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19.12.2019 19:59
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Financial Times und kein Ende: Wirecard erneut im Visier der Finanzzeitung - Wirecard-Aktie gibt nach

Vorwürfe bereits bekannt: Financial Times und kein Ende: Wirecard erneut im Visier der Finanzzeitung - Wirecard-Aktie gibt nach | Nachricht | finanzen.net
Vorwürfe bereits bekannt
Die britische Zeitung "Financial Times" hat am Donnerstag mit einem weiteren kritischen Wirecard-Bericht nachgelegt, dabei aber lediglich Altbekanntes aufgewärmt. Dieses Mal im Visier: Indien.
• Indien-Expansion im Fokus des erneuten Berichtes
• Kauf einer Beteiligung über Mittelsmann bereits Thema für britisches Gericht
• Wirecard bislang ohne Reaktion

Mit einem erneuten Artikel über den deutschen Zahlungsdienstleister Wirecard hat die "Financial Times" am Donnerstag für Druck auf die Aktie des DAX-Konzerns gesorgt. Die Titel von Wirecard gaben zeitweise auf bis zu 103,00 Euro nach. Zuletzt standen die Aktien im XETRA-Handel noch 1,18 Prozent im Minus bei 105,00 Euro.

Im Fokus des Berichtes, der einmal mehr von FT-Autor Dan McCrum veröffentlicht wurde, nimmt sich die Finanzzeitung die Indien-Expansion von Wirecard vor. Konkret geht es um die 2015 erfolgte Übernahme des indischen Unternehmen Hermes i Ticket und GI Technologies.

Der Vorwurf des Blattes: Wirecard betreibe "Roundtripping". Der Konzern habe Umsätze und Gewinne gefälscht, indem Geld an einen Mittelsmann überwiesen wurde, der für dieses Geld Waren und Dienstleistungen bei dem Absender des Geldes erworben und damit einen echten Handel vorgetauscht habe. Konkret wirft die Wirtschaftszeitung die Frage auf, warum Wirecard im Jahr 2015 die beiden indischen Gesellschaften vom Emerging Markets Investment Fund 1A mit Sitz auf Mauritius für 300 Millionen Euro erworben hat - nachdem der bisherige Eigentümer nur wenige Wochen zuvor lediglich 37 Millionen Euro für den Erwerb auf den Tisch gelegt hatte. "Warum hat sich das deutsche Unternehmen bereit erklärt, nur wenige Wochen nach dem Eigentümerwechsel für 37 Millionen Euro 300 Millionen Euro für ein indisches Unternehmen zu zahlen?", fragt die Zeitung.

Vorwürfe nicht neu

Die Akquisition habe einem Mittelsmann aus Mauritius enorme Gewinne eingebracht und werfe insbesondere bei Leerverkäufern die Frage auf, ob es hier zu einem riesigen Betrug gekommen sei, um die Umsätze und Gewinne von Wirecard künstlich in die Höhe zu treiben.

Die Vorwürfe sind nicht neu, die Tatsache, dass sich der Wert der übernommenen Firmen zwischen den beiden nur Wochen auseinander liegenden Übernahmen verachtfacht haben soll und insbesondere die Tatsache, dass die Beteiligungen in den Folgejahren kaum Gewinne abwarfen, rief schon zuvor Kritiker auf den Plan. Die Übernahme in Indien ist bereits jetzt ein Fall für ein britisches Gericht, das sich mit der Angelegenheit beschäftigt.

Redaktion finanzen.net

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