBank-Tochter tritt heute als eigenständiger Akteur auf das US-Börsenparkett.

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• SoftBank-Fintech PayPay startet NASDAQ-IPO
• Milliardenbewertung erzielt
• Ausbau zur umfassenden Finanz-Super-App geplant

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Die PayPay-Aktie hat den Sprung an die US-Techbörse NASDAQ geschafft. Der Erstkurs wurde bei 19 US-Dollar markiert und lag damit über dem Ausgabepreis von 16 US-Dollar. Den ersten Handelstag beendete die Aktie 13,50 Prozent höher bei 18,16 US-Dollar.

Japans Antwort auf die bargeldlose Zukunft

Mit dem heutigen Börsengang wagte erstmals seit dem Debüt des Chipdesigners Arm im Jahr 2023 wieder ein Schwergewicht aus dem Portfolio der SoftBank Group den Sprung an einen öffentlichen US-Handelsplatz. Damit endet eine längere IPO-Pause für die Beteiligungen des japanischen Technologieinvestors an den amerikanischen Märkten.

Der erste Handelstag der PayPay-Aktie markiert das vorläufige Highlight einer rasanten Erfolgsgeschichte, die erst vor wenigen Jahren begann. PayPay hat es geschafft, die traditionell bargeldaffine japanische Gesellschaft zu transformieren. Mit dem Gang an die Börse untermauert das Unternehmen seinen Anspruch, nicht mehr nur eine einfache Bezahl-App, sondern das zentrale Super-App-Ökosystem Nippons zu sein.

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Starke Nachfrage im Vorfeld

Schon vor der offiziellen Eröffnungsglocke war das Orderbuch prall gefüllt, was auf ein massives Interesse sowohl von institutionellen als auch von privaten Anlegern hindeutete. Nach intensiven Verhandlungen in der Bookbuilding-Phase war der offizielle Ausgabepreis der Aktie auf 16 US-Dollar festgelegt worden und lag damit unter der Bookbuilding-Spanne von 17-20 US-Dollar. Damit hatte das Unternehmen den aktuellen Marktentwicklungen rund um die Eskalation im Nahen Osten Rechnung getragen, die das Umfeld für Neuemissionen an den globalen Finanzmärkten derzeit erheblich erschweren.

Im Rahmen des Börsengangs war PayPay letztlich mit rund 10,7 Milliarden US-Dollar bewertet worden und stieg damit direkt in die Riege der wertvollsten Tech-Unternehmen des Landes auf. SoftBank-Gründer Masayoshi Son, der massiv auf diese Vision gesetzt hatte, dürfte sich daher in seinem Kurs bestätigt sehen. Es ist damit das größte IPO eines japanischen Unternehmens in den USA seit zehn Jahren, als zuletzt 2016 LINE Corp. via Milliarden-IPO an die Wall Street ging.

Expansion jenseits der Zahlungsabwicklung

Das durch den Börsengang frisch eingeworbene Kapital soll laut Unternehmensführung direkt in das weitere Wachstum fließen. PayPay plant, seine Plattform zu einer umfassenden Finanz-App auszubauen, die von Krediten über Versicherungen bis hin zum Investmentgeschäft alles abdeckt. Während Kritiker auf den harten Wettbewerb durch Banken und andere Tech-Konzerne verweisen, punktet PayPay heute vor allem mit seiner gewaltigen Datenbasis und der hohen Nutzerbindung. Der heutige IPO ist für das Management kein Ziel, sondern das Startkapital für die nächste Phase der Expansion, die möglicherweise auch Märkte außerhalb Japans ins Visier nehmen könnte.

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Anleger beobachten das heutige Debüt auch deshalb so genau, weil es als Gradmesser für das Vertrauen in groß angelegte Fintech-Bewertungen gilt.

Redaktion finanzen.net

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