Gewinne in Asien: Fiskalische Stimulus-Hoffnungen lassen Nikkei deutlich ansteigen - neuer Rekord

An den Aktienmärkten in Asien geht es am Dienstag mehrheitlich nach oben. Besonders in Japan setzten sich nach dem gestrigen Feiertag die Bullen durch.
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Positiv für die Stimmung an den asiatischen Börsen wirken sich die freundlichen Vorgaben aus den USA und der anhaltende Enthusiasmus für KI-Halbleiterwerte aus.
Warum der Nikkei deutlich steigt
Besonders deutlich ging es in Tokio nach oben, wo der Nikkei 225 letztlich um 3,10 Prozent auf 53.549,16 Punkte stieg. Im Tageshoch ging es bis auf 53.814,79 Zähler - neuer Höchststand für den japanischen Leitindex. Hierfür gab es gleich mehrere Gründe. Zum einen hatte die Börse zum Wochenstart geschlossen und damit Nachholbedarf. Zum anderen berichten Medien wie die The Japan Times, dass Premierministerin Sanae Takaichi vorgezogene Neuwahlen ausrufen könnte. Eine Folge davon wäre ein zusätzlicher fiskalischer Stimulus, was positiv ankommt. Ein schwächerer Yen, der im Zuge der Wahlspekulationen und anhaltender Spannungen zwischen Japan und China nahe seinem tiefsten Stand seit einem Jahr verharrt, verbessert zusätzlich die Aussichten für heimische Exporteure.
Yen zeigt deutliche Schwäche
Zudem erklärte Japans Finanzministerin Satsuki Katayama, dass US-Finanzminister Scott Bessent Tokios Sorgen über die jüngste Schwäche des Yen teile. Dies heizt im Devisenhandel erneute Spekulationen an, dass zur Stützung der Währung interveniert werden könnte. Dies belastet den Yen zusätzlich. Die japanische Währung gab um bis zu 0,5 Prozent auf 158,91 Yen je Dollar nach und unterschritt damit das vorherige Tief von 158,87 aus dem Januar 2025.
Auch die Kurse japanischer Staatsanleihen (JGB) geben nach. Grund sind Sorgen über die sich verschlechternde Haushaltslage Japans angesichts der Aussicht auf vorgezogene Neuwahlen, die zu weiteren Konjunkturprogrammen und einer höheren Schuldenaufnahme führen könnten. "Die Sorgen um die Haushaltslage Japans könnten zunehmen, wenn die Renditen stark steigen", schreibt Tomohisa Fujiki von Citi Research.
Von Thomas Leppert
DOW JONES
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